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spymike

Vier Wochen Wohnmobilreise durch den Südwesten der USA

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Danke für die Komplimente, ich freue mich, dass Ihr dabei seid und noch einmal mit uns durch den Westen reist.

Die Geschichte mit McDonalds sehe ich genau so. Wir haben uns geschworen zum keinem McD oder Burger King zu gehen, weil wir das auch hier machen können. Dafür haben wir einige andere Fast Food Läden ausprobiert und waren von "Jack in the Box" am meisten überzeugt. Aber dazu später mehr.

Liebe Nisie das muss nicht unbedingt so sein. Natürlich kann man mit einer wie Du sagst Profikamera erstmal bessere Bilder machen, aber man kann auch sehr viel versauen. Ich habe 99% meiner Bilder mit Hilfe der Zeitautomatik AV gemacht, weil dort die Blende variabel verstellt werden kann. Da kann man tolle Sachen machen, ABER man kann auch sehr viel kaputt machen. Das ist mir leider auch öfter passiert. Ich bin noch recht jungfreulich was Digitale Spiegelreflexfotografie angeht in den Urlaub gefahren und habe grad am Anfang noch einiges versemmelt. Mit der Zeit wurde es dann aber besser, man muss jedoch viel üben und Erfahrung sammeln bevor das einigermaßen klappt.

Wenn man mit einem Profigerät in der Vollautomatik fotografiert sind die Bilder, verglichen mit einer guten Kompaktkamra, meiner Meinung nach nicht immer automatisch besser. Am besten ist es sich mal von jemandem eine DSLR leihen und erstmal wild auszuprobieren, bevor man so viel Geld ausgibt.

Ich habe die erste Hälfte von Tag 3 fertig und das jetzt mal hochladen. Viel Spaß beim Lesen.

Gruß

Sebastian

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Tag 3 - 17. April 2010 - Von wilden Hippies und bunten Fahnen

Es ist 09:30 Uhr und wir haben ein großartiges Frühstück bei "Kate´s Kitchen" verdrückt. Den Tipp haben wir im Bay City Guide gefunden. Das Restaurant befindet sich 471 Haight Street, mitten im Hippie Viertel Haight-Ashbury. Die Fahrt mit dem Bus hat nicht länger als 15min gedauert. Da die Hippies heute auf der Liste standen bot sich diese location gut an. Die $25 waren absolut in Ordnung. Das Essen war reichlich und sehr, sehr lecker. Vielleicht ist der Laden sowas wie ein Geheimtipp.

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Ich habe leider kein Bild vom Restaurant gemacht. Drinnen war es total voll und ich wollte nicht die ganzen Leute fotografieren. Draußen habe ich nur die dortige Kreuzung festgehalten. Das Bild zeigt aber auch ganz gut, wie es in der Ecke aussieht.

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Als wir gingen standen draußen drei Päarchen an, die darauf warteten, dass ein Tisch frei wurde.

Mit vollen Mägen beschlossen wir noch mal schnell zum in der Nähe befindlichen Alamo Square zu flitzen bevor es die Haight Street entlang gehen sollte.

Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Waschsalon mit passendem Namen vorbei.e030.gif

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Am Alamo Square angekommen war ich zunächst ein bisschen enttäuscht. Der frühe Morgen sorgte für Gegenlicht, was bewirkte, dass die Häuserfronten im Schatten lagen. Vor 14 Uhr war hier wohl an gute Bilder nicht zu denken. Trotzdem kam ein Bus nach dem anderen und lud massenhaft Touristen aus, die sich wie Bienenschwärme geschwind auf dem gesamten Platz verteilten und Fotos ohne Ende machten, bevor sie wenige Minuten später sich wieder in die Busse zurückzogen und davon fuhren.

Aufgrund der vielen Menschen und der schwierigen Lichtsituation entschied ich das Teleobjektiv aufzusetzen und Portraitbilder von meiner Süßen zu machen. Das hat dann auch (zumindest mir e025.gif ) richtig Spaß gemacht und ganz nette Ergebnisse gebracht.

uylrjtlq.jpg

Mein Fototipp für den Alamo Square: Erst ab frühem Nachmittag dort sein und so fotografieren, dass das große Gebäude, welches sich rechts an die “Painted Ladies” anschließt nicht auf dem Bild ist. Dadurch wirken die alten Häuser wesentlich schöner.

Wir hatten zum Glück im letzten Jahr dort tolle Bilder machen können. Es wäre Schade, wenn man dort zum ersten und vielleicht auch einzigen Mal ist und Gegenlicht hat, denn dieser Blick auf die alten Häuser mit der moderen Skyline im Hintergrund ist für mich persönlich eine der Top 5 Sehenswürdigkeit in San Francisco.

Nach einem ausgiebigen Foto-Shooting mit meinem persönlichen Lieblingsmodel gingen wir dann zunächst die sogenannte Lower Haight Street entlang und wunderten uns doch ein wenig. Wo waren die bunten Häuser, wo die wilden Hippies? Die Straße war so ganz nett, aber völlig anders, als wir uns das vorgestellt hatten. Ab dem Buena Vista Park wurde es aber ganz anders. Die Häuser wurden bunter und die Haare der Menschen immer länger.

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Wir befanden uns bereits auf der Upper Haight Street und erreichten sehr bald die Straßenkreuzung, die dem Stadtteil seinen Namen gab.

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Dort studierten wir kurz die MUNI Pläne und entschieden spontan zu den Twin Peaks zu fahren. Im letzten Jahr hatten wir es leider nicht geschafft die Aussicht dort oben zu genießen.

Mit der MUNI zu den Twin Peaks, gar nicht so einfach wie man denkt.

Fortsetzung folgt ...

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Tja Sebastian, wo waren die Hippies? Könnte es sein, dass Ihr ca. 40 Jahre zu spät in diesem Stadteil gewesen seid?

hwat3uj4.jpg

Kleiner Fotobeitrag von mir ;)

Gruß

Friedhelm

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Hach ja, sehr schön... tolle Bilder.

Ich finde übrigens, daß Mc Doof in USA anders schmeckt als hier, genauso wie die Coke. Carls Junior fand ich am schlimmsten von allen, Arbys finde ich mal eine interessante Alternative, In Out Burger sind prima wie auch Jack in the box. Aber ich will hier den Reisebericht nicht mit Fresskram verseuchen.

Trotzdem : Bitte weiterhin auch Fotos von Restaurants und dem Essen... :) :essen:

Grüße

Tom

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Guest Puddingbrumsel

Ganz toller Reisebericht bisher! Ich bin on board, etwas weiter hinten, da sich hier schon ne ganze Menge Zuschauer versammelt haben! Klasse Bilder & schön geschrieben. Gefällt mir sehr!

viele Grüße

Puddingbrumsel

PS.

Ich finde es lustig, dass auch Ihr immer wieder das Essen fotografiert. Da bin ich beruhigt. Habe das nämlich auch andauernd gemacht :essen:

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Guest gfc

Liebe Nisie das muss nicht unbedingt so sein. Natürlich kann man mit einer wie Du sagst Profikamera erstmal bessere Bilder machen, aber man kann auch sehr viel versauen. Ich habe 99% meiner Bilder mit Hilfe der Zeitautomatik AV gemacht, weil dort die Blende variabel verstellt werden kann. Da kann man tolle Sachen machen, ABER man kann auch sehr viel kaputt machen. Das ist mir leider auch öfter passiert. Ich bin noch recht jungfreulich was Digitale Spiegelreflexfotografie angeht in den Urlaub gefahren und habe grad am Anfang noch einiges versemmelt. Mit der Zeit wurde es dann aber besser, man muss jedoch viel üben und Erfahrung sammeln bevor das einigermaßen klappt.

Wenn man mit einem Profigerät in der Vollautomatik fotografiert sind die Bilder, verglichen mit einer guten Kompaktkamra, meiner Meinung nach nicht immer automatisch besser. Am besten ist es sich mal von jemandem eine DSLR leihen und erstmal wild auszuprobieren, bevor man so viel Geld ausgibt.

Jaja das manuelle einstellen.. hehehe... letztes Woche hab ich unterwegs die Blende verstellt und es einen halben Tag nicht gemerkt. :whistling: Muss mal nachher die Bilder anschauen...

Aber für das, dass du anscheinend "neu" bist bei den Spiegelreflexkameras, sehen die Bilder topp aus! Vorallem so Sachen wie mit dem Tele für Portraits die Tiefenschärfe zu reduzieren, ist eher etwas, was Neueinsteigern normalerweise nicht einfällt :thumbsup:

Freu mich auf die weiteren Bilder. Echt klasse.

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Vorallem so Sachen wie mit dem Tele für Portraits die Tiefenschärfe zu reduzieren, ist eher etwas, was Neueinsteigern normalerweise nicht einfällt :thumbsup:

Ein sehr guter Freund von uns ist Fotograf. Er hat mir viele Tipps gegeben. Das ging schon beim Kauf von Kamera und Objektiv los. Von selbst wäre ich nicht darauf gekommen. Die Unterschiede in der Tiefenschärfe sind echt irre, wenn man das Tele zur Hand nimmt. Das gibt echt tolle Bilder.

Auch die steilen Straßen lassen sich mit Hilfe des Teles viel besser darstellen als mit dem normalen Objektiv.

Letztes Jahr habe ich mich noch gewundert, warum die California Street auf meinen Bilder gar nicht so steil wie in der Realität aussah. Jetzt weiß ich wie es geht. :winki:

@ Tom und Puddingbrumsel:

Ganz so viele Bilder vom Essen habe ich gar nicht mehr. Mir war das bei Kate´s Kitchen auch fast schon unangenehm, weil dort scheinbar nur Amerikaner waren und ich uns mit meinem geblitze gleich mal als Touris geoutet habe. Ich hätte auch liebend gern den Laden fotografiert, weil der echt urig war.

Das was ich an Bildern vom Essen habe werde ich aber posten.

@ Friedhelm:

Sieht wohl ganz so aus, als ob wir zu spät waren. :winki: Kann mir gut vorstellen was damals dort los war. Aber ein paar Exemplare haben wir ja doch noch gesehen. :D

Schönes Wochenende.

Gruß

Sebastian

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Das Kompliment habe ich weiter gegeben, denn dieses Bild hat meine Frau gemacht. Sie hat sich sehr gefreut. a020.gif

Fortsetzung:

Ich gehöre auch zu der Fraktion, die der Meinung ist, dass man in San Francisco keinen Mietwagen brauch. Aber Twin Peaks ist nicht so einfach ohne Mietwagen zu erreichen.

Zunächst fuhren wir mit einer Buslinie, die zwar auf den Plänen in den Haltestellen existierte, aber auf unser Karte gar nicht eingezeichnet war. a015.gif

Dann dauerte die Fahrt auch mal schlanke 40 min und wir mussten in einem Wohngebiet aussteigen, wo es gar keine Haltestellen gab und der Bus nur anhielt, wenn jemand einen Haltewunsch hatte. Irgendwie haben wir es dann geschafft so nah wie möglich auszusteigen und uns erstmal orientiert.

Links ein sehr großer Berg.

Rechts eine ziemlich enge Straße, durch die der Bus gerade weg fährt von dem wir nicht wissen wann und ob er wieder kommt.

Nun gut, vor uns kann man Downtown durch die Häuser erspähen.

Was tun?

Hügel rauf, wir wollen ja schließlich zu einem Aussichtspunkt.

Der Aufstieg war sehr steil aber auch recht kurz. Nach 15 Minuten waren wir auf dem ersten der beiden Hügel.

Die Aussicht war schon mal toll, aber wir wollten weiter um ungehinderten Blick auf die Stadt zu haben.

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Am eigentlichen Aussichtspunkt angekommen setzten wir uns erstmal eine halbe Stunde einige Meter unterhalb der Plattform ins Gras und genossen den tollen Blick auf San Francisco. Die Sicht war echt prima und wir saßen einfach mal nur da und entspannten uns. Ein paar Bilder wurden natürlich auch gemacht. Zum Sonnenuntergang muss das dort oben traumhaft toll sein.

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Wir hatten uns genau gemerkt wo uns der Bus rausgelassen hat und liefen dorthin zurück. Kurz bevor wir dort waren sahen wir dann auch von oben einen Bus kommen. Zum Laufen waren wir noch viel zu weit weg. Mist.

Wir mussten schließlich ca. 25 Minuten warten bis wieder ein Bus kam, mit dem wir dann bis zur Castro Street gefahren sind.

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Die Castro Street ist DIE Ecke der Stadt in der sich die Schwulenszene tummelt. Es gibt dort jede Menge Bars und Sex Shops die ausschließlich auf die Bedürfnisse der männlichen Kunden ausgerichtet sind. Da kriegt man schon mal rote Ohren wenn man sich genauer anguckt was da so in der Auslage liegt. :blush:

Es war schon irgendwie lustig und spannend dort entlang zu laufen. Ständig kamen einem spärlich bekleidete Muskelpakete mit Oberlippenbart und geschorenem Glatzkopf entgegen. Dort ist es ganz normal, dass zwei Männer Händchen haltend durch die Gegend laufen. Ich kann mich kaum erinnern so was hier in Deutschland schon mal gesehen zu haben.

Erstaunlich war, dass wir kaum homosexuelle Frauen gesehen haben.

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Nachdem wir genug gesehen hatten, gingen wir zurück zur Market Street und auf dieser in Richtung Innenstadt.

Ich wollte mir unbedingt mal das Civic Center von Innen angucken, so dass wir dort aus der Bahn stiegen um dann am Fuße des Verwaltungsgebäudes vor verschlossenen Türen zu stehen. Schade eigentlich. d025.gif Aus Frust machte ich ein paar Bilder obwohl die Sonne grad von vielen Wolken verdeckt war.

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Was nun? Wir entschieden zum Washington Square zu fahren und dort den Nachmittag langsam ausklingen zu lassen.

Die richtige Buslinie war rasch gefunden und als wir an der Haltestelle ankamen musste wir auch keine zwei Minuten warten bis ein Bus kam und wir einsteigen konnten. Es war schon ziemlich voll und ein paar komische Gestalten saßen und standen neben uns. Der Bus fuhr einmal quer durch Tenderloin, was mir leider erst bewusst wurde als wir schon drinnen waren.

An der California Street stiegen wir noch mal aus, weil ich bis zu diesem Zeitpunkt kaum Bilder der Cable Cars gemacht hatte und wir auch noch gar nicht mit den nostalgischen Bahnen gefahren sind.

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Die California Street eignet sich prima um mit einem Cable Car zu fahren, weil sie lange nicht so überlaufen ist, wie die anderen beiden Strecken.

In Höhe der Stockten Street sprangen wir dann raus und fuhren mit einem Linienbus durch China Town bis zum Washington Square.

Meine Susi liebt diesen Platz. Sie hatte mir schon vor der Reise mehrfach erzählt, dass sie dort unbedingt wieder hin möchte. Mir hat es dort aber auch wieder sehr gut gefallen. Auf einer Bank sahen wir eine ganze Weile dem bunten Treiben zu.

Später fuhren wir zum Hotel zurück um Stativ und Rucksack abzuladen und entschieden uns anschließend bei “Cioppino´s” direkt am Hafen zu essen. Diese Entscheidung war Käse. Das Essen war von der Portion her sehr klein und viel zu teuer. Wir haben für eine Clam Chowder, einen Salat sowie zwei Softdrinks $40 bezahlt. Das Essen war sehr klein und machte nicht wirklich satt. Außerdem war die Bedienung sehr schlecht. Eine Vorspeise die wir bestellt hatten kam einfach gar nicht. Das Lokal war nur zu ca. 10% belegt und zig Kellner spielten an der Kasse Fangen und machten anderen Blödsinn. :blink:

Dieses Restaurant ist glatt durchgefallen. :thumbdown:

Der Weg zum Hotel war nicht weit und das war auch gut so, denn die Füße hatten für heute genug. Mit 9,5km waren wir zwar etwas weniger gelaufen als am gestrigen Tag, aber trotzdem total müde.

Gut, dass wir für den morgigen Tag einen Mietwagen gebucht hatten und somit nicht so viel laufen wollten.

Reserviert hatten wir uns ein Cabrio mit dem es über die Golden Gate Bridge in die Marin Headlands gehen sollte. Leider hatten unsere Freunde von Alamo das Heck des Cabrios abgeschnitten und aufs Dach geschraubt. Mehr dazu im nächsten Teil.

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Mal wieder tolle Aufnahmen mit sehr schönen Perspektiven. Der Blick von den Twin-Peaks ist aber auch echt grandios.

Gruß

Friedhelm

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Guest gfc
ej5j5cal.jpg

Das perfekte Bild für die Titelseite eines Fotoalbums.

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Guest Puddingbrumsel

Toll! Toll! Toll! Wenn ich die Bilder sehe, denke ich mir, ich kenne SFO gar nicht. Wirklich sehr schön geschrieben und die Bilder sind eh große Klasse

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:sdanke: :sdanke: Freut mich, dass es Euch gefällt.

@Marco: Sehe ich genauso. Die besten Bilder macht man in der blauen Stunde vor dem Sonnenuntergang. Wir waren in Las Vegas genau zu dieser Zeit auf dem Eiffel Turm des Paris. Ein Traum!

Der erste Teil des vierten Tages ist fertig. Werde ihn gleich mal hochladen. Viel Spaß beim Lesen.

Gruß

Sebastian

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Tag 4 - 18. April 2010 - Der Albtraum bei Alamo

Wie lange will der denn noch telefonieren. Warum haben wir nicht einfach den Bus genommen.

Wir sitzen an einem Sonntag Morgen seit zehn Minuten in einem Cable Car an der Endhaltestelle der Linie Powell-Market.

Der Gripman lümmelt sich mit dem Handy am Ohr im hinteren Bereich des Wagen und macht keine Anstalten aufzustehen. Ich blicke auf die Uhr...07:45 Uhr...eigentlich noch genügend Zeit.

Wir wollen 8 Uhr bei Alamo sein um unseren Mietwagen pünktlich abzuholen. Bei einer Fahrzeit von 10-15 Minuten würden wir es rechtzeitig schaffen, wenn der gute Mann mal endlich in die Gänge kommt.

Aber es passiert einfach nichts.

Der Conductor geht zu seinem Kollegen, der grad das Handy eingepackt hat und sagt ihm, dass wir langsam los müssen. Endlich nimmt mal einer das Heft des Handelns in die Hand, sehr gut. Von uns aus kann es losgehen, wir sind bereit.

Aber was soll das denn? Der Gripman steht auf, geht weg und sagt, dass er ein weiteres Mal telefonieren muss. Grrrrr :cursing:

Ich hüpfe fast auf meinem Sitz. Das gibt es doch gar nicht. Der Conductor ist scheinbar genaus so sauer wie wir und geht seinem Kollegen hinterher. Er fordert ihn wieder auf loszufahren, aber der winkt nur ab. Nachdem er sein Telefonat beendet hat macht er sich langsam auf den Weg zu uns. Mittlerweile sind weitere Fahrgäste zugestiegen und wir schaffen es tatsächlich um 08:10 Uhr loszufahren. :arghs:

Natürlich habe ich die Wartezeit sinnvoll genutzt. Zeit hatte ich ja genügend.

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Der Mann links ist der genervte Conductor. Der im Fahrgastbereich sitzende Kerl ist der Gripman.

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Wahrscheinlich hätte ich die Geschichte gar nicht erzählt. Garantiert wäre sie in Vergessenheit geraten, weil es ja nun auch nicht soooo schlimm war. Wir waren ja im Urlaub und da regt man sich nicht auf und ist immer voll entspannt.

Aber es sollte anders kommen.

Ich musste diese Geschichte erzählen, denn als wir schnellen Schrittes bei Alamo ankamen, wurde gerade einem Päarchen mittleren Alters ein Wagen vorgefahren. Es war nicht irgendein Wagen, sondern ein Ford Mustang Cabrio. Ich ahnte schlimmes. :eeeek:

In diesem Moment schaute ich noch mal schnell auf die Uhr...08:30 Uhr...eine halbe Stunde zu spät. Nein, das werden die doch nicht gemacht haben. Doch! Sie haben es gemacht. :sveto:

Wir hatten uns bereits lange vor Beginn der Reise einen Mietwagen der Convertible Klasse reserviert. Die Abholzeit haben wir mit 8 Uhr angegeben. Abgebildet ist dort bei Alamo ein Chrysler Sebring Cabrio. Wir wollten unbedingt mit offenem Verdeck über die Golden Gate Bridge und durch die Marin Headlands cruisen.

Bis wir an der Reihe waren wurden noch zwei Gruppen abgefrühstückt. Die einen bekamen zu zweit eine Daimler M-Klasse in silber (sehr schick) und die anderen zu viert einen Kleinwagen von Hyundai (sehr klein). ?(

Wir waren an der Reihe. Der freundliche Mitarbeiter ging mit uns in die Tiefgarage und sagte schon auf dem Weg dorthin, dass leider momentan kein Cabrio da wäre. Ahhhhhhhhhhhh…… ;(

wurde gerade einem Päarchen mittleren Alters ein Wagen vorgefahren. Es war nicht irgendein Wagen, sondern ein Ford Mustang Cabrio.

Gegen halb 10 würde eines kommen und wir könnten so lange warten. Abgelehnt! Nächster Vorschlag.

Kurz bevor wir in der Tiefgarage ankamen sagte er, dass er aber was anders da hat, was uns bestimmt gefallen wird. Nachdem wir um die letzte Ecke kamen stand da dieser rote Zwerg und schien uns fast anzugrinsen. Ich dachte: Das darf doch jetzt nicht wahr sein. Ich muss träumen.

Susi verhielt sich als ob da ein kleiner Hund stehen würde der von ihr gestreichelt werden viel. “Oh ist der süß.” :wtf:

Dort stand ein Mini Cooper vor uns und der nette Herr von Alamo zeigte uns wie toll man doch einen Teil des Dachs zurückfahren konnte. Das wäre dann wie ein Cabrio sagte er. Bei Susi hat er voll gepunktet. Als er merkte, dass ich in diesem Moment innerlich an ganz fiese Sachen dachte die man mit einem Gripman machen könnte ( n030.gif ), bat er uns an, dass wir auch jeden anderen Wagen hier in der Garage bekommen könnten. Dort stand schon sehr viel, auch schöne SUVs, aber das war Quatsch. Wir brauchten keinen großen Wagen für diesen Tag.

Wir nahmen schließlich den Mini und brausten auf den Schreck erstmal zu “Mels Drive-In”, 2165 Lombard Street.

So sah er übrigens aus:

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Während der Fahrt versuchte ich Susi zu erklären was es für einen Mann bedeutet ein Ford Mustang Cabrio zu fahren. Sie hat es nur bedingt verstanden. Alle Vergleiche mit Prada Schuhen oder Gucci Taschen brachten keinen wirklichen Erfolg. :wacko:

Das Navi musste zum ersten Mal arbeiten. Wir hatten unser eigenes TomTom dabei. Ich hatte vor dem Urlaub für knapp 70 € Software für die USA und Kanada gekauft und gehofft, dass das auch besser funktioniert als mit Haikos Garmin. Das hat es auch. Wir hatten fast keine Probleme.

Das Frühstück bei "Mels Drive-In" war sehr lecker und die Bedienung auch wirklich nett. Wir waren wieder mit $30 dabei und richtig satt geworden. Der Laden ist sehr schick und sieht aus wie man sich einen amerikanischen Diner vorstellt.

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Anschließend fuhren wir durch die engen Kurven der Lombard Street und dann weiter in Richtung Golden Gate Park und Pazifikküste. Dort sah ich auf einem Parkplatz eine Ladder des SFFD und setzte sofort Fotokurs.

Dass die Feuerwehrmänner nur wenige Meter von ihrem Fahrzeug weg standen und ich wie doof einmal drum herum bin und gefühlte 30 Bilder gemacht habe war Susi ganz schön peinlich, mir aber nicht. :P

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Gegen Mittag waren wir am Baker Beach und lümmelten uns dort ein bisschen im Sand. Das Wetter war grandios. Die Sonne schien und es war mit ca. 20 Grad angenehm warm.

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Anschließend fuhren wir über die Golden Gate Bridge. Der CD-Player spielte lautstark und wunschgemäß Krieger des Lichts von Silbermond. Keiner sagt was...kein Autolärm mehr zu hören...Gänsehaut pur. Jetzt in einem Cabrio sitzen. :blush::winki:

Auf der anderen Seite fuhren wir zum ersten View Point westlich der Brücke. Die Perspektive ist dort nicht mit dem Fort Point zu vergleichen, weil die Brücke dort lange nicht so groß wirkt. Trotzdem ist es ein unbeschreiblich schönes Gefühl dort zu stehen und auf dieses atemberaubende Bauwerk zu blicken.

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Unser Weg führte uns im Anschluss zum Point Bonita Lighthouse. Wir hatten diesen kleinen Leuchtturm im letzten Jahr bei unserem Hubschrauberrundflug noch so sehr bestaunt, dass er dieses Mal auf jeden Fall auf der Liste sein musste. Die kurze Wanderung dauerte ca. 20 Minuten und war bis auf einen kleinen Anstieg auf dem Rückweg als absolut leicht einzustufen. Uns kam auf dem Rückweg sogar ein älterer Herr in einem elektrischem Krankenfahrstuhl entgegen.

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Am Lighthouse angekommen wunderten wir uns über eine sehr lange Schlange Menschen, die an einer Brücke anstanden. Als wir bemerkten, dass dort immer nur zwei Personen gleichzeitig auf der Brücke sein durften und diese auch ein bisschen wackelte guckte meine Frau ein bisschen sparsam. :schiefguck:

Tja, was nun? Anstellen und hinüber gehen, oder kneifen? a015.gif

Fortsetzung folgt ...

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Tag 4 - 18. April 2010 - Der Albtraum bei Alamo

Das Frühstück bei "Mels Drive-In" war sehr lecker und die Bedienung auch wirklich nett. Wir waren wieder mit $30 dabei und richtig satt geworden. Der Laden ist richtig schick und sieht aus wie man sich einen amerikanischen Diner vorstellt.

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Ist das nicht der Hammer... im Mini durch San Francisco... :totlach: Voll die Alternative zum Mustang... das Verdeck ist ja fast wie ein Cabrio... nein, ich kann nicht mehr... diese Amis...

Die Leute in san Francisco sind irgendwie schmerzfrei was Bus und Bahnen angeht. Ich habe mir nach eine CC auch schon mal die Beine in den Bauch gestanden. Nach einem Bus auch. Wollte mit der 30 fahren. Gab auch jede Menge, auf der anderen Straßenseite... irgendwann ging ich zu Fuß.

Tolle Fotos wieder, super...

Bei obigen Bild im Diner bitte ich mal links den Blick auf die Fensterbank zu werfen. Da stehen herzallerliebste Pappchevys die als Behältnis für z.B. Pommes herhalten müssen. Habe ich auch zwei Stück von. Einer ist ein 58er Impala. Waren aber zum Glück keine Pommes drin...

Grüße

Tom

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Ist das nicht der Hammer... im Mini durch San Francisco... :totlach: Voll die Alternative zum Mustang... das Verdeck ist ja fast wie ein Cabrio... nein, ich kann nicht mehr... diese Amis...

Genau so argumentieren die da. Das war so furchtbar damit durch die Gegend zu fahren. Besonders weil es ja in den USA wesentlich mehr Mustangs gibt als hier. Immer wenn ich einen gesehen habe.... ;(

Und dann immer diese Grinsekatze einen halben Meter rechts von mir. :redeyealien: :winki:

Ich habe ein paar Stunden gebraucht um mich von diesem Schock zu erholen. Angefreundet habe ich mich mit dem Auto bis zum Schluss nicht. :thumbdown:

Am besten gefallen mir deine schwarz weiß Aufnahmen

Ein paar werden noch kommen. :winki:

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Der erste Teil des vierten Tages ist fertig..... Viel Spaß beim Lesen.

Den Spaß beim Lesen habe ich wieder gehabt! :thumbsup:

:sdanke: :sdafuer:

VG

Udo

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Hallo Sebastian !

Dein Reisebericht ist sehr unterhaltsam und lustig. :nummer1: Besonders die Bilder von der Golden Gate Bridge, mit den unterschiedlichen Schärfeeinstellungen sind Spitze. Ich glaub wir müssen mal ein Fotolehrgang Sonderchat einrichten.

Ich wäre da auch stink sauer gewesen, ::T wegen den blöden Handys haben Sie Dir Deinen Traum platzen lassen. Da wäre man ja zu Fuß bestimmt pünktlich angekommen. Aber hinterher kann man immer sagen. Hätte .....

Gruß Squirrel 8)

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ui, gerade entdeckt und die Seiten auch nachgelesen. Toller Reisebericht und tolle Fotos, ich vermisse SF jetzt schon und dabei steht es dieses Jahr gar nicht am Programm.

Das mit dem Mini kann ich verstehen. Er ist zwar nett, aber ich hätte auch den Mustang vorgezogen :!:

Ich freu mich jedenfalls schon wenn es weitergeht ....

lg

Alex

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Hallo Sebastian,

deine Fotos sind echt Spitze. Kann es kaum noch abwarten endlich selbst hin zu kommen. Da kommt dein Reisebericht gerade zur richtigen Zeit. :sdanke:

Die Schwarzweiß-Fotos finde ich auch klasse.

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Während der Fahrt versuchte ich Susi zu erklären was es für einen Mann bedeutet ein Ford Mustang Cabrio zu fahren. Sie hat es nur bedingt verstanden. Alle Vergleiche mit Prada Schuhen oder Gucci Taschen brachten keinen wirklichen Erfolg. :wacko:

könnte daran liegen, dass deine Susi nicht aussieht als ob sie auf Prada und Gucci steht... :D was sie übrigens sehr sympathisch macht...

ekpkrymp.jpg

erstklassiges Foto :thumbup:

LG

Claudi

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Während der Fahrt versuchte ich Susi zu erklären was es für einen Mann bedeutet ein Ford Mustang Cabrio zu fahren. Sie hat es nur bedingt verstanden. Alle Vergleiche mit Prada Schuhen oder Gucci Taschen brachten keinen wirklichen Erfolg. :wacko:

... also ich verstehe ja nachweislich nicht viel von Schuhen - aber wenn man einen Ford Mustang mit Schuhen vergleichen will dann entspricht dieser wohl kaum Prada oder Gucci sondern eher einem Walmart-Billig-Turnschuh mit Verarbeitungsmaengeln ...

Ich halte es da mit den Damen ... ihr habt Glueck gehabt - fuer die Stadt ist der Mini doch der ideale Flitzer und ich nehme gleich mal noch bei den Susannen Platz und komme mit auf die Tour waehrend alle anderen noch auf die Pflaume warten - im Mini ist es ja auch geraeumiger als im Mustang, da passt sicher noch eine Kuehlbox in die Mitte ... 8)

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Hallo Sebastian!

Gerade wiedergekommen und schon aufgeholt :thumbsup: !

Dein Bericht liest sich wirklich gut und die Fotos sind wirklich schön! :nummer1:

Du hast echt ein Auge für besonders schöne Motive!!!

Also, ich freu mcih auf die Fortsetzung!!!

LG Annika

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@ Christian :

Immer dieses Rumgehacke auf US Autos. :D;) Der Mini steht in Sachen Mängeln dem Mustang in nichts nach. http://www.autobild.de/artikel/gebrauchtwagen-mini_52552.html

Verarbeitungs und Zuverlässigkeitsmängel haben mittlerweile alle echt gut drauf. Als mein Vater mal vor vielen Jahren einen S 600 zur Probefahrt vom einem Mercedes Händler auf den Hof gestellt bekam, knarzte bei dem schon das Lenkrad. Andere Fahrzeuge nuckeln in kurzer Zeit die Batterie leer, weil da so viel Technikzeug dran ist.. geh mir los...

Ein Mustang ist nun mal eines der amerikanischen Kultautos, da kann man nichts machen... verarbeitet kann er deswegen trotzdem besser sein.

Grüße

Tom

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Genau das ist der Punkt. Es ist der Kult, der den Wagen so interessant macht. Ich finde den neusten Mustang optisch nicht mal so besonders toll, aber würde trotzdem gern mal einen fahren.

Der Mini hat mir vor allem deshalb nicht gefallen, weil er viel zu verspielt im Inneraum war. Die elektrischen Fensterheber und Beleuchtungsknöpfe zum Beispiel waren Schalthebel wie man sie sich in einem Flugzeug vorstellt. Das war gar nicht mein Ding.

Das schlimmste war allerdings das Getriebe. Die Automatik war eine einizige Katastrophe. Es war kaum möglich sanft anzufahren. Auf den ersten cm beim Gas geben passierte nichts und dann sprang er los. Das war total nervig.

Ich bin mir sicher, dass es nicht an mir lag. Ich fahre seit Jahren im Dienst nur Automatik.

@Claudi: Das ist zum Glück genau so wie Du sagst. :winki:

Mir fehlt momentan die Zeit weiterzuschreiben. Am Dienstag wird es wohl mit dem vierten Tag weitergehen.

Gruß

Sebastian

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