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Florida Express


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Vorgeschichte

Die USA beschäftigen mich bereits seit meiner frühen Kindheit. Verwandschaftsbesuche im Staat New York, 18 Monate "Auswanderungsversuch" mit meinen Eltern, bei dem ich die High School als "Freshman" besuchte, unzählige Urlaube an der Ostküste, im Westen und in Alaska, ein vierjähriger Arbeitsaufenthalt als Tourguide und Ski-Rep... nur nach Florida hatte es mich noch nie so wirklich verschlagen. Rund 2 Tage hatte ich 1999 im Zuge einer Fahrzeugüberführung von Los Angeles nach Miami im Sunshine State verbracht, den größten Teil davon auf den Interstates und einen nicht zu verachtenden Teil nachts in der Clevelander Bar in South Beach...

Nun, im Hochsommer 2012, suchten meine bessere Hälfte und ich noch nach einem schönen Urlaubsziel. Da wir bereits über Pfingsten 10 herrliche Tage in Kroatien - genauer in Rovinj in Istrien - verbracht hatten, suchten wir eigntlich nach einem günstigen und eher unspektakulären Zweiturlaubsziel... doch dann erhielt ich, als Mitarbeiter in der Touristik-Branche - ein tolles Insider-Angebot, einen sog. "Pep". Der Flug und die ersten beiden Hotelnächte in einem 4* Hotel für unter 600 Euro. Nichts spektakuläres, da gibt es bedeutend attraktivere Angebote, aber nur selten für Nordamerika. So waren wir Amerika-Fans schnell wieder Feuer und Flamme und planten unseren ersten Florida-Urlaub. Bedenken vor allem bezüglich der Hurricane-Saison wurden auch dank des Forums schnell aus dem Weg geräumt. Und so machten wir uns nur wenige Wochen nach der ersten Buchung auf den Weg nach Florida:

1. Tag: So., 26.08.2012 Ulm - Frankfurt - Fort Lauderdale - Miami (Teil 1)

Um 06:50 Uhr verliess unser ICE pünktlich den Ulmer Hauptbahnhof in Richtung Frankfurt Flughafen. Dank der ICE-Strecke zwischen Stuttgart und Frankfurt dauert die gesamte Fahrt nur 2 Stunden, 15 Minuten. Somit ist man von Ulm aus schneller in FRA als am deutlich näher gelegenen MUC, wo man in München noch auf die lästige S-Bahn umsteigen muss. Wir kamen ebenso pünktlich in Frankfurt an und checkten zu unserem Condor-Flug nach Fort Lauderdale ein. Nun sind die Erwartungen an einen Flug mit Condor ja von vorn herein eher gering. Aber Preis und Flugzeiten (Ankunft 16:45 Uhr, Rückflug erst ab 22:10 Uhr) gute Argumente für den traditionsreichen deutschen Ferienflieger. Absolut pünktlich machten wir uns gemeinsam mit dem Tropensturm Isaac auf den Weg nach Süd-Florida. Mal sehen, wer zuerst ankommt...

Wer mag mitkommen?

Fortsetzung (mit Bildern) folgt...

Gruß - Andreas

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Hi Andreas !!

Obwohl selbst noch für ein paar Tage "auf Achse" fahre ich sehr gerne bei dir mit... :nummer1:

Viele Grüße

Udo

Dank der ICE-Strecke zwischen Stuttgart und Frankfurt dauert die gesamte Fahrt nur 2 Stunden, 15 Minuten. Somit ist man von Ulm aus schneller in FRA als am deutlich näher gelegenen MUC, wo man in München noch auf die lästige S-Bahn umsteigen muss.

Eine Anmerkung dazu:

Hätte Bayern und der Bund in 2008 die läppische Summe von 3 000 000 000 € in den Transrapid investiert, dann hättest du dieser Tage nicht nach Frankfurt müssen, denn euer Flug hätte - laut damaligem Ministerpräsident Stoiber - schon am Münchner HBF begonnen. :lol:

:music:
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1. Tag: So., 26.08.2012 Ulm - Frankfurt - Fort Lauderdale - Miami (Teil 2)

...da sitzen wir nun also im Flugzeug, und es ist wirklich eng. Neidisch blicke ich auf das Kind rechts neben uns... so Stöpsel haben natürlich herrlich viel Platz und räkeln sich, als säßen sie in den Business-Class. Der Käptn stellt sich wie üblich vor und meldet sich von unterwegs zweimal mit Zielinfos - über den Sturm verliert er kein Wort, der scheint für Fort Lauderdale kein Thema zu sein. Drei Filme werden gezeigt, von unserem Platz aus ist der nächste Monitor allerdings zu sehr seitlich angebracht, um etwas zu sehen, der nächste Monitor so weit vorne, dass man nur erahnen kann, was gerade läuft. Egal, wir haben beide gute Bücher dabei. Zu Essen gibt es Pasta. Kein Auswahlmenü. Wir fliegen einen nördlichen Bogen, so wie man es von den Nordamerika-Flügen gewohnt ist via Island, Grönland und Neufundland, dann immer die Küste entlang runter an Boston und New York vorbei nach Florida. Das wundert moch etwas, ich hätte gedacht, man fliegt einen direkteren Bogen südlicher komplett üder den Atlantik.

Gut 90 Minuten vor der Landung kommt der Käptn nochmal durch: Ab sofort Anschnallpflicht bis zur Landung, es ist mit relativ starken Turbulenzen zu rechen. So ist es dann auch - wir fallen regelrecht vom Himmel. Unangenehm. Wir sind aber doch sicher gelandet. Auf dem Flughafen Fort Lauderdale ist der Hund begraben. Nix los. Nur bei der Einreise eine riesen Schlange, sechs Schalter für Non-Residents sind offen und es geht sehr langsam voran. 1 Stunde 15 Minuten bis wir dran sind, Negativ-Rekord. Immerhin warten danach unsere Koffer geduldig am Rand des Karoussels auf unsere Abholung. Dann die nächste Schlange, nochmal gute 10 Minuten, bis wir durch den Zoll sind (2 Beamte)...

Draußen giesst es wie aus Küblen. Der Busfahrer zum Rental Car Center begrüßt und mit den Worten "Welcome to the liquid sunshine state"... na prima.

Bei Alamo wird man mit Handschlag begrüßt. Seltsam für Amerika, bestimmt haben die gleich unterm Tresen ein Desinfektionsspray stehen. Die Spray-Spender hängen tatsächlich überall herum, in Wartebereichen, Terminals, sogar in den Malls finden wir sie später. Es dauert nochmal eine Viertelstunde bei Alamo. Ich habe über Reiner von flywest.de wieder ein DriveFTI-Paket gebucht, ein SUV. Der Agent versucht mich kostenpflichtig upzugraden und Zusatzversicherungen zu verkaufen. Als ich beides ablehne, geht es schneller, abgefertig, der nächste bitte... so ist fein.

Draussen zeigt man uns die Choice Line für unsere Wagenklasse - vier Autos stehen dort. Ein Dodge Nitro, ein Chevy Captiva und zwei VW Tiguan. Sorry, die VW's gehen gar nicht, erstens finde ich sie eine Design-Katastrophe, zweitens möchte ich den american way of drive geniessen. Auch wenn Christian jetzt wahrscheinlich die Hände über den Kopf zusammenschlägt, ich entscheide mich für den 11.000 Meilen alten Chevy, der von Innen top aussieht und neue Reifen drauf hat. Die Entscheidung werde ich nicht bereuen, wir fühlen uns sehr wohl in dem Wagen und er leistet uns gute und zuverlässige Dienste.

Vom Terminal Drive aus wollten wir nun eigentlich nur noch nach Süden zum Hotel, rund 12 Meilen entfernt. Leider ist die "off ramp" gen Süden gesperrt, so dass wir eine Ehrenrunde in weitem Bogen um den Flughafen drehen müssen, bis wir "on track sind". Draussen hat sich mitlerweile zum Regen ein starker Wind gesellt.

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Nach einer dreiviertel Stunde erreichen wir unser Hotel: Das Solé on the Ocean in Sunny Isles Beach. Inzwischen stürmt es heftig, so einen starken Wind habe ich glaube ich noch nie erlebt. Wir lassen das Auto parken, checken ein und beziehen unser Zimmer mit Meerblick im 9. Stock. Das Hotel ist toll, in diesem Sturm gleicht es allerdings mehr einer Festung, was wir natürlich ebenfalls sehr begrüßen. Öffnet man die große Schiebetüre zum Balkon, glaubt man sofort, hinter einem Düsenflugzeug zu stehen, so pfeift draussen der Wind vorbei. Und das bei 32 Grad... Wir benötigen noch Wasser vom Walgreens gegenüber. Die 150 Meter zu Fuss zu bewältigen, daran ist nicht zu denken. Also lassen wir nochmal den Wagen kommen...

Das Abendessen lassen wir heute ausfallen, ein Müsliriegel reicht, dann fallen wir total erschöpft ins Bett. Und draussen pfeift der Sturm weiter....

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mit einem Hurrikan um die Wette fliegen hat man ja nun auch nicht alle Tage um dann noch herunter zu plumpsen... :threeeyes: jetzt sind wir ja gut gelandet und ich steige gerne in den Captiva mit ein. VW in der choice line... das hab ich noch nie gesehen, würde ich aber zugunsten des USA-Feelings auch stehen lassen :winki: wobei ich rein optisch wohl den Dodge mitgenommen hätte :girl: und ob CB ein Maßstab bei Autos ist... :whistling: hi hi... :hihi: :kiss:

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2. Tag: Mo., 27.08.2012: Miami

Die Nacht ist unruhig, Dank Jetlag und Sturm... draussen bläst es unablässig.

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Gegen 7 Uhr machen wir uns langsam fertig, um frühstücken zu gehen. Einstein Bros. Bagels steht auf dem Plan, ich hatte bei der Planung bereits gesehen, das diese Rundlochbrötchenkette eine Filiale ein paar Hundert Meter vom Hotel entfernt betreibt. Zuerst besuchen wir jedoch nochmal den Drogeriemarkt, schließlich wollten wir uns noch mit Off, dem Insekten-Repellent gegen Mücken, eindecken. Die Wahl fällt allerdings auf das besser riechende und mit Aloe Vera angereicherte Cutters, welches uns hoffentlich in den Moskitoverseuchten Sümpfen der Everglades noch gute Dienste leisten wird.

Das Wetter ist bedeutend besser geworden. Es ist noch immer recht windig, und häufig ergiessen sich heftige Schauer, aber ab und zu schaut schon mal die Sonne durch... das lässt hoffen. Nach einem guten Frühstück bei Einstein, machen wir uns auf den Weg nach South Beach. Mir fällt erstmals die Abkürzung SoBe auf - haben die leckeren Säfte ihren Ursprung in South Beach? Ich hätte die immer eher in den Südwesten platziert... Sorry, ich wollte nicht abschweifen. Die Collins Avenue zweigt sich von einer Seite, wie man sie wahrscheinlich nicht so oft zu sehen bekommt: Kaum Verkehr (Montagmorgen, 9 Uhr...), überall liegen Palmwedel und Kokosnüsse herum, viele Strassenabschnitte sind zentimeterhoch überflutet. Gemütlich fahren wir zum Ocean Drive.

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Immer öfter gehen heftige Schauer nieder, aussteigen Zwecklos. So cruisen wir durch das Art Deco Viertel und fahren schließlich über den MacArthur Causeway nach Miami rüber.

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Der geänderte Plan: Wir möchten das Miami Seaquarium auf Virginia Key besuchen, viele Ausstellungsbereiche sind sicher im Innern oder überdacht. Gesagt, getan, der Rickenbacker Causeway führt uns schnurstracks zu unserem Ziel. Doch das Seaquarium ist leider geschlossen: "Due to Tropical Storm Isaac, we will reopen on Tuesday". Na, thank you... Also setzten wir unsere Fahrt nach Key Biscayne fort. Dr. Beach nennt den Bill Bags Cape Florida State Park seinen "Hausstrand". Gut, Strandwetter ist nun wirklich nicht, und der State Park hat wegen des Sturms auch geschlossen. Viele Wiesen, Parkplätze, Vorgärten und Einfahrten in Key Biscayne stehen unter Wasser. Da wollen wir mal nicht bei den Aufräumarbeiten stören und fahren zurück auf's Festland.

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Coral Gables heisst unser nächstes Ziel.

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Da die regenfreien Phasen jeweils kaum mehr als 5 Minuten ausmachen, sollen Coral Gables und Little Havanna nur vom Auto aus besichtigt werden. Schliesslich erreichen wir Downtown und den Bayside Marketplace. Hier können wir uns zumindest ein bisschen die Beine vertreten, ohne patschnass zu werden. Hier entdecken wir nicht nur unseren ersten Banyan Tree, praktischer Weise gleich mit botanischer Erklärungs-Tafel. Nebenan ein Bubba Gump Restaurant - nach dem gehaltvollen Frühstück sind wir allerdings noch nicht hungrig. Wir bummeln ein wenig, die Schauer draussen werden immer heftiger. Erneute Planänderung: Der für den letzten Tag vorgesehene Shopping-Trip wird auf den heutigen Nachmittag verlegt... so erreichen wir nach rund 40 Minuten Fahrt das Sawgrass Mills Mall. Während sich meine Frau sehr zurück hält, verfalle ich bei Nike und GAP in einen regelrechten Kaufrausch... Wir essen noch jeder einen Hotdog bei Nathan's und teilen uns eine Cinnamon Roll von Cinnabon. Zum Schluss gehen wir im Target noch etwas Proviant einkaufen, Wasser, Cracker und Obst für die nächsten Tage.

Es wird Abend und wir überlegen, was und wo wir essen möchten. Da war doch was... wir sind beide Fans von frittiertem Seafood aus dem Hause Bubba Gump (Gruß an Heike und Frank) und entscheiden uns, zurück zum Bayside Marketplace zu fahren. Also wieder rauf auf den Highway und rein in die City...

Das Essen ist lecker, aber so langsam kommen die Reisestrapazen wieder durch. Draussen ist es inzwischen dunkel geworden. Der Hafen von Miami, der die letzten Tage geschlossen war, ist wieder offen, und vier Kreuzfahrtschiffe können vom MacArthur Causeway aus begutachtet werden.

In South Beach können wir eine kurze Regenpause nutzen für einen kleinen Bummel über den Ocean Drive im mittlerweile beleuchteten Art Deco Viertel - schön!

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Jetzt ist aber endgültig Schluss, wir fahren die letzte halbe Stunde zurück auf der Collins Ave zu unserem Hotel Solé on the Ocean und fallen trotz des schlechten Wetters am heutigen Tag, glücklich, satt und zufrieden ins Bett....

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...vier Autos stehen dort. Ein Dodge Nitro, ein Chevy Captiva und zwei VW Tiguan. Sorry, die VW's gehen gar nicht, erstens finde ich sie eine Design-Katastrophe, zweitens möchte ich den american way of drive geniessen. Auch wenn Christian jetzt wahrscheinlich die Hände über den Kopf zusammenschlägt, ich entscheide mich für den 11.000 Meilen alten Chevy, der von Innen top aussieht und neue Reifen drauf hat.
...VW in der choice line... das hab ich noch nie gesehen, würde ich aber zugunsten des USA-Feelings auch stehen lassen :winki: wobei ich rein optisch wohl den Dodge mitgenommen hätte :girl:

die Tiguane sieht man mittlerweile recht oft bei den Autovermietern in USA... dennoch keine einfache Wahl (wie oft in der Klasse...).

Die amerikanischte Entscheidung waere vermutlich der Nitro gewesen, ein Jeep Liberty mit anderer Blechverkleidung... ist dann natuerlich ein unmoegliches Eselsbocken mit Bad Boy-Feeling auf der Strasse ... der Chevy ist in Wirklichkeit ein Deawoo mit feinster koreanischer Technik unter der Karosse ...

und ob CB ein Maßstab bei Autos ist... :whistling: hi hi... :hihi: :kiss:

na ja ... die Mietwagen hat man ja immer nur kurz ... die kauft man ja nicht .... . Manchmal lese ich ja in den Foren dass da die Leute mehr Gedanken bei der Auswahl eines Mietwagens verschwenden, wie ich beim Kauf eines Autos...

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Hallo Andreas!

Da habt ihr euch aber tapfer geschlagen, bei diesem mistigen Wetter!

Was sind das eigentlich für Pflanzen, die sich da auf den Banyan Trees eingenistet haben?

Gruß Ulli

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ganz tolle Fotos - sowohl vom Sturm als auch vom nächtlichen ocean drive 8)

ich hab grad mal nach SoBE geschaut - denn die sind wirklich lecker... - und anscheinend beruht der Name tatsächlich auf dem bekannten South Beach obwohl die Fa. in Norwalk, CT gegründet wurde, damals south beach beverage company hiess und jetzt zu Pepsi gehört (Quelle: wikipedia). Und ich mag Abschweifungen... :winki: :girl:

bin mal gespannt ob euch das cutters geholfen hat denn ich hab irgendwie nur Pech mit sämtlichen von diesen Mitteln...

na ja ... die Mietwagen hat man ja immer nur kurz ... die kauft man ja nicht .... . Manchmal lese ich ja in den Foren dass da die Leute mehr Gedanken bei der Auswahl eines Mietwagens verschwenden, wie ich beim Kauf eines Autos...

könnte daran liegen dass viele bei ihren Südwest-Touren mehr km fahren als im ganzen Jahr zu Hause... bei mir ist das zumindest meist so und deshalb will ich natürlich auch einen schicken (und möglichst blubbernden) Mietwagen ^_^

Banyan Trees haben wir noch gar nicht abgebildet. Die Bäume in Coral Gables sind wohl mit irgendwelchen Moosen und Flechten bewachsen.

das müssten Eichen sein, die oft mit Moos und Farnen bewachsen sind - ich finde da kommt sofort der Gedanke an "vom Winde verweht" und die prachtvollen Südstaaten-Plantagen auf - und bevor hier ein falscher Eindruck entsteht - der Film ist furchtbar langweilig... für meinen Geschmack zumindest ::pop

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Banyan Trees haben wir noch gar nicht abgebildet. Die Bäume in Coral Gables sind wohl mit irgendwelchen Moosen und Flechten bewachsen.

:patsch: - und ich dachte das wären diese hier:

.

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ich finde da kommt sofort der Gedanke an "vom Winde verweht" und die prachtvollen Südstaaten-Plantagen auf - und bevor hier ein falscher Eindruck entsteht - der Film ist furchtbar langweilig... für meinen Geschmack zumindest ::pop

Ich hab auch nie wirklich verstanden, was an dem Film so toll sein soll - mir war das immer zuviel "Geschmachte" :P ...

Sorry fürs Dazwischenquatschen Andreas...

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3. Tag: Di, 28.08.2012: Miami - Key West

Heute geht es so richtig los: Key West heisst das Tagesziel. Wir verlassen Miami über den Palmetto Expressway, entscheiden uns aber später nicht auf den Florida Turnpike zu wechseln, sondern auf der US-1, dem South Dixie Highway, zu bleiben. Hört sich doch besser an, und trotz einiger Ampeln kommen wir gut voran und es gibt links und rechts mehr zu sehen als auf dem Turnpike.

Was auffällt, sind die verarmten, teilweise verfallenen und verlassenen Geschäfts- und Wohnviertel zwischen South Miami und Homestead. Südlich von Florida City dann endlich die Glades und schließlich der Overseas Highway, der die Florida Keys miteinander verbindet.

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Der ursprüngliche Plan war eine sehr frühe Abreise in Miami, um irgendwo unterwegs eine Schnorchel-Tour zu erwischen. Die durch den Sturm aufgewühlte See hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, es würde noch ein paar Tage dauern, bis die Sicht draußen in den Korallen-Riffen wieder gut genug wäre, um eine lohnenswerte Schnorcheltour zu unternehmen. Schade. So haben wir es langsamer angehen lassen und uns als ersten Haltepunkt den Long Key State Park ausgesucht. Der schöne Strand ist leider komplett mit übelst riechendem Seaweed bedeckt - danke, Isaac. So erkunden wir für ein viertel Stündchen den Boardwalk, der durch einen Mangrovenwald führt. Vorher noch schnell mit Cutters gegen die Mücken eingesprüht. Auf dem Parkplatz huscht eine Schildkröte zwischen den Autos durch und verschwindet im Unterholz. Auf dem Boardwalk liegen noch viele Reste vom Sturm - Blätter, Äste. Palmwedel. Krebse kriechen auf den Brettern entlang - wie kommen die hier hoch? Können die senkrechte Hölzer hochklettern, oder hat der Sturm sie hier hin geweht? Darüber hinaus viel Kleinstgetier wie Schmetterlinge, Grashüpfer und Spinnen... bäh. Mit dem Eintrittsgeld haben wir unseren Beitrag zur Finanzierung des State Parks geleistet und machen uns weiter auf den Weg.

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Inzwischen knallt die Sonne, wenige Wolken dekorieren den Himmel, und uns ist nach Baden zumute. Nach zahlreichen Picture Stops am Overseas Highway, werden wir im Bahia Honda State Park (nochmal Eintritt...) fündig: Nur wenig Seaweed, noch weniger Besucher, und ein schneeweisser, feinsandiger Strand mit kristallklarem Wasser. Karibikfeeling pur. Vor lauter Euphorie - und nach den hinter uns liegenden Wolkentagen - sind wir völlig von der Sonne entwöhnt und vergessen doch glatt, und einzuschmieren. Obwohl wir sonst so vorsichtig sind... im Moment ist das aber völlig egal, wir aalen uns im warmen Wasser, schlendern über den Strand, fotografieren. Der nach Südosten ausgerichtete Strand wird von uns zum schönsten erklärt, den wir je gesehen haben, während der nordwestliche Strand einen viel fotografierten Blick auf die alte Bahia Honda Bridge freigibt.

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Am Nachmittag erreichen wir Key West und finden schnell unser Hotel. Das "The Inn at Key West" entpuppt sich als wahre Perle: Zweistöckig im Motel-Stil mit Türen nach Aussen um einen Pool herum ausgerichtet. Und dieser Pool ist eine wahre Oase, ein üppiger Palmengarten, mit Wasserfall, einer kleinen Bar, Liegestühlen. Wir fühlen uns wie in einem Elvis-Presley-Film. Die Rezeption ist besonders schön und liebevoll gestaltet, und am Concierge-Desk sitzt eine ältere Dame, die freundlich Auskunft über jegliche Aktivitäten in Key West gibt. Die Zimmer sind in einer Art Kolonial-Stil eingerichtet, leider etwas duster. Witzing ist die Doppeltüre zum Bad/WC - jedesmal, wenn man aus dem Bad ins Schlafzimmer tritt, ist das wie ein Auftritt durch eine Show-Tür, und der Partner muss ob der unfreiwilligen Komik herzhaft lachen. Tatata - ich war auf'm Klo...

Eine kurze Fahrt bringt uns ins "historische" Zentrum von Key West. Es ist alles schon wieder blitzeblank aufgeräumt nach dem Sturm, nur die Gäste sind noch nciht zurück gekehrt. So haben wir Key West fast für uns allein - was wir als recht angenehm empfinden.

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Wir spazieren durch das Städtchen, doch nach einer guten Stunde zieht uns die Hitze, der Hunger (obwohl es erst kurz vor 18 Uhr ist, aber unser Mittagessen bestand heute nur aus Karotten und Crackern) und die Musik ziehen uns hinein ins Hard Rock Cafe. Gestern Bubba Gump, heute HRC... ich gebe zu, eigentlich sollte man die lokale und unabhängige Gastronomie unterstützen und probieren, aber wenn man so selten in den USA ist, sehnt man sich auch nach dem bereits bekannten... Und wir werden nicht enttäuscht: Wir entscheiden uns für die Smokehouse Sandwiches. Ich zitiere mal die Speisekarte: Meine Freundin nimmt das Hickory-Smoked Pulled-Pork Sandwich: Hickory-smoked pork, hand pulled, so it’s tender and juicy. Served with Hickory Bar-B-Que sauce and topped with marinated slaw. Ich nehme The Texan: Chipotle and Hickory Bar-B-Que sauce, cheddar cheese, crispy jalapenos and crispy onions... everything is bigger in Texas! Meins ist einen Tacken zu scharf, aber beides ist so lecker... hmmmmm.

Nach dem Essen geht's zum Mallory Square. Kreuzfahrtschiffe sind keine da, aber die Gaukler und Strassenkünstler machen sich gerade fertig für die allabendliche Sunset-Prozedur. Die Sonne wird heute nicht im Meer, sondern hinter einer Wolke kurz darüber verschwinden, trotzdem ein schönes Schauspiel. Ein Katzendomteur begeistert uns beosnders, eine witzige kleine Show mit 4 Katzen, die auf's Wort gehorchen und Kunststücke vorführen. Googelt mal "cat man key west" und schaut euch die Videos an. Der Typ hat echt 'n Knall, aber die Katzen hat er im Griff. Gegen halb zehn sind wir zurück im Inn.

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Der Pool hat bis um 23 Uhr geöffnet, so dass wir noch einmal baden gehen, herrlich inmitten des beleuchteten Palmengartens. Wir sind so richtig in Florida angekommen. So kann der Urlaub weitergehen...

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Darüber hinaus viel Kleinstgetier wie Schmetterlinge, Grashüpfer und Spinnen... bäh.

da braucht man gutes timing für dieses Foto :winki:

igitt... hat die Spinnen auch der Sturm angeweht oder gibts die hier immer?? da hatte ich bisher Glück in FL... :girl:

Der Pool hat bis um 23 Uhr geöffnet, so dass wir noch einmal baden gehen, herrlich inmitten des beleuchteten Palmengartens. Wir sind so richtig in Florida angekommen. So kann der Urlaub weitergehen...

klingt gut... 8)

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