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spymike

Flitterwochen in den USA - mit einem WoMo durch Kalifornien.

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Liebe USA-Fans,

ich möchte Euch mit einem "kleinen" Reisebericht an unseren Flitterwochen teilhaben lassen.

Am 20.06.2009 war es endlich so weit. Nach sehr viel Planung gaben wir uns in einem sehr schönem Wasserschloß das "Ja"-Wort. Nur 48h später waren wir schon in 10000m Höhe über Island auf dem Weg in ein großes Abenteuer.

Wir haben das ganze sehr lange geplant. Meine Frau hat sich größtenteils im die Hochzeit gekümmert ("Süße mir ist wirklich egal ob die Servietten Champagnerfarben oder Bordeauxrot sind" :P ) und ich um die Reise :nummer1:

Die lange Planung war sehr anstrengend, aber ich kann Euch versprechen, dass es sich gelohnt hat.

Zunächst die Reiseroute im Überblick:

22.06. Ankunft in San Francisco

23.06. San Francisco

24.06. San Francisco -> Carmel

25.06. Carmel -> Yosemite (Mariposa)

26.06. Yosemite

27.06. Yosemite -> Lee Vining

28.06. Lee Vining -> Lake Tahoe (über Bodie)

29.06. Lake Tahoe -> Willows/Orland

30.06. Orland -> Eureka/Avenue of Giants

01.01. A.o.G. -> Manchester

02.07. Manchester -> San Francisco

03.07. San Francisco

04.07. San Francisco

05.07. San Francisco

06.07. Rückreise :(

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Wie Ihr schon seht, ist das nicht die klassische Route. Besonders der Teil vom Lake Tahoe bis nach Eureka ist nicht wirklich mit Highlights gespickt, oder wir sind daran vorbeigefahren. :blush:

Obwohl wir bei unserem nächsten Trip einiges anders machen werden haben wir unglaubliches erlebt, viel gelernt und werden diese Reise niemals vergessen. Aber der Reihe nach.

Tag 1 - 22.06. - "If you´re going to San Francisco...."

Abflug um 7 Uhr aus Hannover. Das hieß 02:30 Uhr aufstehen. :gutenmorgen:

Am Flughafen treffen wir gleich auf `ne Meute Ballermann-Touris. Auf den T-Shirts steht irgendwas von 10 Tage Komasaufen. Wir beneiden die Jungs um den kurzen Flug, aber um mehr auch nicht.

Da habe ich mir Gedanken gemacht, was ich wohl dem Polizisten bei der Einreise so sagen muss und gerate prompt schon in Deutschland mit dem Gesetz in Konflikt.

Bei der Personenkontrolle hebt ein Sicherheitsmensch( :police: ) einen Rucksack in die Höhe und fragt "Wem gehört dieser Rucksack?". Oh Mist...der sieht ja aus wie meiner :blush:

:police: "Warum haben sie Messer in ihrem Rucksack?" :verwirrt:

Messer? Ich? Nein das kann nicht sein....ich bleibe ganz cool, weil ich weiß, dass das nicht sein kann bis er mir das Röntgenbild gezeigt hat :help:

Ja wie soll ich sagen... da lag tatsächlich noch Besteck im vordersten Fach, Überbleibsel eines Picknick wenige Wochen zuvor.

:police: "Sie können das jetzt wegwerfen, oder geben es an der Information ab und holen es sich nach ihrer Rückreise zurück. Kostet allerdings 5 €. Sie müssen da runter dann links und wieder rechts und dann geradezu." ?(

Gesagt, getan. Ich zur Info gedüst, Rolltreppe runter, nein hier bin ich falsch. Wieder zurück und irgendwie habe ich es dann doch gefunden. Dann kam das Erlebnis was mir die Vorfreude auf Amerika noch größer machte.

Ich stand als einziger Reisender in dieser Info (es war keine richtige Info, hieß irgendwie anders aber ich weiß den Namen nicht mehr). Der Typ sieht mich, grüßt aber nicht und blättert weiter in einem Buch. Hallo ich habe es eilig. Wir sind hier auf einem Flughafen, da haben es meist alle Menschen eilig, haaaaallo? Ich nach gefühlten zwei Minuten des Schweigens ihn angesprochen und gefragt, ob ich dieses Besteck bei ihm deponieren könnte.

Mit großem Stöhnen holte er ein anderes Buch, trug das Besteck dort ein, gab mir eine Karte auf der ich Name,Anschrift etc eintragen sollte und kassierte die 5 €.

Ich drehte mich um und dachte ... bye,bye Sevicewüste Deutschland!

Mittlerweile saßen wir in der vorletzten Reihe (nur 2 Sitze) eines Lufthansa Airbus und freuten uns auf das was bevor stand. Der Flug war laaaang. Ich habe meine Frau so beneidet. Unsere Kommunikation während des Fluges beschränkte sich auf "Weckst du mich zum Essen?" und "Kann ich deine Decke auch noch haben?" Klar doch! Ich konnte ja eh nicht schlafen und wer nicht schläft der friert auch nicht. Wie kann man nur von 12h Flug 10h schlafen? Ich habe kein Auge zugemacht.

Gegen 13 Uhr Ortszeit war sie dann endlich zu sehen, die Golden Gate Bridge und damit unser Reiseziel zum Greifen nah.

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Wir landeten und ich kann dieses Glücksgefühl kaum beschreiben. Wie lange haben wir das ganze vorbereitet, wie viele Stunden verbrachte ich in diesem Forum oder saß vor Google Earth und jetzt endlich da!!!!!

Raus aus dem Flieger und gleich zur Einreise. Wie wir da in der Schlange stehen sprechen wir unseren Plan nochmal durch. Wir haben uns nämlich darauf geeinigt, dass wir als "Liebespaar" reisen und nicht als Ehepaar. Der Grund liegt darin, dass wir Samstag geheiratet habe und Montag um 7 Uhr der Flieger ging. Da war nichts mit Namensänderung und neue Papiere, nein meine Frau reiste unter ihrem Mädchennamen.

Da standen wir nun in der Warteschlange und meine Frau sagt "Ich nehme meinen Ring ab!" Quatsch, da gucken die doch niemals drauf, sage ich. Wie kam es? Kurz bevor ich dran war, habe ich meinen auch abgemacht :rolleyes:

Ich wurde gerufen und meine Frau war schon durch. Ich stand vor dem Beamten ( :police: ) und es fing alles ganz harmlos an. Fingerabdrücke, Fotos usw. kein Problem. Dann ging die Fragerei los:

:police: How much money do you have?

:huh: Öhhhmmmm...maybe 500 $

:police: Are you alone?

:huh: No, I travel with my ... *räusper*.... girlfriend.

:police: Ahhh nice, this ist a wonderful place for couples, but you aren´t here for honeymoon?

:blush: Ähmm....No..... ;(

:police: I wish you a pleasent stay.

:blush: Thx, bye bye

Ich zu meiner Frau und blos weg. Sie mich angeguckt "Was denn mit dir los?". Gleich, lass uns erstmal gehen. Meine Güte, das erste Mal einen richtigen amerikanischen Cop vor der Nase und gleich angelogen. Das fängt ja gut an. Ich bin völlig fertig und muss T-Shirt wechseln. Nichts wie ab ins Hotel.

Wir also in die BART gestiegen und nach ca. 25min an der Powell-Station raus.

Hier sieht es ja aus wie bei "King of Queens". Fehlt nur Spence im Glaskasten :yeah:

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Wir also die Rolltreppe rauf und ....wow.... wir sind mittendrin. Die ersten Eindrücke waren unbeschreiblich schön.

Nach ca. 500m Fußweg sind wir an unserem Hotel angekommen.

Hotel Serrano

Taylor Ecke O´Farrell Street

http://www.serranohotel.com/

Der Check-In klappte hervorragend und wir bekamen ein schönes Zimmer mit King-Bed :thumbsup: in der 7.Etage.

Die Koffer abgestellt, kurz frisch gemacht, den Stadtplan gegriffen und mit Fotoapperat und Kamera bewaffnet in den Großstadtdschungel von San Francisco.

Dabei sind diese tollen Bilder entstanden.

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ahhhh...schon wieder Cops und dann gleich so viele. Bloß weg, bevor wir verhaftet werden ;)

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Der erste Tag war der absolute Wahnsinn. Ich bin überwältig von den vielen Eindrücken und freue mich wahnsinnig auf das was noch kommt.

Gegen 18 Uhr essen wir noch was und gehen dann ziemlich müde aber glücklich ins Hotel und schlafen schnell ein.

Leider ist meine Nacht bereits um 3 Uhr morgens vorbei. Ich bin zwar k.o. aber kann nicht schlafen. Die reizende Dame neben mir schläft und schläft und schläft :redeyealien:

Was mache ich also? Ich gehe ans Fenster und gucke einfach auf die Straßen. Es fahren noch erstaunlich viele Autos und ab und an sieht man auch noch ein paar Fußgänger. Ich schaue über die beleuchtete Stadt und realisiere langsam, dass ich wirklich da bin. Wir haben es geschafft. California here we come!

Nach ungefähr einer Stunde falle ich dann doch nochmal ins Bett und schlafe ein bisschen. Um 7 Uhr ist die Nacht für uns beide vorbei und wir starten in einen fantastischen Tag.

....Fortsetzung folgt!

Gruß

Sebastian

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Hallo Sebastian,

ich bin normalerweise nicht der, der in einen Reisebericht reinfunkt (ein paar von uns müssen uns schließlich zurück halten, damit das Verhältnis RB und Kommentare nicht aus den Fugen gerät), aber ich muss einfach mal sagen, ich freue mich wahnsinnig auf deinen Reisebericht - du hast eine erfrischende und ansteckende Art zu schreiben, deine Begeisterung steht in jeder Zeile... und als alter Camper freue ich mich natürlich besonders, dass es sich um einen WoMo-RB handelt...! :thumbsup:

Gruß - Andreas

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Guest Leah

Hallo Sebastian,

ich muss mich Andreas anschliessen, ich freue mich auch auf deinen Reisebericht!! Bisher liest er sich wie ein Buch und ich bin sehr gespannt auf deine Fortsetzung :girl: Ahja, auch wenn das hier nicht reinpasst, auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum :)8)

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Guest .exit

Hallo Sebastian,

klasse erster Teil, da kann ich mich nur anschließen.

Ich kann im Flugzeug auch nicht schlafen, egal wie lange der Flug ist. Da kann ich noch so müde sein - könnte ja was verpassen :D

Viele Grüße in die Nachbarschaft,

Chris

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Vielen Dank für die netten Worte. Da macht es gleich noch mehr Spaß.

Tag 2 - 23.06.- "We have very dirty people here."

Nach einer mittellangen Nacht :gutenmorgen: gingen wir beide zum Frühstück und waren ganz gespannt auf das wie es immer so schön heißt "kontinentale Frühstück".

Man muss sagen, dass das Frühstück in Ordnung war. Es gab frischen O-Saft, Croissants und Toast sowie einen frischen Obstteller. Meine Frau hat immer Tee getrunken, der auch sehr lecker gewesen sein soll.

Frisch gestärkt ging es dann endlich raus.

An dieser Stelle muss ich mich erstmal outen. Im wahren Leben bin ich Polizist :police: . Hoffentlich werde ich jetzt nicht aus dem Forum geworfen. :S

Warum schreibe ich das? Nun es wurde Zeit mein Hochzeitsgeschenk einzulösen. Meine Frau hatte für mich Kontakt mit dem San Francisco Police Department aufgenommen und ein Treffen verabredet. Meine Geschenk an sie hatte auch mit San Francisco zu tun, aber dazu komme ich am Ende des Berichtes.

So gingen wir also aus dem Hotel und auf direktem Wege zum Police Department.

Auf dem Weg dorthin konnten wir beobachten wie auf der Endhaltestelle der CC-Linie Powell & Hyde Street grad ein Wagen gedreht wurde.

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Je näher wir kamen umso aufgeregter wurde ich. Gleich würde ich echte amerikanische Cops kennenlernen und mit denen plaudern und das mit meinem schlechten englisch.

In der Polizeistation angekommen mussten wir erst durch eine Sicherheitsüberprüfung (Detektortüren,Röntgen usw) wie am Flughafen. Zum Glück hatte ich kein Besteck dabei :D

Dann ging es in die 5. Etage und direkt in das Büro der Polizistin mit der meine Frau sich verabredet hat. Die Begrüßung war....nennen wir es mal.....amerikansich. Wir haben diese Frau noch nie gesehen, aber sie ist uns fast um den Hals gefallen, aber so sind die Amerikaner eben. Ich habe ihr dann gleich mal zu Beginn einen Polizeiteddy und eines meiner Ärmelabzeichen geschenkt um ein bisschen Druck aufzubauen. 8) Ich habe ja schließlich schon darauf spekuliert auch ein abzeichen oder so zu bekommen. Sie bedankte sich vielmals und ging mit uns gleich auf die Wache.

Im Großen und Ganzen sah es nicht wesentlich anders aus als bei uns. Was mir allerdings auffiel waren die Handschellen an den Bänken. Dort werden also ganz besondere Gäste auch mal festgetettet. Sowas habe ich bei uns noch nicht gesehen.

Danach sind wir auf den Hof und dort hat die Polizistin (mir fällt ihr Name nicht mehr ein) eine eben angekommenen Funkwagenbesatzung angesprochen. german cop, honeymoon, show him your car

Nachdem die beiden wussten was los war hat sich ein tolles Gespräch entwickelt. Wir haben viel über die Unterschiede zw. deutscher und amerikanischer Polizei gesprochen. Das war seeehr interessant.

Dann war es endlich so weit. Ich durfte mich in einen amerikanischen Streifenwagen setzen.

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Die Ausstattung ist mit unserer in Deutschland nicht zu vergleichen. In jedem Wagen gibt es einen Rechner und eine regelrechte Gewahrsamszelle aus Hartplastiksitzen und verstärkten Scheiben im FondbereichIMG_2688.JPG.

Wie ich da so hineingucke und staune sagt der Polizist: "We have realy dirty people here." Ich nicke ihm zu, denn das habe ich bereits mit eigenen Augen gesehen.

Der Polizist zeigte mir anschließend noch seine Waffen. Ich war schwer beeindruckt. Voll automatisches Sturmgewehr und Pump-Gun gehören dort in jeden Funkwagen. Das ist zwar beeindruckend aber irgendwie bin ich auch froh, dass wir das in Deutschland nicht brauchen.

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Nach einem schönen Erinnerungsfoto fuhr die Polizistin mit uns noch in einen Cop-Shop. Sie kaufte mir T-Shirts, Ärmelabzeichen, Kugelschreiben usw. Die Nummer mit dem Teddy am Anfang hatte sich gelohnt :nummer1:

Nachdem wir von der Polizistin zu unserem Hotel gebracht wurden entschieden wir endlich dahin zu fahren wo alle Touris hinfahren, Pier 39 und Fishermanns Wharf.

Also schnell Muni-Tickets geholt und mit der Streetcar Linie F und den herrliche nostalgischen Bahnen Richtung Tourizentrum gedüst.

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Als die Bahn dann da war, blieb bei uns die Unsicherheit ob es wirklich die richtige Bahn war. Deshalb fragte meine Frau den Fahrer:

:girl: Is this the train to Pier 39?

:police: I hope so!

Herrlich! Ich liebe diese Menschen für ihren Humor. Auf jeder Fahrt mit den Cable Cars kamen ähnliche Sprüche und ich war immer total begeistert.

Schon die Fahrt entlang der Marktet Street, dem Ferry Building mit Bay Bridge im Hintergrund ist wirklich toll.

Am Pier angekommen hieß es erstmal Überblick verschaffen und natürlich Fotos, Fotos, Fotos. Wir sind ja schließlich Touris :winki:

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Nachdem wir uns das Pier angeguckt haben sind wir eine Weile bei den Robben stehen geblieben.

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Robbe müsste man sein.

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Im Anschluß ging es Richtung Fishermanns Wharf. Dort sind wir in einen Bus gestiegen und haben eine Sight-Seeing-Tour gemacht und uns dabei schön den Pelz verbrannt.

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Die Tour war bis auf den Guide klasse. Wir haben den Downtown-Loop gewählt und viel gesehen. Der Guide war nicht so toll, weil er meinte in jedem Satz einen Joke packen zu müssen.

Nach der Rundfahrt sind wir dann auf den Coit-Tower gewandert. Man kann es wirklich wandern nennen, denn es sind viele Stufen, wenn man sich gegen den Bus entscheidet. Die Aussicht war klasse und der Turm auch nicht zu voll.

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Anschließend ging es mit dem Streetcar wieder Richtung Hotel. Es war auch schon etwas später und wir beide aufgrund Jetlag doch recht müde. Ich konnte aber meine Frau doch noch überreden die Painted Ladies an diesem Tag noch mitzunehmen. So fuhren wir also nochmal mit dem Bus zum Alamo Square. Dieser Platz ist in meinen Augen eine Muss. Der Kontrast zwischen den alten Gebäuden und der modernen Skylinie im Hintergrund ist großartig.

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Nach ungefähr einer halben Stunde sind wir dann zurück, haben im Nordstrom (riesiges Kaufhaus) noch ne Pizza gegessen und dann totmüde ins Bett gefallen.

Diese Nacht war für mich erst 4 Uhr beendet. Ich wurde also langsam besser :winki:

Am nächsten Tag stand endlich die Übernahme unseres WoMo auf dem Plan und meine Vorfreude war riesig.

.... Fortsetzung folgt

Gruß

Sebastian

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Guest Isa

Hi Sebastian,

erstmal noch schnell: herzlich Willkommen im Forum!!

Musste beim Lesen deines Berichts schon mehrmals herzlich lachen. Toll geschrieben und wie Andreas schon meinte: man merkt dir die Begeisterung richtig an.

Ganz toll finde ich dein Erlebnis mit den Cops. Das ist doch mal ein originelles und tolles Hochzeitsgeschenk. :thumbsup:

Freu mich schon auf die Fortsetzung.

lg Isa

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Hi Sebastian,auch von mir noch ein HERZLICHES WILLKOMMEN :thumbup: .Als alter Camper freue ich mich ganz besonders auf deinen Reisebericht.Hoffe immer noch daß mehr deinem Beispiel folgen und mal eine Wohnmobiltour machen :thumbsup:

Gruß Alex

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Hi Sebastian,

auch von mir noch ein herzliches Willkommen hier. Mir gefällt dein Reisebericht sehr gut, tolle Fotos :thumbsup: . Da hat sich deine Frau aber ein tolles Geschenk ausgedacht. Kann mir gut vorstellen, dass das klasse war.

Viele Grüße

Heike

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Hallo,

herzlich Willkommen! Schön, dass du dein Forenleben mit so einem schönen Reisebericht startest! Gefällt mir sehr gut und ich freu mich, mitreisen zu dürfen!

:nummer1:

LG Annika

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Viiielen Dank für die positive Rückmeldung. Hätte nicht gedacht, dass das so gut ankommt.

Tolle Fotos habt ihr gemacht, bei uns sah das in San Fransisco ganz anders aus. Alles grau in grau, es hat den ganzen ersten Tag geregnet und gestürmt.

Ja Susanne, ich kann mir das gut vorstellen. Wir hatten insgesamt 5 Nächte in SFO und es war morgens immer so, dass der erste Blick zum Himmel ging und man geguckt hat, ob man wieder Glück hatte. Ich muss sagen, dass wir in SFO wirklich Glück gehabt haben. Es schien fast immer die Sonne, gab keinen Regen, aber dafür genug Wind.

Das Glück, dass wir in SFO mit der Sonne hatten, fehlte uns leider am dritten Tag als es an der Küste Richtung Süden ging. Wir haben unsere Tour auch noch mal mit vielen Küstenkilometern beendet und hatten auch da Pech. :( Aber egal, man kann nicht alles haben.

@Haiko

Ich bin froh, dass ich die amerikansichen Cops auf diese Art kennenlernen durfte und nicht so wie Du. Ich habe dort zwei, drei Mal die Fernsehsendung "Cops" gesehen. Das ist Toto und Harry auf amerikanisch. Junge,Junge....bei denen wird ja pauschmal erstmal alles umgehauen, aber wer weiß vielleicht ist es dort einfach nötig.

So jetzt wird es Zeit Teil 3 in die Tastatur zu prügeln. Die Bilder sind schon komprimiert, fehlt nur noch der Text. Auf gehts!

Gruß

Sebastian

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Tag 3 -24.06.- "Das ist das tollste Städtchen der Welt."

Die Nacht endete für mich wieder viel zu früh. Diesmal war es immerhin schon "spät" genug, um die ersten Verkehrsinfos bei abc7news - bay area zu sehen. Die Amis sind ja echt verrückt. Nicht nur, dass die für jede Region mehrere verschiedenen Nachrichtensender haben, nein, jeder Sender hat scheinbar auch ´nen eigenen Heli!!!

Da fliegt dieser Heli so durch die Gegend um dem Amerikaner am frühen Morgen auf dem Weg vom Bett zur Kaffeemaschine :gutenmorgen: schon mal zu zeigen, dass alles frei ist. :winki:

Bei der Polizei kostet eine Stunde Heli 4000 €. So viel dazu :D

Nach dem Frühstück hieß es zügig Koffer packen und ab zur BART. Mit der Bahn sind wir nach 30min in Hayward, einer Stadt die zur Bay Area gehört, angekommen.

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Nach einem kurzen Telefonat sind wir von einer sehr netten Mitarbeiterin von roadbearrv.com abgeholt worden.

An dieser Stelle muss ich ein großes Lob für diesen Vermieter einbauen. Der Service war fantastisch. Von den Mitarbeitern, die wir dort im Büro gesehen haben konnte nur einer kein Deutsch. Die anderen waren aus Deutschland oder der Schweiz. Das fand ich schon mal sehr sympatisch.

Nach dem ganzen Papierkram ging es dann endlich raus auf den Hof zu unserem WoMo. Wie wir auf das Ding zugehen, denke ich ...wow... das soll ich fahren? Ich habe mir vorgestellt, dass es groß ist, aber so groß?

Ich bin schwer beeindruckt und lausche gebannt der Mitarbeiterin, die uns das ganze Fahrzeug erklärt. Im Innenraum funktioniert, dann die Halterung des Fernsehers nicht. Das Mädel raus in Richtung Werkstatt um einen Techniker zu holen und meine Frau und ich sind das erste Mal dort allein:

:genderboy: "Was denn hier los? Gibt es hier gar keine Amis?"

:gendergirl: "Na ich denke mal die haben im Service die Deutschen um den vielen deutschprachigen Kunden gerecht zu werden.

Die Mechaniker werden alles Amerikaner sein."

Der Mechaniker kommt ins WoMo: "Grüzli" :P

Herrlich!

Dann war es so weit. Wir bekamen die Schlüssel und düsten davon. Beim Verlassen des Geländes schön gleich mal aufgesetzt :huh: War ich das? :whistling:

Die ersten Minuten war das echt komisch, aber ich habe mich erstaunlich schnell daran gewöhnt. Das erste Mal auf die Interstate war einfach nur geil!

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Wir sind dann gleich mal zu Safeway gefahren und haben das WoMo mit viel Wasser und allerhand leckeren Sachen vollgepackt. Wir hatten uns schließlich vorgenommen während der WoMo-Zeit kein Restaurant zu besuchen. Hat nicht geklappt! :winki:

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Danach ging es Richtung Süden.

Kurz vor Monterey haben wir in Sand City eine Pause gemacht, dass WoMo abgestellt und sind zum Strand. Für uns beide war es das erste Mal, dass wir an einem Ozean waren.

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Ich glaube meiner Frau hat es ganz gut gefallen :winki:

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Auf den Fotos sieht man leider schon den Nebel, der dann in Carmel gar keine Sonne mehr zugelassen hat.

Ich habe schon da mit Sorge Richtung Süden geguckt. Wie hoft habe ich im Forum vom gefürchteten Nebel gelesen. Am 17-Miles-Drive war es dann auch sehr finster. Ich weiß nicht ob das nur Nebel oder einfach tief hängende Wolken waren, auf jeden Fall war die Sonne weg. Ich war ganz schön traurig, weil ich mich sehr auf diese Runde gefreut habe und so viel darüber gelesen habe. Die Fotos sind leider alle recht grau.

Hier als Beispiel die einsame Zypresse und der Beweis, dass wir wirklich da waren. :winki:

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Nach dem Drive haben wir das WoMo auf dem Parkplatz direkt am Strand abgeparkt und den Ort zu Fuß erkundet.

Meine Süße war hin und weg. "Das ist das tollste Städtchen der Welt."

Wir fanden das dort beide sehr interessant, nur haben wir irgendwie doch verschiedene Fotos gemacht :D

:gendergirl:

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.....ja gut, das habe ich gemacht, aber sie wollte es so :yeah:

:gendergirl:

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:gendergirl:

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:gendergirl:

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:genderboy:

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:genderboy:

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:genderboy:

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:genderboy:

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Als wir an der Carmel Mission ankamen, war diese leider schon zu, so dass wir nur noch von draußen reingucken konnten. Ich glaub die könnte man sich auch mal genauer angucken. Sah so erstmal recht interessant aus.

Jetzt ging es darum einen Stellplatz für die Nacht zu finden. Nach langer Sucherei und viel Hin und Her sind wir letzten Endes auf dem Parkplatz des Safeway gelandet, wie romantisch.

Geplant war das Ganze eigentlich anders. Laut Plan wollten wir bis Big Sur fahren und dort übernachten. Da aber das Wetter so schlecht war und die Vorhersage auch nicht viel Hoffnung machte, entschieden wir in Carmel zu bleiben und nur bei gutem Wetter am nächsten Tag weiter Richtung Süden zu fahren.

Ihr dürft drei Mal raten wie das Wetter am nächsten Tag war :wacko:

.... Fortsetzung folgt!

Gruß

Sebastian

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Guest Volare

Erstmal nachträglich herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. Ihr seid ein süsses Paar. :sekt:

Der Bericht ist schon mal super angelaufen und mir gefällt deine Schreibweise auch sehr gut. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt.

Eure Angst vor der Immigration wegen des Mädchennamens war übrigens völlig unbegründet. Es interessiert diese nicht wirklich, ob die Frau den Namen des Ehemannes angenommen hat oder nicht. Hauptsache der Pass ist gültig.

Grüzli.... :totlach: Lass das keinen Schweizer hören.. :D;)

Ok, kannst weiter machen... :)

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Nach einem kurzen Telefonat sind wir von einer sehr netten Mitarbeiterin von roadbearrv.com abgeholt worden.

An dieser Stelle muss ich ein großes Lob für diesen Vermieter einbauen. Der Service war fantastisch. Von den Mitarbeitern, die wir dort im Büro gesehen haben konnte nur einer kein Deutsch. Die anderen waren aus Deutschland oder der Schweiz. Das fand ich schon mal sehr sympatisch.

War der, der kein Deutsch konnte, klein mit langen Haaren und Bart? Dann war das mein ehemaliger Mitbewohner aus Los Angeles - er ist heuer Niederlassungsleiter bei Roadbear und kommt aus Belgien. Road Bear gehört übrigens einem Schweizer, daher rührt es, dass es so viele europäische Mitarbeiter gibt. Ähnlich ist es auch bei Moturis...

Gruß - Andreas

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Ja stimmt. Ich komme nicht mehr auf den Namen, aber er war definitiv aus Belgien und dort auch der Chef. So klein ist die Welt.

Gruß

Sebastian

P.S. heute Nachmittag gibt es Teil 4 :winki:

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Hallo,

liest sich total gut dein Bericht! Die Frauen und Männer Fotos find ich klasse, obwohl ich (natürlich) mit den Frauen-Fotos etwas mehr anfangen kann! Das Städtchen sieht wirklich süß aus!

Freu mich schon auf Teil 4!

:nummer1:

Annika

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Guest Mrs. ABC

Mir gefällt der Bericht auch schon sehr gut :thumbsup:

Und einen Womo-Bericht hatten wir auch noch nicht, oder?

Wäre auch eine Frage meinerseits wie Ihr Stellplätze geplant hattet (wenn denn)?

Und wie war es in den Städten mit dem "Ding" zu hantieren?

Mal eben ins Parkhausfahren war ja wohl nicht... :S

Ich finds jedenfalls SUPER spannend.... :girl:

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Das Städtchen sieht wirklich süß aus!

Das ist es auch wirklich. Diese Stadt sollte man sich nicht engehen lassen, ist auf jeden Fall einen Abstecher wert. Wer den Highway 1 von San Francisco Richtung Süden fährt um zu Beispiel nach L.A. zu fahren, fährt fast durch Carmel durch. Da sollte man unbedingt anhalten!
Und einen Womo-Bericht hatten wir auch noch nicht, oder?
Also ich meine schon welche gelesen zu haben. An einen kann ich mich erinnern, da war eine Gruppe mit drei WoMos von El Monte RV gleichzeitig unterwegs. Oder war das in einem anderen Amerika-Forum :pupillen:
Wäre auch eine Frage meinerseits wie Ihr Stellplätze geplant hattet (wenn denn)?
Wir hatten 9 WoMo-Nächte. Für 4 habe ich Campgrounds schon Monate vorher gebucht. Trotzdem habe ich es nicht geschafft einen CG im Yosemite zu bekommen. Wir mussten in Mariposa und Oakhurst schlafen. Das war doof! Für Yosemite zur Hauptreisezeit mind. 6 Monate vorher buchen!!! Klingt irre, ist aber so!

Die restlichen Nächte haben wir entweder einen RV-Park angefahren oder irgendwo am Straßenrand geschlafen. Wenn ich was empfehlen würde dann die RV-Parks. Kosten sind überschaubar (wir haben meist ca. 20-25$ bezahlt, hatten aber immer full hook-up) und die Parks gibt es übertrieben gesagt alle paar Meilen. In bestimmten Gebieten sieht man wirklich alle 30 Meilen die Werbeschilder. Wer dort einfach nur übernachten will ist dort genau richtig. Hier ist ne nette Seite dazu http://www.rvparkreviews.com/

Sollte man allerdings Wert auf W-LAN; Kabel-TV, Pool, Billiard, MiniGolf etc legen muss man einen privaten CG (meist www.koa.com) ansteuern. Kostet natürlich mehr Geld (im Schnitt 50$), ist aber für Kinder definitiv besser als der RV-Park.

Der Nachteil am RV-Park und auch am KOA ist, dass sie meist direkt am Highway liegen.(Krach haben wir deshalb trotzdem nicht gehört) Das hat man im staatlichen CG nicht. Die liegen herrlich abgelegen oft mitten im Wald, bieten dafür nur selten full hook-up und liegen so bei 25 $. Das sind unsere Erfahrungen gewesen. Vielleicht sieht es ja in anderen Gebieten ganz anders aus.

Ich werde beim nächsten Mal nur in beliebten Nationalparks vorbuchen und ansonsten steuere ich RV-Parks an. Zum Vorbuchen nutze ich http://www.reserveamerica.com/.

Und wie war es in den Städten mit dem "Ding" zu hantieren?

Mal eben ins Parkhausfahren war ja wohl nicht...

Wir sind einen Tag vor Abgabe mit dem "Ding" :winki: durch Downtown San Francisco gefahren. Das war total bekloppt. Das mache ich nie wieder. Ab Bush Street war Feierabend. Auf der 1st Street standen wir so lange, dass ich, hätte ich ein Fernglas gehabt, die Stahlnieten der Bay Bridge hätte zählen können. Das war unglaublich. Ich werde auf das Ganze aber noch an entsprechender Stelle in meinem RB zurückkommen :winki:

Trotzdem finde ich, dass es auch mit einem 28f (8,5m) WoMo geht in der Großstadt zu fahren. Mich hat nur der Verkehr irre gemacht. Das Fahren selbst war kein Problem. Dachte am Anfang, dass es schwierig ist nach hinten keine Sicht zu haben. Durch die großen Rückspiegel und mit ein bisschen mehr vorrausschauendem Fahren ist es aber tatsächlich mit einem Pkw vergleichbar, macht nur viel mehr FUN! :nummer1: Ein Parkhaus wirst Du mit dem Fahrzeug aber wahrscheinlich nicht finden, wobei so wie ich die Amis kennengelernt habe, gibt es das bestimmt auch irgendwo. :D

Hab jetzt hier ein bisschen zu lange gebraucht, so dass ich es heute nicht mehr schaffen werden Teil 4 zu schreiben. Ich fahre jetzt gleich nach HH und morgen weiter nach Warnemünde an die Küste. Dort sollte es W-LAN in jedem Zimmer geben, so dass ich wahrscheinlich morgen Nachmittag/Abend weiterschreiben kann. Falls ich dort nicht online komme wird es erst der Sonntagabend werden.

Bis denne erstmal. Vielen Dank für Eure positive Rückmeldung. Macht riesig Spaß das zu lesen :thumbup:

Gruß

Sebastian

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Hallo Sebastian,

Dein Bericht liest sich supergut!

Ich trau mich kaum mit meinem ersten Reisebericht anzufangen. :pflaster: Da ich erst mal von unserem ersten USA-Urlaub (2006) schreiben möchte, habe ich auch leider nicht mehr so viele Details wie Du im Kopf.

Dann bin ich mal gespannt, wie Eure Reise weiter verlaufen ist. Also bitte weitermachen!!!!!!! ;)

Viele Grüße aus dem Ruhrpott

Frank / enterprise66

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Tag 4 -25.06.2009- verschlafene Städtchen und unendliche Weiten

Nachdem wir aufwachten sahen wir, dass wir nicht mehr allein auf dem Parkplatz standen. Zwei weitere WoMos, die am Abend noch nicht da waren standen neben uns. Ein Pickup mit Camperaufbau und ein großer WoMo-Bus (Class A). Größer könnten die Unterschiede nicht sein.

Mit knurrendem Magen und verschlafenen Augen sind wir noch schnell in den Safeway rein, weil wir am Vortag das Backpapier vergessen hatten.

Beim Anmachen des Gasofen musste ích dann feststellen, dass das nicht so einfach war. Es wollte einfach nicht funktionieren und endete dann in einer Szene, die zum Glück niemand fotografiert hat. :winki: Ich lag komplett auf dem Boden um in das schwarze Loch gucken zu können und den Anzünder dort reinzuhalten, während meine Frau den Knopf drehte. Wenn das einer gesehen hätte....tssss....

Trotz Teamwork haben wir fast jeden Morgen mehrere Anläufe gebraucht.

Während wir so den Tisch decken und ein bisschen quatschen merken wir, dass es komisch riecht. Das kann ja nur aus dem Ofen kommen. Die Klappe aufgemacht und :verwirrt: ich stand im Rauch. Es kamen Unmengen Rauch aus dem Ofen. Nachdem ich das Feuer ausgemacht habe und mein Puls grad wieder runter ging, hörten wir ein piepen das bis ins Mark ging.....der Rauchmelder war angegangen :eeeek: Melder von der Decke geholt, Batterien rausgewurschtelt und durchatmen.

Was war denn hier los? Ganz einfach. Das Backpapier war kein Backpapier, sondern irgend so ein komisches Papier, dass aussieht wie Backpapier jedoch aufgrund einer Wachsschicht nicht in den Ofen darf, sondern nur für die Mikrowelle da ist. Also nochmal in den Safeway, Backpapier geschnappt und an einer anderen Kasse angestellt :winki:.

Nach dem Früstück sind wir dann endlich losgefahren. Der Blick zum Himmel war nicht so toll. Die Sonne war nicht zu sehen und wir entschieden Big Sur sausen zu lassen und gleich Richtung Nord-Osten zu fahren. Die Entscheidung ist vor allem mir sehr schwer gefallen. Ich wollte unbedingt an den Pfeiffer Beach. Wir nahmen uns ganz fest vor, dass wir das irgendwann nachholen werden.

So fuhren wir also zunächst den hwy 1 wieder Richtung Norden und dann über den hwy 156 nach Nord-Osten. Vor uns lagen 250km.

Wir fuhren durch verschiedene Landschaften und unterschiedliche Klimazonen, jedenfalls kam es einem so vor. An der Küste Nebel und 10 Grad, 200km weiter im Innland gefühlte 35 Grad und Sonne 8) . Das war echt unglaublich. Je weiter wir uns von der Küste entfernten, umso schöner wurde das Wetter.

Auf unserer Strecke fuhren wir teilweise über unendlich lange Straßen und kamen durch tolle Kleinstädte. In Hollister zum Beispiel haben wir unser WoMo abgestellt und sind ein bisschen durch den Ortskern spaziert. Man hatte das Gefühl im echten Amerika zu sein. Hier gab es keine WoMos mit Werbung der großen Vermieter sondern fast nur "Einheimische". Das war ein tolles Erlebnis, nicht zuletzt weil die Sonne endlich da war.

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ovi4ejks.jpg cool :thumbsup:

Danach ging es weiter on the Road. Ich habe den Tempomat angemacht und bin schön slowly über die Highways gecruised. Kein Stress, keine Hektik, einfach nur toll.

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Bei einer Pause am San Luis Reservoir, einem Stausee, haben wir zum ersten Mal gemerkt, dass es mittlerweile richtig warm war.

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Noch wärmer war es allerdings wenige Meilen vor Mariposa. Der Wagen hatte kein Thermometer, aber ich schätze, dass es 35 Grad waren.

An einer kleinen Farm haben wir kurz für ein paar Fotos gehalten und ich habe mich von Andreas inspirieren lassen. :winki:

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Während wir weiterfahren hören wir im Radio, dass Michael Jackson gestorben ist. Wir können kaum glauben, was wir da hören. Fortan spielte jeder Radiosender seine Hits hoch und runter.

In Mariposa, eine knappe WoMo-Stunde vom Westeingang des Yosemite NP suchen wir uns einen Campground. An der Touristinfo hängen Flyer eines CG, der ganz in der Nähe liegt und vielversprechend wirkt.

Dort angekommen, stellen wir fest, dass das Büro geschlossen ist, jedoch die Möglichkeit des self check-in besteht. Einfach einen Zettel ausgefüllt und 25 $ in einen Umschlag gepackt und das war´s. Sowas würde in Deutschland nicht gehen.

Wir suchen uns einen full hook-up Stellplatz und stellen uns direkt neben ein anderes WoMo. Bei einem Spaziergang merken wir, dass niemand sonst da ist. Der CG war leer. :wtf: Es gab eine Bühne, große überdachte Grillplätze, sogar Tiergehge, aber alles leer, niemand war da!

Aus dem WoMo neben uns kam schon als wir einparkten ein alter Mann mit langen, fettigen Haaren und einem alten dreckigen Base-Cap, der angab dort zu arbeiten. Der Typ sah aus wie Filch, der Hausmeister bei Harry Potter, einfach ekelig.

Wo waren wir denn hier gelandet???????? ;(

Bevor wir das WoMo übernahmen machte ich mir Sorgen über die Nächte auf Parkplätzen und dachte auf CGs kann ja nichts passieren. Jetzt sehnte ich mich nach dem Safeway Parkplatz zurück.

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Zum ersten Mal musste ich die ganzen Schläuche und Kabel anschließen. Das war total easy und ging ganz schnell.

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Gegen Abend kamen dann ein deutsches Päarchen und eine amerikansiche Famile an, die in unsere Nähe Zelte aufschlugen. Ab da waren wir dann nicht mehr allein.

Wir gingen früh ins Bett.

Zwar sind wir an diesem Tag nicht viel gelaufen, aber waren trotzdem irgendwie total müde. Am nächsten Morgen hatten wir uns sowieso vorgenommen früh auszustehen um möglichst schnell im Yosemite NP zu sein.

....Fortsetzung folgt!

Gruß Sebastian

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Von Microwellen Papier habe ich ja noch nie etwas gehört. Und ich packe ja bekanntlich alles in die Micro. :whistling:

Aber es ist immer wieder schön in Reiseberichten solche Geschichten zu lesen und auch neues zu lernen .

Na auf große Autos scheinst Du ja zu stehen. Fällt aber fast gar nicht auf

Ich bis dato auch nicht 8|

Also das nächste WoMo wird eine Nummer kleiner, reicht auch völlig aus.

Jetzt werde ich mich mal an Tag 5 versuchen.

Gruß

Sebastian

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Guest Volare
Von Microwellen Papier habe ich ja noch nie etwas gehört. Und ich packe ja bekanntlich alles in die Micro. :whistling:

Aber es ist immer wieder schön in Reiseberichten solche Geschichten zu lesen und auch neues zu lernen .

Na auf große Autos scheinst Du ja zu stehen. Fällt aber fast gar nicht auf

Ich bis dato auch nicht 8|

Also das nächste WoMo wird eine Nummer kleiner, reicht auch völlig aus.

Jetzt werde ich mich mal an Tag 5 versuchen.

Gruß

Sebastian

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Guest Volare
Von Microwellen Papier habe ich ja noch nie etwas gehört. Und ich packe ja bekanntlich alles in die Micro. :whistling:

Aber es ist immer wieder schön in Reiseberichten solche Geschichten zu lesen und auch neues zu lernen .

Na auf große Autos scheinst Du ja zu stehen. Fällt aber fast gar nicht auf

Ich bis dato auch nicht 8|

Also das nächste WoMo wird eine Nummer kleiner, reicht auch völlig aus.

Jetzt werde ich mich mal an Tag 5 versuchen.

Gruß

Sebastian

Tolles Wohnmobil! :sdafuer:

Das Mikrowellenpapier ist ganz normales Wachspapier. Gabs doch schon bei der Oma (nur die hatte keine Mikrowelle.. :D )

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Tag 5 -26.06.- "No problem at all. You ´re young, have fun!"

Ganz früh das Frauchen wach gemacht, gefrühstückt und um 8 Uhr ab in den

Yosemite NP!!!

Die Fahrt bis zum Eingang dauerte ungefähr eine Stunde und war von der Natur

her absolut sehenswert. Wieder zeigte Kalifornien ein ganz anderes Gesicht.

Während wir am Vortag durch verdorrte platte Landschaften fuhren, kamen wir

jetzt in die Sierra Nevada mit grünen Wäldern und atemberaubenden

Aussichten. Schon die Fahrt in den Park war klasse.

ndrbxqrt.jpg

27aaghn6.jpg

Kurz vor dem Eingang in den Park musste ich die Scheibe putzen, weil da schon

sehr viele tote Fliegen hingen. Das sah auf den Fotos, die meine Frau während

der Fahrt machen musste ...ähhh...wollte nicht mehr so toll aus. :winki:

7qvzrhlw.jpg

Gibt es einen schöneren Ort um ein Auto zu waschen?

Im Park, genauer gesagt um Yosemite Valley, angekommen, parkten wir auf einem

RV Parkplatz und gingen los. Wir brachen morgens zwar sehr früh auf, waren

trotzdem nicht wirklich die ersten.

4i59xir4.jpg

Bei so vielen WoMos kann man schon mal die Orientierung verlieren.

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Welches war nochmal unseres?

Mit einem Rucksack voll Kekse und jede Menge Wasser (insgesamt 8 kleine

Flaschen ;( ) gingen dann meine Frau und ihr Wasserträger los. :verwirrt:

Wir gingen über herrliche Wiesen und waren beeindruckt von diesem Fleckchen

Erde.

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Bereits bei den Vorbereitungen in Deutschland hatte ich entschieden, dass

wir den Four Mile Trail wandern werden. Ich hatte mich auf einer richtig

tollen Internetseite über die Wanderwege im Yosemite NP informiert. www.yosemitehikes.com

Um sicher zu gehen, dass der Wanderweg machbar ist gingen wir ins Visitor Center und fragten einen Ranger.

Er antwortete nur: "No problem at all. You ´re young, have fun!"

So machten wir uns also auf dem Weg. Wir passierten das Schild und ab diesem Moment ging es nur noch bergauf.

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Ziel war der Glacier Point, ein fantastischer Aussichtspunkt. Ich wusste,

dass man dort auch hochfahren kann. Es gibt sogar ein Shuttle, dass vom Valley

aus hochfährt, aber ich dachte ein bisschen wandern macht viel mehr Spaß als

Bus fahren.

Zu Beginn des Wanderweges waren wir schon überrascht wie steil das doch war,

aber noch frohen Mutes.

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Nach ca. einer Stunde bekam meine Frau ihre ersten Blasen am Fuß. Es sollten

nicht die letzten gewesen sein. Insgesamt haben wir vier

"Blasen-Behandlungs-Pausen" gemacht. Zum Glück hatten wir viele

Pflaster dabei. Ich habe die Pausen genutzt um Fotos zu machen.

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Mittlerweile waren wir so hoch, dass ein Blick nach unten immer wieder Staunen

auslöste. Das sollen wir gelaufen sein?

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Irgendwann, wir waren schon richtig fertig, kam ein deutsches Päarchen von oben

und wir fragten wie weit es denn noch wäre. Sie sagten, dass sie vor ca. einer

Stunde von oben losgelaufen wären. :eeeek: Ohh man waren wir fertig. :hechel: Schon total k.o. und

noch so weit vom Ziel entfernt? Wir dachten, wir wären fast oben. Meine Frau hatte kaum noch Motivation und

wollte am liebsten umkehren. Letzendlich konnte ich sie doch überreden

weiterzugehen. Es hatte sich gelohnt, denn auf unserem Weg nach oben konnten wir großartige Fotos machen.

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Das ist doch auch mal eine "tunnel-view" oder? :winki:

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Nach insgesamt drei Stunden kamen wir total erschöpft aber mächtig stolz oben an.

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Das war ein großartiges Gefühl. Mit schnellen Schritten ging es zur Aussichtsplattform.

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Der Blick nach unten war unglaublich. Von den Wiesen dort unten waren wir vor drei Stunden losgelaufen. Wahnsinn!!!!

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Die fantastische Aussicht entschädigte für alle Leiden.

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.....und mein Frauchen konnte auch wieder lachen :D Jetzt war sie doch froh, dass ich sie überredet hatte weiterzugehen.

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Ein ekelhaftes Sandwich für viel zu viel Geld und Unmengen Squirrel-Fotos später machten wir uns an den Abstieg.

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Der Weg nach unten dauerte lediglich eine Stunde weniger und war auch nicht so leicht. Das ging ganz ordentlich in die Waden.

Am Parkplatz angekommen waren wir ziemlich müde und total dreckig durch den Staub, der beim Laufen aufgewirbelt wurde. Wir haben erstmal beide geduscht und sind dann aus dem Valley raus, über den Südeingang nach Oakhurst und haben dort auf einem KOA die Nacht verbracht. Leider hatte ich keinen Stellplatz mehr im Valley bekommen, so dass wir raus fahren mussten.

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Dieser Tag war bislang von der Natur her der schönste. Wir haben eine großartige Landschaft beim richtig tollem Wetter erleben dürfen.

Ich kann jedem raten, der den Yosemite NP besucht sich Zeit zu nehmen. Allein im Valley kann man problemlos einen kompletten tollen Tag erleben. Wer in Zukunft dorthin fahren möchte, sollte am besten wenn möglich auch gleich noch einen zweiten Tag einplanen, den nur mit zwei Tagen kann man neben dem Valley auch das zweite große Highlight im Park erleben, den Mariposa Grove of Giant Sequoias (Wald voller Mammutbäume).

Dies stand auf unserem Zettel mit der Überschrift "Tag 6".

.... Fortsetzung folgt!

Gruß

Sebastian

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Tag 6 -27.06.- "Now you ´ll see the biggest plants on the planet."

Nach dem Aufstehen frühstückten wir ganz gemütlich, da wir laut Planung einen recht entspannten Tag vor uns hatten. Zunächst standen Mammutbäume auf dem Programm. Anschließend wollten wir bis Lee Vining fahren und dort übernachten.

So fuhren wir also los und standen vor dem Südeingang erstmal prompt 30min im Stau. Der 27.06. war ein Samstag und das hat man deutlich gemerkt. Nachdem wir am Eingang waren, fragte ich den Ranger, ob wir bis zum Grove fahren dürften. Er sagte, dass unser WoMo zu lang wäre und wir bis Wawona fahren müssten.

Gesagt, getan.

Von Wawona fuhr dann ein Shuttle-Bus alle 30min zum Mariposa Grove.

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Der Busfahrer erzählte uns schon während der Fahrt ein paar interessante Fakten zum Yosemite allgemein und speziell zum Mariposa Grove. Kurz bevor wir ankamen endete er mit den Worten: "Now you ´ll see the biggest plants on the planet."

Ich weiß nicht, ob das wirklich die größten Bäume sind. Wir haben später die Redwoods an der Küste gesehen und die waren schon noch größer, aber eben viel schmaler. Wer weiß wie die das rechnen. Nach Masse/Gewicht? Nach Größe? Eigentlich egal, denn Fakt ist, dass das echte Riesen sind, die man so sicher nicht an vielen Stellen der Erde findet.

Gleich zu Beginn des Grove konnten wir sehen was der Busfahrer meinte und staunten nicht schlecht.

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Dieser Baum stand etwas weiter vom Parkplatz entfernt und gehörte nicht zum eigentlichen Grove. Keiner ging dort hin, nur wir. Schade eigentlich, denn dieses Exemplar sollte man sich ansehen. Durch die freiliegende Wurzel sah der Kamerad noch größer aus als alle anderen. Leider wirkt das auf den Fotos nicht richtig. Ihr müsst wohl selbst hinfahren :winki:

Nachdem wir ein paar Minuten vor diesem Baum standen gingen wir dann dahin wo alle anderen auch hingingen zum Eingang des Grove. Eine freundliche Rangerin empfahl uns zum Upper Grove zu gehen. Dieser wäre heute total schön.

Wir hatten seit dem gestrigen Tag erstmal genug vom Wandern und beschlossen uns mit dem Lower Grove zufrieden zu geben.

Der Weg war so angelegt, dass man automatisch an allen Höhepunkten vorbei kommt.

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Als wir am Ende des Lower Grove ankamen entschieden wir uns zum Glück doch noch den Upper Grove mitzunehmen.

Die Strecke war nicht wesentlich weiter. Wir waren bis dahin ca. 2 km gelaufen und hatten anhand der Hinweisschilder nochmal 2 km vor uns. Die Strecke zum Upper Grove ist schon etwas steiler als der Lower Grove aber keinesfalls mit dem Four-Mile-Trail vom Vortag zu vergleichen. Die Landschaft bis oben war auch nicht wirklich reizend weil dort zu dem Zeitpunkt als wir da waren viel verbrannt wurde und es teilweise sehr karg aussah. Hierzu muss man wissen, dass überall im Yosemite und sicher auch anderswo bewusst Brände (maneged fire) gelegt werden um zum einen der Waldbrandgefahr vorzubeugen und zum anderen die Enwickung der Giant Sequioas zu fördern.

Am Upper Grove angekommen sah es dann wieder ganz anders aus. Hier vermischten sich die Giants vielmehr mit "normalen" Bäumen als weiter unten, was das Ganze noch beeindruckender machte. Ein kleines aber nett gemachtes Museeum wirkte wie ein Puppenhäuschen neben diesen Bäumen.

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Als wir wieder unten ankamen hatten wir insgesamt vier Stunden im Mariposa Grove verbracht. Die Zeit verging wie im Flug. Wir mussten nur kurz warten bis das Shuttle kam.

Wie wir in der Schlange neben dem Bus stehen gucke ich auf einen der Reifen und sehe, dass die Reifendecke auf ca. 20cm aufegrissen war. 8| Ich konnte sozusagen in den Reifen gucken. Warum sollte der Reifen ausgerechnet jetzt platzen, wenn wir grad mit dem Bus unterwegs sind. Sowas passiert doch immer anderen, oder? :pupillen:

Schon beim Einsteigen dachte ich, dass der Busfahrer irgendwie fertig aussieht, aber habe mir noch nichts dabei gedacht und wir fuhren los.

Der Busfahrer war ein älter Herr (ca. 70 Jahre ) mit Cowboyhut und rasanter Fahrweise. Da der Bus voll war mussten meine Frau und ich ganz vorn stehen, so dass ich immer auf den Fahrer und auf die Straße gucken konnte. Der Fahrer donnerte die Straßen entlang, dass mir ganz anders wurde. :blerg:

Er fuhr durch die Kurven nach dem Motto: Wozu bremsen, einfach lenken? Als ob das alles nicht schlimm genug ist (sehr alter Fahrer, kaputter Reifen, viele Kurven) muss ich jetzt auch noch beobachten, dass der Fahrer den Mund leicht öffnet und irre zu schwitzen anfängt. :eeeek:

Ich habe wirklich überlegt was ich jetzt machen würde, wenn der zusammenbricht. Die restlichen 10 Minuten ist der mit offenem Mund gefahren und mir war ganz schlecht. Wer schon mal im Yosemite war, wieß wie die Straßen dort sind. Es gibt viele Kurven und ´ne ganze Menge weitere Kurven :winki: Hinter den Kurven ist aber nicht wie in Deutschland eine schöne Leitplanke, nein, da ist Abgrund! An manchen Stellen ist es so tief, dass wenn man aus der Kurve fliegt das die letzte war. Man muss dort schon sehr aufpassen, weil es echt teilweise megasteil und nicht ungefährlich ist. Ich mag mir gar nicht vorstellen dort bei Glatteis zu fahren.

Die Geschichte ging gut aus. Wir kamen erleichtert in Wawona an und konnten kaum glauben, was wir grad erlebt hatten. Ich hoffe der gute Mann genießt mittlerweile seine Rente und bügelt nicht immernoch arme Touris die Straßen hoch und runter.

Nachdem wir wiedermal noch auf dem Parkplatz geduscht haben, fuhren wir dann über den Tioga Pass aus dem Yosemite NP raus.

Die Tioga Road war großartig. Die Landschaft bietet satte Wiesen, karge Steinlandschaften und dichte Wälder. Am Olmstead Point haben wir nochmal eine kurze Fotopause gemacht. Leider war es schon sehr spät und die Sonne ging langsam unter. Am Ausgang des Parks war es dann fast ganz dunkel.

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q2egby2j.jpg Tuolumne Meadows

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Nach dem Ausgang ging es rasant bergab. Innerhalb von 10 Meilen überwanden wir dann ca. 1000 Höhenmeter und kamen mittlerweile bei totaler Fisnternis in Lee Vining am Mono Lake an.

Wir suchten uns dort ein nettes Plätzchen und parkten in einer kleinen Seitenstraße ab.

Wieder ist ein Tag vergangen, der für immer in unseren Erinnerungen bleiben wird. Wir hatten großartiges erlebt. Die Strecke war erneut länger als ich dachte. Die Fahrt vom Mariposa Grove bis Lee Vining dauerte nicht wie ich dachte zwei, sonder ganze vier Stunden, aber wir hatten es ja geschafft.

Am nächsten Tag standen der Mono Lake und die Geisterstadt Bodie auf dem Plan. Danch sollte es weiter zum Lake Tahoe gehen worauf sich meine Frau ganz besonders freute, weil sie dort beruflich schon mehrfach war und die Region nur zur Winterzeit kannte.

..... Fortsetzung folgt!

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Hallo Sebastian!

Habe gerade deinen Reisebericht entdeckt und verschlungen!

Dein Schreibstil gefällt mir sehr :thumbsup: und deine Fotos sind herrlich!

Da habt ihr beiden ja ein ganz schön riesiges Heim durch Amerika gekurvt ;( ! Ist deine Frau damit auch mal gefahren ?( ?

Da wir zu viert ja ein noch größeres gebraucht hätten, haben wir uns dann doch lieber für die Van/Hotelvariante entschieden!

Eure Wanderung "Four-Mile-Trail" ist ja interessant. Durch einen Waldbrand ist uns ja leider ein Tag im Yosemite durch die Lappen gegangen. Wenn wir gewusst hätten, wie schön auch dieser Park ist und wieviele tolle Trails es dort gibt, hätten wir sicherlich mehr Zeit für ihn eingeplant! Mariposa Grove hat unseren Kindern ganz besonders gefallen! Aber eure "Busralley" ist ja echt der Hammer :threeeyes::verwirrt: , da fragt man sich doch, ob bei manchen Leuten der Begriff "Verantwortungsbewusstsein" im Sprachgebrauch nicht existiert!

Freue mich schon auf die Fortsetzung

LG Ulli

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