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"Twilight" in Forks - kurz vor dem Kinostart des letzten Film-Teils

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Eine verregnete Kleinstadt, die von Vampirfans besichtigt wird? Das kann nur Forks sein, der Drehort der „Twilight“-Saga.

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Wen magst Du mehr? Edward, den smart-coolen Vampir oder Jacob, den einfühlsamen Werwolf? Diese Frage stellen sich nicht nur zahllosen Teenager, die Stephenie Meyers „Twilight“-Bücher gelesen und die Filme gesehen haben. Auch die Tourismuschefin von Forks, Marcia Bingham, konfrontiert damit fast jedes pubertierende Mädchen, das in das Touristenbüro des Ortes kommt. Forks, ein Holzfällerkaff im Nordwesten des US-Bundesstaates Washington, hat von „Twilight“ sehr stark profitiert, die beiden männlichen Helden sind unverzichtbar - ebenso die weibliche Hauptfigur Bella Swan.

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Am 22. November kommt in Deutschland der fünfte und letzte Teil der „Twilight“-Saga in die Kinos. In Forks rechnen sie schon jetzt damit, dass es in den Monaten nach der letzten Filmpremiere erneut einen Ansturm der Fans geben wird.

Hier der Filmtrailer von

Forks liegt am Westrand des Olympic National Parks, im äußersten Nordwesten des US-Bundesstaates Washington. Mit seinem bis zu 2432 Meter hohen Küstengebirge ist das Schutzgebiet berühmt für seinen Regenwald. Der Pazifik ist nicht weit - durch die Wolken, die sich dort bilden und vom Westwind an Land getragen werden, regnet es sehr oft über Forks. Eben deshalb lässt Stephenie Meyer ihre Buchreihe hier spielen: Vampire mögen kein Sonnenlicht.

Die rund 300 Kilometer lange Autofahrt von Seattle nach Forks dauert etwas mehr als vier Stunden. Alternativ ist die Anreise über Portland im südlichen Nachbarstaat Oregon möglich (400 Kilometer, fünfeinhalb Stunden Fahrt).

In Forks herrscht Meeresklima, häufig regnet es. Den meisten Niederschlag gibt es von November bis März. Am trockensten sind Juli und August, wenn es mit Höchstwerten von 20 Grad Celsius auch am wärmsten ist. Im Winter liegen die Tagestemperaturen meist zwischen 0 und 9 Grad.

Der Ort hat sich inzwischen komplett auf „Twilight“ eingestellt. Jedes Jahr im September feiert Forks den „Stephenie Meyer Day“. Zwei Tourenanbieter klappern die Drehorte ab, zu denen die Polizeistation und Bellas Arbeitsplatz im Geschäft „Forks Outfitters“ gehören. Bei „Leppell's Flowers & Gifts“, einem mit allerlei „Twilight“-Nippes vollgestopften Laden, bekommt jeder Vampirzähne aus Plastik zum Einkauf dazu geschenkt. Ein Motel preist seine Bella-Suite an, am Highway 101 lässt sich „Twilight“-Feuerholz kaufen, und „Sully's Drive-In“ behauptet stolz, den Bella-Burger erfunden zu haben.

Lange Zeit dümpelte die Zahl der im Touristenbüro gezählten Urlauber im vierstelligen Bereich pro Jahr - mal waren es knapp 5200 Besucher, mal 6400. Forks lag einfach zu weit ab vom Schuss, um Ziel vieler Urlauber zu sein. Im Jahr 2009 aber, kurz nach dem Start des ersten Films der „Twilight“-Serie, schoss die Zahl auf fast 70.000 in die Höhe, 2010 legte sie noch einmal leicht zu.

Die Landschaft rund um Forks ist das größte Pfund, mit dem der Ort wuchern kann. Ausgedehnte Wälder prägen das Bild. In La Push an der Küste schlägt der kühle Pazifik mit aller Macht auf die Strände und spült große Mengen von Treibholz an, das sich im Sand stapelt.

Oft liegt dichter Nebel über La Push und verbreitet eine mystische Atmosphäre. In den Büchern und Filmen leben hier die Werwölfe um den jungen Jacob. Im realen Leben weist ein Schild an der Straße nach Forks auf die imaginäre Grenze zwischen Vampir- und Werwolf-Territorien hin.

In Forks hat jedoch auch der Touristenboom die Probleme des Ortes nicht übertünchen können. Manche Häuser wirken ärmlich, die meisten Menschen hier verdienen schlecht. Auch die „Twilight“-Vermarktung ist keineswegs überall durchgestylt.

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Die Schule, die in den ersten Filmen zu sehen war, wurde abgerissen und 2011 durch einen Neubau ersetzt. Das lokale Krankenhaus hält zwar einen Parkplatz frei für Dr. Carlisle Cullen, den Vampirvater von Edward - doch das Schild ist in der Ecke versteckt, so dass nicht jeder es gleich findet. Und das Home of the Swans, in dem Bella mit ihrem Filmvater lebt, gibt es zwar tatsächlich. Besichtigen aber lässt es sich zur Enttäuschung vieler Fans nicht.

Jahrzehntelang hat Forks von der Holzwirtschaft gelebt, der Tourismus kam erst später dazu. Dass das baldige Ende der Filmreihe nun dazu führen könnte, dass wieder deutlich weniger Urlauber die doch recht weite Autofahrt von Seattle im Osten oder von Portland im Süden auf sich nehmen, fürchtet Marcia Bingham allerdings nicht: „Die Leser der Bücher haben eine große Leidenschaft für 'Twilight' entwickelt. Sie werden weiter nach Forks kommen.“

Einige von unseren Usern waren ja ebenfalls schon in der Stadt, sie können sicherlich einige der Sachen bestätigen. Aber grundsätzlich bleiben meistens die persönlichen Eindrücke stärker haften.

Quelle und Bilder: express.de / Video: youtube.de

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