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Iceman

The Millennium Tour 1999

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Hallo Ulli!

Nach eurem Urlaub werde ich wohl fertig sein mit meinem Bericht. Ganz so viele Tage sind es ja nicht mehr bis zum Ende. Er wird auf jedenfall jetzt noch fertig geschrieben das ist sicher.

Auch wenn es vielleicht zu spät kommt aber ich wünsche euch einen angenehmen Urlaub! Kommt gut erholt zurück!!

Gruß

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Hallo Susanne!

Wenn ihr das erste Mal nach Las Vegas kommt dann solltet ihr etwas vernünftiger an die Sache ran gehen als wir es damals gemacht haben. Daher besser feste Etappen planen die man sich täglich ansehen möchte und auch mal Pausen einplanen irgendwo. Ohne Plan direkt drauflos zu laufen kann eben zu solchen Nebenerscheinungen führen.

Tja Restauranttips in einer Stadt wie Las Vegas abzugeben ist bei dem Angebot mehr als schwer. Ich nutze - wie gesagt - gerne die Buffetrestaurants der einzelnen Casinos. Das schöne ist man kann zu jeder Mahlzeit in einem anderen Buffet sitzen und es ausprobieren. Man hat also keinen Zwang nur das Buffet nutzen zu dürfen das zum eigenen Hotel gehört. Das macht die Sache entsprechend abwechselungsreicher. Daher würde ich das Frühstück grundsätzlich so machen wenn ich in Vegas wäre.

Mein persönlicher Favorit in Sachen Buffetrestaurant ist neben dem "Le Village" Buffet im Paris noch das Buffet im Hilton Hotel. Der Vorteil der Hilton Buffet ist das es nur wenige Leute kennen bzw. Lust haben sich in den Wagen zu setzen und hin zu fahren. Ensprechend leer geht es dort am Abend bzw. Morgens zu. Man hat selten Tischnachbarn und es gibt keine Schlangen am Buffet wo man sich anstellen muss. Also richtig angenehm! Das Personal ist aufmerksam und räumt die Sachen immer dann ab wenn man gerade am Buffet ist. Auch die Getränke werden in der Zwischenzeit wieder aufgefüllt. Das passiert alles wie von Geisterhand. Und preislich spielt man deutlich unterhalb der $20 Marke was die Kosten für ein Diner angeht. Daher ist das mein persönlicher Geheimtip (Ok jetzt wohl nicht mehr ;) ).

Aber gerade der preisliche Aspekt lässt die guten Restaurants in den Hotels näher ins Blickfeld rücken. Für $26 Eintritt in ein Buffet pro Person kann man sich meistens auch schon ein normales Essen in einem dieser Restaurants leisten. Dazu würden zwar noch die Kosten für Getränke kommen aber das sollte jetzt nicht so dramatisch viel sein. Daher würde ich beim nächsten Vegas Besuch ehr in Richtung Restaurant gehen anstatt ein Buffet zu nehmen. Man sollte sich also nicht zu sehr von den Buffetrestaurants blenden lassen sondern vielleicht auch mal ein gutes Steakhouse in einem der Striphotels ausprobieren.

Tja die Krise und Las Vegas. Leider halten sich sehr viele Leute die dort waren in diesem Jahr bedeckt wie es aussieht. Aber anhand der ganzen Rabattaktionen die von Seiten der Casinos gefahren werden momentan scheint jeder neue Tag ein verlustreicher Tag zu werden. Sehr viele Amerikaner müssen sehen das sie ihre privaten Finanzen in den Griff bekommen und können nur hoffen das ihr Haus nicht weggepfändet wird. Da bleibt einfach kein Dollar übrig um ihn am Spieltisch auszugeben. Daher sind dunkle Gewitterwolken über Las Vegas aufgezogen und wollen aktuell nicht so recht abziehen. Und Regen und Vegas sind bekanntlich zwei Dinge die nicht zueinander passen. ;)

Als europäischer Urlaub aus der Eurozone kann man sich jedenfalls mal eine ordentliche Suite gönnen für kleines Geld. Bei einem Dollar/Eurokurs von 1,41 € bekommt man solche Dinge jedenfalls sehr günstig.

Gruß

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Guest Volare

Hallo Susanne

Silberhochzeit ist eine ganz besondere Gelegenheit. Wenn ihr es auch besonders romantisch feiern wollt, dann kann ich das "Top of the World" Restaurant auf dem Stratosphere Tower empfehlen. Es ist eins dieser Drehrestaurants mit einem atemberaubenden Blick über die ganze Stadt. Im Vergleich zum gleichnamigen eher zweitklassigen Hotel ist dieses Restaurant top und hat schon einige Preise eingeheimst.

http://www.topoftheworldlv.com/stratosphere_top_of_the_world_restaurant.asp

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Und es ist wieder Zeit für die tägliche Fortsetzung:

Die nächsten 30 Meilen bis Indian Springs waren dann wieder von Einsamkeit geprägt. Das einzigste was man zwischendurch sah waren kleinere Industrieanlagen die Mineralien aus der Erde förderten. Indian Springs selbst ist eigentlich auch kein richtiger Ort. Vielmehr liegt auf der einen Seite der Straße die Nellis Airforce Base und auf der anderen Straßenseite die Unterkünfte der Soldaten. Der Highway führte zwischen beiden genau mittig hindurch. Dies war erneut die einzigste Ansiedlung die es in der Gegend gab. Zumindest waren die Soldaten binnen einer Stunde in Las Vegas wenn es mal zu langweilig werden sollte.

Militärbasis in Indian Springs:

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Nach Indian Springs erwartete uns bis Beatty erneut eine absolut leere Landschaft. Mit jedem Meter weiter in Richtung Death Valley knallte die Sonne intensiver auf unseren Wagen. Die Klimaanlage hatte so ihre Mühe die Temperaturen auf ein angenehmes Level zu halten. Zum Glück hatten wir noch schnell einen Beutel Eis für unsere Getränkebox gekauft an der Tankstelle. Die Außenanzeige des Thermometers zeigte bereits erfrischende 32 °C draußen an. Und wir waren noch nicht im Park!

Bis Beatty waren es 72 Meilen von Indian Springs aus. Dort angekommen wurden wir beim öffnen der Fahrzeugtüren von heißer Wüstenluft empfangen. An einer Tankstelle im Ort tankten wir unseren Ford nochmals randvoll um auf jeden Fall nicht wegen Spritmangels liegen zu bleiben. In der Tankstelle gab es obendrein noch 4 Gallonen Wasser für die Fahrt ins Death Valley. Da wir den Nationalpark eigentlich nur durchfuhren war das zwar übertrieben aber es reichte eine Panne mit dem Wagen und hätten wir keine Klimaanlage mehr und waren auf die Flüssigkeit angewiesen. Oder der Wagen brauchte Kühlwasser im Nationalpark aufgrund eines Lecks etc. Selbst wenn von den 4 Gallonen am Ende der Reise 3 nicht gebraucht wurden hatten wir uns vorbereitet nach den Angaben von Martin. Und das war entscheidend.

Beatty und Tankstelle:

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An der Tankstelle waren zwei sehr merkwürdige Gestalten. Die beiden schlichen um unseren Wagen und schauten ihn sich sehr genau an. Welchen Hintergedanken sie dabei hatten weiß ich bis heute nicht. Irgendwie schienen die Leute alle ein wenig komisch in Beatty. Muss an der täglichen Hitze liegen die vom nahen Death Valley rüber kommt. Nachdem wir die Tankstelle verlassen hatten stiegen die beiden ebenfalls in ihr Fahrzeug und folgten uns. Sollte das etwa ein leicht zu durchschauender Überfall werden mitten im Nirgendwo? Auch nachdem wir den Ort verlassen hatten blieben die beiden hinter uns.

Irgendwann wurde es uns zu blöd und wir bogen am zum Großflughafen des Death Valley. Die beiden hatten wohl endlich gemerkt das es uns nicht entgangen war wie sie uns beobachteten und fuhren weiter in Richtung Parkeingang. Kurz auf der Straße gedreht und schon ging es weiter zum Park. Sehr merkwürdig!

Wir fuhren über den Highway 374 hinein in den Park und wurden sogleich vom Holzschild des Parks begrüßt. Das damalige Schild sah allerdings gegenüber dem heutigen sehr einfach aus. Auch gab es keinen Bürgersteig oder eine Haltebucht sondern das Ding stand auf einem gemauerten Podest. Wenn man nicht genau hingesehen hat war man daran vorbei gefahren ohne es zu sehen. Das heutige Willkommensschild kann man praktisch nicht mehr übersehen so groß wie es ist. Nun waren wir also offiziell im Park!

Altes Begrüßungsschild am Parkeingang:

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Die Straße war hier leicht abschüssig und gab einen tollen Blick auf das Tal frei. Hier hätte man prima ein Beschleunigungsrennen veranstalten können so gerade wie die Straße war! Entsprechend hielt sich natürlich niemand an die Geschwindigkeiten die erlaubt waren. Jeder fuhr so schnell wie er meinte fahren zu müssen. Und wir dachten die Polizei verhängt hier dermaßen hohe Strafen das niemand auch nur auf die Idee einer Geschwindigkeitsüberschreitung kommen würde. Hatten wir wohl falsch gedacht.

Lange gerade Straße im Death Valley:

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Am Ende dieses langen geraden Stück und einigen Kurven waren wir wieder zurück in Kalifornien. Damit ging auch unser Ausflug nach Nevada zu Ende während unserer Reise. In der verbleibenden Zeit würden wir nur noch in Kalifornien bleiben bis zum Tag des Abflugs. An der ersten Straßenkreuzung gabelte sich die Straße und man hatte eine Möglichkeit zum anhalten geschaffen. Auch wir waren neugierig wie sich mittlerweile 36 °C Außentemperatur anfühlen. Nach dem öffnen der Fahrzeugtüren drang eine extreme Hitze in der Fahrzeug ein. Es war unglaublich heiß und jeder der hier eine Pause einlegte bewegte sich automatisch sehr langsam. Die Belastung des Körpers war sehr groß und entsprechend war man nach wenigen Metern froh sich entweder ausruhen zu können. Die meisten Leute verließen ihre Fahrzeuge nur mit einer Flasche Wasser in der Hand aus der regelmäßig getrunken wurde.

Hier am Aussichtspunkt „Hells Gate“ stand auch eine übergroße Tonne samt einem Deckel darauf. Im Inneren befand sich ebenfalls Wasser welches für Fahrzeuge bestimmt war die Kühlprobleme hatten. Statt dieses Wasser aber für entsprechende Notfälle bereit zu halten meinte ein Amerikaner damit mal eben seine Fahrzeugscheibe säubern zu müssen um bessere Bilder zu schießen vom Park. Davon hat der Fahrzeugführer der mit seinem Wagen eine Kühlproblem hat aber nichts. Unverständlich so etwas.

Raststelle "Hells Gate" samt Aussicht:

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Nach 5 Minuten verzogen wir uns wieder in den Wagen. Hier länger zu stehen bei praller Hitze war einfach nur unangenehm. Martin hatte uns vorher als Tip mit auf den Weg gegeben bei der Einfahrt ins Tal immer mal wieder die Anzeigen zu kontrollieren und auch mal die Klimaanlage ausgeschaltet zu lassen für eine gewisse Zeit da sie den Motor weiter belasten würde. Da die Anzeige unseres Fords normale Werte anzeigte entschieden wir uns erstmal weiter mit eingeschalteter Klimaanlage zu fahren. Wenn sie doch irgendwann mal erhöhte Werte anzeigte konnte man immer noch reagieren.

Weiter ging unsere Fahrt durch den Mud Canyon in Richtung Stovepipe Wells Village. Auf den knapp 11 km gab es keine weiteren Sehenswürdigkeiten. Erneut war die Straße schnurrgerade und man konnte die Fahrzeuge zählen die auf der gesamten Strecke fuhren. Dazu der Blick ins tiefer gelegene Tal des Death Valley. Auf seine Weise sehr sehenswert und interessant.

Unsere Straße endete an einer T-Kreuzung und wir fuhren links ab um in Village zu kommen. Aufgrung eines leichten Windzuges der durch das Death Valley zog wirbelte Staub links neben uns auf. Daran konnte man erkennen wir trocken hier alles war. Vor allem muss es für die ersten Siedler sehr hart gewesen sein hier durch zu kommen. Zu Zeiten von Planwagen und Pferden wurde die Zahl der Leute die den goldenen Westen erreichten hier im Death Valley deutlich reduziert.

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An der Kreuzung um Highway 178/190 ging es rechts ab nach Stovepipe Wells. Inzwischen war die Mittagszeit schon wieder rum und es war früher Nachmittag. Und wie waren noch recht weit weg vom Tagesziel Lee Vinning! Martins Planung wies an dieser Stelle einen dicken Fehler auf. Spätestens jetzt war uns klar das wir keine Zeit hatten uns großartig was vom Death Valley anzusehen wenn wir halbwegs pünktlich in Lee Vinning ankommen wollten um ein Zimmer zu bekommen.

Die Straße schlängelte sich durch den Park und wir kamen am „Devils Cornfield“ und den „Mesquite Flat Sand Dunes“ vorbei die neben der Straße lagen. Im Village angekommen bestand dieses aus einigen Container Häusern samt Tankstelle, Hotel, Souvenierladen und Rangerstation. Wir stiegen nochmals aus und schauten und den Souvenierladen und die Touristeninformation an. Beides erwies sich als weniger Interessant als es von außen erst aussah. Auch viele andere haltende Besucher waren etwas enttäuscht von dem was geboten wurde. Eine kleine Cafeteria mit kalten Getränken wäre hier wohl eine Goldgrube gewesen.

Aussicht auf das Death Valley und Village:

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Nach guten 10 Minuten und einem erschreckendem Ergabnis nach einem Blick auf die Uhr ging es weiter in Richtung Parkausgang. Es war bereits kurz vor 15 Uhr und bis nach Lee Vinning noch gute 200 Meilen bzw. knapp über 4 Std. Fahrt! Die Ankunft um 19 Uhr war einfach viel zu spät in dem kleinen Ort.

Wir fuhren zügig weiter durch den Park und legten vorerst keine weiteren Pausen ein. Der Highway 190 führte direkt zum westlichen Ausgangs des Parks und von dort weiter in Richtung Norden. Wir folgten der Ausschilderung in Richtung Lone Pine die uns direkt auf den Highway 395 bringen sollte.

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir den Highway 395. Wir hatten immer noch ein ziemliches Stück zu fahren aber waren zumindest schon mal wieder aus dem Death Valley raus. Hinter Lone Pine gab es einen kleinen Parkplatz den wir für eine Zwangspause nutzen. Wir ärgerten uns über die an dieser Stelle schlecht ausgearbeitete Route. Theoretisch hätten wir für diese Strecke Vegas mitten in der Nacht verlassen müssen um ausreichend Zeit zur Besichtigung des Death Valley zu haben. Martin schrieb in seiner Ausführung das uns genug Zeit bliebe für einen ersten Besuch des Yosemite Nationalparks. Fragt sich nur woher die Zeit dafür kommen soll!

Nach 15 Minuten musste es weiter gehen. Das Tagesziel rief und wir waren noch immer 2,5 Std. davon entfernt.

So heute mal etwas kürzer wegen der Bilder! Morgen mehr!

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Hi,

ja, die Hitze, die einen empfängt, wenn man aus dem klimatisierten Auto steigt, kann ich mir gut vorstellen! Vergleiche es immer gerne mit dem Öffnen eines Backofens :eeeek: ! Aber muss man auch mal erlebt haben!

Schade, dass ihr so durchs Valley hetzen musstet. War wohl wirklich ein Fehler in der Route :dos: ... Passiert!

Freu mich schon auf den Yosemite!!

LG Annika

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Hallo Annika!

Also ich kann dir sagen das man ohen Klimaanlage nicht weit kommt im Death Valley. Man spürt förmlich wie dem eigenen Körper Flüssigkeit entzogen wird. Hinzu kommt das man sich automatisch sehr langsam bewegt und es ruhig angehen lässt. Der Körper stellt sich also vollständig um und man ist irgendwie nicht mehr so leistungsfähig.

Trotzdem sollte man sich das Death Valley einmal ansehen. Eine ganze Woche würde ich hier nicht verbringen wollen aber 1 bis maximal 2 Tage reichen um sich die Highlights anzusehen. Ganz so viele sind es ja nicht und solche Aktivitäten wie wandern kann man im Park ohnehin nicht. Die meiste Zeit wird man im Wagen sitzen denke ich.

Tja die Planung war an dieser Stelle sehr mies. Es gab auch keinen Hinweis das man vielleicht sehr früh morgens bereits los fahren sollte um alles zu schaffen. Entsprechend spät sind wir natürlich in Vegas los gefahren weil wir uns drauf verlassen haben. Hatte ja an den vorherigen Tagen auch immer gestimmt.

Ärgerlich war es damals jedenfalls schon und leider bin ich auch bis heute nicht nochmal ins Todestal gekommen. Auch so ein Punkt den ich abklappern muss irgendwann mal wieder.

Gruß

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Hi Alex,

und solche Aktivitäten wie wandern kann man im Park ohnehin nicht
wandern nicht unbedingt aber durch die Dünen "spazieren" oder Mosaic Canyon usw. geht im Winter ganz prima. Kann ich auch nur empfehlen, das DV mal in den Wintermonaten zu besuchen und wirklich ein paar Sachen zu Fuß zu machen, ist eine ganz andere Erfahrung und lohnt sich wirklich :thumbup:

Schade, dass ihr solch eine Mega-Tour an dem Tag hattet. Da lag ja noch einiges auf der Strecke, das einen Besuch wert gewesen wäre. Aber solche Dinge kann man auf einer ersten USA-Reise noch dazu mit Planung "von außen" wohl nicht vermeiden. Wir haben uns in unserem honeymoon auch auf Bekannte verlassen, die uns ein kleines Hotel am Lake Tahoe empfohlen haben, nun denn - nach 2 Nächten haben wir vorzeitig abgebrochen und sind in ein anderes Hotel umgezogen :whistling:

LG

Claudi

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Hallo Claudi!

In den Wintermonaten ist das sicherlich möglich. Was ich damit eigentlich sagen wollte ist das es keine nett angelegten und ausgeschilderten Wanderwege gibt wie im Zion oder eben Yosemite Nationalpark. Wer so etwas verstärkt sucht ist im falschen Park gelandet. Die meisten Dinge sieht man sich eben aus dem Auto an oder steigt an einigen wenigen Stellen aus um ein Foto zu machen. Es gibt auch zwei Straßen die als Rundkurs angelegt sind im Park.

In der Tat waren das für diese Region nur die absoluten Highlights und "Must see" Attraktionen. Zum Beispiel sind wir mehr oder weniger am Kings Canyon National Park und Sequoia National Park vorbei gefahren die auch interessant sind. Oder man hätte sich die Sierra Nevada ansehen können oder das Gold Country (Highway 49) usw. Aber das es war ja auch mehr oder weniger eine Tour für USA Anfänger bzw. eine Schnuppertour durch den Südwesten mit dessen Highlights.

Aber ich vertrete auch die Meinung das man sich nicht alles während einer Reise ansehen sollte. Es ist immer besser alles Häppchen für Häppchen zu sehen um es wirklich in vollen Zügen zu genießen. Sonst stumpft man irgendwann nach 10 Tagen Natur ab und schenkt einem Park oder einem Aussichtspunkt nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit weil man vorher schon zehn ähnliche Ausblicke gehabt hat.

Nun die Empfehlung mit Lee Vinning kann man sehen wir man will. Da Örtchen (wenn man es überhaupt so nennen kann) ist ziemlich abgeschnitten und isoliert. Das heißt man ist wirklich auf die Diner und Restaurants angewiesen dort und zahlt einen saftigen Preis. Auf der anderen Seite war man sehr schnell im Yosemite Park und sparte sich eine Stunde Anfahrt von Bishop.

Was Martin aber hätte wissen müssen war die Tatsache das der Park zu dieser Zeit noch gerammelt voll ist und Hotelzimmer nicht mal eben zu bekommen sind.

Gruß

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Kurz vorm Wochenende gibt es eine letzte Fortsetzung! Aufgrund des guten und auch heißen Wetters gab es gestern und vorgestern mal nichts zu lesen. Chance für alle "Nachzügler" auf den aktuellen Stand zu kommen. ;)

Die Langschaft flog an uns vorbei und nach einer Stunde war Bishop erreicht. Hier gab es bereits zahlreiche Hotelketten samt einigen Restaurants und anderen Einrichtungen. Wir überlegten uns ob wir Lee Vinning nicht einfach streichen sollten und dafür in Bishop blieben.

Aber Martin hatte extra Lee Vinning aufgeschrieben und dabei wird er sich was gedacht haben. Also noch eine weitere Stunde im Wagen sitzen. Es war bereits 18 Uhr durch als wir Bishop verliesen. Normalerweise die Uhrzeit um ein Zimmer zu haben für die Nacht.

Nach einer sehr zügigen Fahrt erreichen wir das kleine Örtchen Lee Vinning welches direkt am Tioga Pass liegt. Wirklich viel Auswahl an Motels gab es hier nicht. Die einzig namhafte Kette die hier eine kleine Pension anbot war Best Western. Hier fragten wir als erstes nach und man wollte uns für $250 eine Blockhütte mitten im Wald andrehen. Etwas sehr teuer und es war das einzig freie was man uns geben konnte.

Einige Meter weiter gab es ein kleines Motel welches allerdings nur spärlich beleuchtet war. Kurz rein und nachgefragt: Nein Zimmer gibt es keine freien mehr für diese Nacht. Alles ausgebucht.

Aber es gab ja noch das "Lee Vinning Hotel" fast am Ende des kleinen Ortes. Das ganze sah zwar ehr aus wie eine alte Tankstelle die sich irgendwann mal zu einem Motel gemausert hatte aber das spielte nun keine Rolle. Auf Nachfrage sagte man das noch Leute auf Anreise wäre. Würden die sich aber innerhalb der nächsten 60 Minuten nicht melden dann wäre die Reservierung futsch und wir könnten ein Zimmer haben. Das war uns zu risikoreich.

Wir hatten die Nase voll von Lee Vinning! Es lag wirklich daran das wir viel zu spät angekommen waren. Uns fehlten gut zwei Stunden und das merkte man nun. Es blieb nichts anderes übrig als zurück nach Bishop zu düsen. Wir machten einen Fahrerwechsel und ich setzte mich hinters Steuer. Die Hitze und letztlich der Zeitdruck konnte selbst der beste Fahrer auf Dauer nicht durchhalten. Normal durfte ich den Wagen nicht fahren weil eben zu jung um in den USA einen Mietwagen fahren zu dürfen und weil ich nicht eingetragen war als Fahrer im Mietvertrag. Da ich aber einen gültigen deutschen PKW Führerschein hatte konnte das ganze eigentlich nicht daneben gehen. Und siehe da: Es klappte wunderbar trotz damals noch mangelnder Erfahrung mit einem Automatikgetriebe. Zumal auf dem Teilstück nach Bishop so gut wie keine Fahrzeuge fuhren. Und so schaffte ich es nach 50 Minuten wieder in Bishop zu sein.

Das erste was uns ins Auge fiel war ein Best Western Hotel. Also ab auf den Hotelparkplatz und nachgefragt. Man wollte $90 haben für die Nacht in einem speziellen großen Familienzimmer. Wir haben nicht lange überlegt und das Zimmer genommen. Uns erwartete ein Raum in dem eine Küche samt Waschmaschine vorhanden war. Zudem gab es zwei Schlafzimmer. Absolut perfekt zu diesem Kurs! Winziger Nachteil: Ein Continental Breakfast suchte man hier vergeblich.

Nach dem Abladen des Gepäcks war es bereits 20:30 Uhr und langsam aber sicher meldete sich der Margen bei allen Leuten. Wir hatten nichts richtiges gegessen seit der Abreise aus Las Vegas. Nach kurzer Suche fanden wir ein kleines Diner die nette Burger machten. Nichts besonderes aber auch nicht wirklich schlecht.

Aufgrund der Länge des Tages verzichteten wir auf eine ausführliche Besichtigung von Bishop. Viel zu sehen gab es ohnehin nicht in dem Ort. Der Ort lebte im Grunde vom Durchgangsverkehr in Richtung Death Valley bzw. Yosemite Nationalpark. Entsprechend fand man sehr viele Fast Food Lokale und einige Motels entlang der Durchfahrtsstrasse. Viele Besucher und vor allem Camper deckten sich hier mit den notwenigen Dingen ein damit nichts im Park gekauft werden musste.

Nach ein wenig TV im Zimmer war Bettruhe angesagt. Der Tag war nicht nur sehr lang was die Fahrzeiten anging sondern obendrein wegen der Hitze sehr anstrengend. Normal hätte man zwei Tagestouren daraus machen müssen um entspannt zu reisen. Was wir nicht wussten war das es nicht das letzte Mal sein sollte das wir unter Zeitdruck gerieten aufgrund schlechter Planung. Gegen 22 Uhr war der Tag dann gelaufen.

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Heute gibt es mal einen Song welcher selbst heute noch häufig gespielt wird im Radio oder im TV. Denn auch im Jahr 1999 wurden Langzeithits geschrieben die bis heute beliebt sind. Und dies ist wohl zweifelsfrei einer.

Gemeint ist "The Best of me" von Bryan Adams. Der Song selbst schaffte es im Jahr 99 ehr auf durchschnittliche Platzierungen. Selbst der von Adams im selben Jahr veröffentlichte Song "Cloud #9" schaffte bessere Platzierungen. Aber auf Langzeitsicht gesehen ist "The Best of me" der erfolgreichere von beiden.

Grund genug um ihn mit in meinen Bericht zu nehmen:

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Tag 9:

Der heutige Tag sollte im Zeichen des Yosemite Nationalparks stehen. Was noch niemand wusste war das esauch heute wieder zeitliche Probleme gab aufgrund unzureichender Planung. Dazu aber später mehr.

Der neue Tag begann trotz des Vortags gegen 8 Uhr. Der Nacht war erstaunlich ruhig und das obwohl dasZimmer zur Straße lag. Wenig Verkehr und eine halbwegs gute Isolierung machten dies möglich. Aufgrund der späten Ankunft gab esnicht viel zu packen. Um kurz nach 9 Uhr waren wir im Wagen und verließen das Hotel. Allerdings verließen wir noch nicht Bishop da das Hotel kein Frühstück anbot.

Unser Hotel in Bishop:

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Am Vorabend hatten wir aber etwas sehr interessantes wie exotisches gesehen in Bishop. Es gab dort doch tatsächlich eine dänische Bäckerei! Das versprach ein nettes Frühstück zu werden. Nach 10 Minuten Fahrzeit waren wir am Ziel und der Laden bereits jetzt brechend voll. Der halbe Ort muss sich hier versammelt haben! Neben einigen typisch dänischen Plunderteilen konnte man hier reichlich Brot kaufen. Darunter auch Volkornbrot, Bierbrot und natürlich – wie es sich für eine dänische Bäckerei gehört – auch deutsches 7-Korn Brot. Dazu natürlich auch reichlich Marmelade, Honig und Dips die angeboten wurden. Mal eine andere Art frühstücken zu gehen in den USA. Kann ich nur empfehlen mal bei „Erick Schat’s Bakkerÿ“ auf der Main Street in Bishop vorbei zu sehen. Vor allem wenn man kein amerikanisches Weißbrot mehr sehen kann sehr zu empfehlen!

Dänische Bäckerei:

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Einige Plunderteile und Zimtkuchen später wurde es Zeit den Weg hoch zum Yosemite Park bzw. Tioga Pass erneut anzutreten. Glücklicherweise war der Pass frei und wir konnten ihn benutzen. Auch hier hatte Martin's Planung einen gravierenden Fehler da eine alternative Route nicht vorhanden war falls der Pass geschlossen war. Aber da wir am Vorabend schon gesehen hatten das er offen war machten wir uns auf den Weg.

Da ich die Strecke bereits kannte fuhr ich erneut die Strecke hoch zum Pass. Hoffentlich steht jetzt kein gelangweilter Sheriff im Gebüsch und sieht mich dachte ich nur. Da auf der Strecke nichts los war wurden wir weder angehalten noch gab es andere Probleme. Kurz vor Lee Vinning machten wir wieder einen Fahrerwechsel und ich übernahm wieder die Navigation. Wobei es nicht

viel zu navigieren gab da dies eben der einzigste Weg war in den Park.

Weg nach Lee Vinning:

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Zuvor wollten wir uns aber unbedingt den Mono Lake ansehen der uns Martin noch empfohlen hatte. Hier sollte es zwar ziemlich stark riechen aber die Aussicht sei dafür um so schöner auf den See. Also durften wir nochmal durch Lee Vinning wo auch jetzt nicht wirklich viel los war. Im direkten Vergleich wäre uns die Übernachtung hier oben nicht nur teurer gekommen sondern wir hätten auch tief in die Tasche greifen müssen für Frühstück und Abendessen. Mal abgesehen das die Auswahl an Lokalen hier oben nicht

wirklich groß war. Daher hatten wir mit Bishop die eindeutig bessere Wahl getroffen als Übernachtungsort.

Mono Lake:

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Da nicht viel Verkehr war stellten wir uns kurz auf den Seitenstreifen. Der Ausblick war sehr schön und vor allem eimalig. Wo konnte man schon eine fast leeren See sehen aus dem Salzsäulen hervor stiegen? Bei aller Schönheit durfte man aber dennoch nicht den ernsten Hintergrund vergessen. Aufgrund der immer höheren Wasserbedarf für Los Angeles leitete man Flüsse um die sonst diesen und andere Seen in Kalifornien speisten. Bald überstieg die natürliche Verdunstung den reduzierten Wasserzufluss so das der Pegel Jahr für Jahr stark absank. Das Resultat war dann der Mono Lake wie man ihn heute kennt.

Wir drehten auf der Straße und fuhren zurück zur Kreuzung die uns auf den Tioga Pass bringen sollte. Die ersten Kilometer waren ehr weniger spektakulär. Wenn man es nicht besser wusste hätte man meinen können man wäre irgendwo in den Alpen unterwegs. Mit der Zeit wurden die Gebirge rings um die Zufahrtsstraße immer höher. Man kann sich gut vorstellen wie viel Schnee hier in den Wintermonaten runterkommt so das die Straße nicht mehr geräumt werden kann. Mit der Zeit wurden die Hänge steiler. Ein Fahrfehler und der eigene Wagen stürzte etliche Meter einen Abgrund hinab.

Irgendwann erreichten wir den ersten Bergsee am Tioga Pass. Im Zusammenspiel mit der Sonne und dem blauen Himmel war es ein wunderschöner Anblick! Wirklich jedes Fahrzeug das vor uns fuhr steuerte spontan den kleine Parkplatz an um eine Pause einzulegen. Natürlich waren auch wir unter denen die anhielten. Eine ehrfürchtige Stille herrschte unter den Leuten und nur ereinzelt

sah man Leute ein Foto machen. Ein wirklich gelungener Auftakt was den Yosemite angeht!

See im Yosemite Park:

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Wir kamen unterwegs neben einigen Picknick Möglichkeiten auch an Campingplätzen vorbei. Diese waren bereits geschlossen worden von der Parkleitung da es keine Stellplätze mehr gab. Und auch auf dem Tioga Pass sah am ständig Trailer und Wohnmobile fahren. Vermutlich waren sehr viele wieder auf der Abreise nachdem sie keinen Stellplatz mehr gefunden hatten. Und wir waren noch lange nicht im Yosemite Valley an dieser Stelle! Ende September / Anfang Oktober war hier im Park scheinbar die Saison noch nicht vorbei.

Andächtig vor lauter Schönheit die uns im Park entgegen sprang fuhren wir langsam in Richtung Yosemite Valley. Von dort wollten wir zwei bis drei kleinere Wanderungen machen um uns einige Wasserfälle anzusehen. Beim Abbiegen auf die Big Oak Flat Rd. nahm der Verkehr nochmals deutlich zu. Inzwischen rollten wir mehr mit unserem Wagen als das wir fuhren. Uns kamen Shuttlebusse des Parks entgegen die voll waren mit Besuchern. Wir rollten durch mehrere kleine Tunnel vorbei am mächtigen 2307m hohen „El Captain“ hinein ins Yosemite Valley. Hier noch einen Parkplatz zu finden war mühsam da kreuz und quer geparkt wurde. In einer ganz kleinen Nische fanden wir schließlich einen und konnten das Fahrzeug verlassen.

Am Montag dann die Fortsetzung!

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Guest Isa

Hi Alex,

wollte mich auch mal wieder melden, nicht dass du denkst, ich hätte mich verkrümelt. :xD: Das mit der Dänischen Bäckerei war ja ein richtiger Glücksgriff.

Bin schon gespannt, wie es weiter geht.

lg Isa

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So es ist Montag von mir aus kann's weitergehen. Hab jetzt schnell alles aufgeholt, da ich die letzten Tage wohl verpasst hab, dass sich hier etwas tut. Den Tipp mit der dänischen Bakkery (wie spricht man das dann eigentlich, ganz normal englisch wie Bakery?).

Habt ihr eigentlich Martin mal gefragt warum er es so geplant hat. Vielleicht sogar absichtlich und der Hinweis mit früh starten ist verloren gegangen. Möglich wär's

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Kann ich nur empfehlen mal bei ?Erick Schat?s Bakkerÿ? auf der Main Street in Bishop vorbei zu sehen. Vor allem wenn man kein amerikanisches Weißbrot mehr sehen kann sehr zu empfehlen!

Habe ich sofort notiert' date=' da werde ich mich gleich mal mit Vorräten versorgen. :!: :!:

Susanne[/quote']Nun Susanne wenn du ein wenig mit Internet googlest dann findest du diese Seite auf der du die Preise nachlesen kannst wenn man sich die Waren zuschicken lassen will. Vermutlich wird es im Laden etwas günstiger sein denke ich. Aber zumindest kannst du schon mal nachlesen was alles so angeboten wird. Da sollte für jeden was passendes dabei sein.

Dann lass mir mal eine Info zukommen wenn du dort warst! Ich bin mal gespannt wie dir der Laden gefallen hat.

Gruß

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Hi Alex,

wollte mich auch mal wieder melden, nicht dass du denkst, ich hätte mich verkrümelt. :xD: Das mit der Dänischen Bäckerei war ja ein richtiger Glücksgriff.

Bin schon gespannt, wie es weiter geht.

lg Isa

Die Bäckerei war wirklich am richtigen Ort da das Hotel eben nichts anbot. Damals gab es auch noch nicht so viele Fast Food Läden in der Stadt wie es sie heute gibt. Daher wäre es schwierig geworden etwas vernünftiges zu finden zu damaliger Zeit.

Schaun wir mal wie es heute Abend weiter geht! ;)

Gruß

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Hi Alex,

wir haben auch aufgeholt... :winki:

Sehr interessant zu lesen und viele Gemeinsamkeiten zu unserer ersten USA-Reise:

  • natürlich wird in Las Vegas der Strip zu Fuss abgelaufen... Man könnte ja wirklich was verpassen.
  • die Strecke Las Vegas - Mammoth Lakes hatten wir auch zu voll gepackt (vor dem Death Valley auch noch einen Abstecher nach Rhyolite, etc.) Naja, war alles selbst geplant, ohne Hilfe hier aus dem Forum oder von Bekannten... Aus Fehlern lernt man, und beim nächsten Mal werden die Etappen kürzer sein - wobei das auch die längste Tagesetappe war, die wir hatten.
  • und der erst Parkplatz am See im Yosemite kommt uns auch sehr bekannt vor. :winki:

Weiter so mit Deinem Bericht, aber (auch wenn wir uns jetzt Ärger mit den anderen einhandeln) lass Dir ruhig Zeit, wir müssen die anderen Berichte auch alle noch aufholen - und daß, wie Haiko schon schreibt, ordentlich und nicht bloß schnell überfliegen!

Gruß

Tanja und Marco

Hallo ihr beiden!

Also den Strip in Vegas nicht zu Fuß zu laufen wäre ein Fehler. Die Schmerzen an den Füßen muss sich jeder einfach mal angetan haben. Das gehört zu Vegas einfach dazu. Hier von einem Ritual zu sprechen würde zwar zu weit gehen aber so ungefähr geht es schon in die Richtung. Aber da kommen schnell einige Kilometer zusammen gerade wenn man die Wege die man innerhalb der Hotels noch zurücklegt mit berücksichtigt. Daher sollte man es nicht unterschätzen und glauben das wäre mit links abgelaufen. Dem ist nicht so!

Tja auch Fehler in der Tourenplanung gehören dazu auf der ersten Reise. Wobei bei uns eben ein Profi die Reise ausgearbeitet hat. Martin hat etliche Jahre dort gelebt und eben Bustouren organisiert. Wenn also jemand die Entfernungen gut einschätzen kann dann in jedem Fall er. Nur scheinbar hat es am Ende der Tour wohl zu wenig Zeit gegeben und er hat zu große Distanzen geplant. Es ist einfach Wahnsinn eine Tour Las Vegas - Yosemite an einem Tag zu fahren. Und das hat auch nichts mit frühen aufstehen zu tun da die Distanz ja die gleiche bleibt. Aber wie ich schon angedeutet habe wird es nicht das letzte Mal gewesen sein...

Der Parkplatz ist denke ich sehr vielen bekannt die über den Tioga Pass rein kommen in den Park. Das ist so mit der erste Stop den man macht. Das Panorama ist einsame Spitze dort wenn sich die Berge im Wasser spiegeln. Wer weiter fährt ist also selbst schuld!

Ich werde mir weiter Mühe geben versprochen! Schaun wir mal was uns noch so passiert ist in den USA. Es bleibt weiterhin spannend kann ich verraten!!

Gruß

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So es ist Montag von mir aus kann's weitergehen. Hab jetzt schnell alles aufgeholt, da ich die letzten Tage wohl verpasst hab, dass sich hier etwas tut. Den Tipp mit der dänischen Bakkery (wie spricht man das dann eigentlich, ganz normal englisch wie Bakery?).

Habt ihr eigentlich Martin mal gefragt warum er es so geplant hat. Vielleicht sogar absichtlich und der Hinweis mit früh starten ist verloren gegangen. Möglich wär's

Bis heute Abend wirst du dich wohl noch gedulden müssen sofern mir nichts in die Quere kommt. Aber ich muss gestehen das Wetter der letzten Tage war einfach zu gut um weiter zu schreiben. Da habe ich einer guten Flasche kalifornischen Weins doch ehr den Vorzug gegeben die ich draußen getrunken habe. ;)

Mich wundert das niemand diese Bäckerei kennt! Die liegt direkt an der Hauptstraße von Bishop und kann überhaupt nicht übersehen werden. Merkwürdig.

Damals habe ich Martin nicht darauf angesprochen. Wir waren sehr zufrieden mit der Reise das wir diese Fehler am Ende nicht in die Waagschale werfen wollten. Er hatte uns ein halbwegs gutes Startpaket geschnürt mit dem sich arbeiten lies. Die Route an sich war in Ordnung nur die Einteilung der Tagesabschnitte tauge nicht.

Heute habe ich auch keinen Kontakt mehr zu Martin was zwei Gründe hat. Der eine ist der das Martin seit etlichen Jahren dieses Reisebüro nicht mehr hat. Was er jetzt beruflich macht und wo er lebt kann ich ebenfalls nicht sagen. Der zweite Grund ist der das mich die zweite Reise in die USA dank Martin richtig teuer zu stehen gekommen ist aufgrund einer ziemlich dämlichen Idee die er hatte. Nach diesem zweiten Urlaub habe ich dann den Kontakt abgebrochen weil ich Martin sonst ungespitzt in den Boden gerammt hätte.

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Der zweite Grund ist der das mich die zweite Reise in die USA dank Martin richtig teuer zu stehen gekommen ist aufgrund einer ziemlich dämlichen Idee die er hatte.

Also das schreit jetzt ja förmlich nach einer genaueren Erklärung. Was hat er dir denn empfohlen? Du weißt ja wie neugierig hier alle sind :winki:

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Nun Martin hatte die geniale Idee bei der zweiten Reise ein Oneway Ticket in Deutschland zu kaufen für den Flug in die USA. Für den Rückflug wollte er dann einem Kollegen die Info geben das dieser in einem amerikanischen Reisebüro die Tickets ordert und per UPS nach Deutschland schickt.

So weit so gut. Am Vorabend des Abflugs waren die Rückflugtickets immer noch nicht da und er schickte mich nach Frankfurt zum Flughafen. Dort angekommen sagte man mir das ich ein gültiges Rückflugticket benötige und zwar genau jetzt am Check-In. Es würde nicht reichen das dieses Ticket in den USA irgendwo hinterlegt wäre oder auf dem Weg nach Deutschland ist. Ich dürfte mir dann vor Ort ein nagelneues Hin- und Rückflug Ticket kaufen. Glücklicherweise kam man mir preislich entgegen.

Der Rest der Reise lief soweit ganz gut bis zum Rückflug. Er hatte ein E-Ticket bei Southwest gebucht. Verschwiegen hatte er aber das die Airline keine festen Sitzplätze hat. Sprich: Wer zuerst kommt fliegt auch. Am Check-In angekommen war der Flug bereits voll nach New York wo ich die letzten drei Tage verbringen wollte. Also dürfte ich mir einen weiteren Mietwagen mieten und statt New York drei weitere Tage Los Angeles machen was an sich ja auch nicht schlecht ist. Das Geld für die Southwest Tickets war futsch und ich durfte nochmals richtig Geld zahlen für einen American Airlines Flug nach New York am Rückflugtag da mein Abflug nach Europa ab JFK war.

Das war Lehrgeld und sollte jemanden der ein Reisebüro leitet nicht passieren. Gerade die Sache mit dem Rückflugticket war ein richtig dicker Patzer der ihm eigentlich nicht hätte passieren dürfen.

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Guest Kerstin

:threeeyes: Autsch, das ist aber wirklich der Hammer, bzw. sind es ja sogar gleich mehrere Hämmer.

Mein lieber Schwan, da hast Du aber wirklich recht, das dürfte jemandem, der auch noch ein Reisebüro LEITET

auf gar keinen Fall passieren. Wow. Da hast Du aber sicher ganz schön blechen müssen, damals waren die

Flüge ja auch noch etwas teurer als heute. Nur gut, dass Du Dir Deinen Spass an den USA davon nicht hast

vermiesen lassen.

Gruß

Kerstin

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Hallo Kerstin!

Nun ich war extrem verärgert da ich dieses zusätzliche Geld für andere Dinge ausgeben wollte nach dem Urlaub. Das konnte ich damals komplett vergessen zumal ich es mir wirklich vom Mund zusammen gespart hatte vom meinem Gehalt als Auszubildender. Einzig die Tatsache das ich von New York über Madrid nach Frankfurt in der Business Class sitzen durfte entschädigt das ganze ein klein wenig. Der Urlaub selbst begann mit Ärger und endete mit Ärger.

Seitdem organisiere ich meine Reisen zu 100% alleine ohne fremde Leute die zwischen geschaltet sind. Und siehe da: Es funktioniert seitdem ohne Probleme und Ärger. Wenn man es genau nimmt hätte ich damals die Reise schon am Check-In in Frankfurt abbrechen und für beendet erklären sollen. Wäre wohl das beste gewesen und hätte Geld gespart.

Na ja war trotzdem die zweitbeste Reise in meinem noch jungen Leben. Von daher ärger ich mich damit nicht mehr rum. Letztlich zählen die Erinnerungen und Erfahrungen die man gemacht hat. Und die waren verdammt gut!

Gruß

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So ich hoffe der ein oder andere Nachzügler hat die Zeit genutzt um auf den aktuellen Stand zu kommen! Und ich konnte das gute Wetter der letzten Tage genießen. ;)

Aber jetzt geht es weiter mit der Reise!

Das Yosemite Valley ist mehr oder weniger eine kleine Stadt mit Tankstelle, kleinem Supermarkt, kleiner Klinik und Kirche. Camper die einen Stellplatz außerhalb des Yosemite Valley hatten kamen hierher um z.B. Benzin für ihre Generatoren nachzufüllen. Es gab einen eigenen kleinen Shuttlebus der innerhalb des Valley alle Versorgungseinrichtungen anfuhr. Das ganze war wirklich wie eine kleine Stadt innerhalb des Parks. Wir schauten uns das Treiben im Yosemite Yalley an und entschlossen uns spontan zu den Lower Yosemite Falls zu wandern. Diese grenzten mehr oder weniger direkt an das Valley und waren daher bequem zu erreichen.

Yosemite Valley:

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Nach wenigen Minuten waren wir direkt am Wasserfall zusammen mit einer großen Meute an weiteren Besuchern. Alle die eine Kamera hatten drängelten um bloß für zwei Sekunden die Möglichkeit zu bekommen ein Bild vom Wasserfall machen zu können. Es nervte und war definitiv viel zu voll. Da bereits die Mittagszeit durch war entschlossen wir uns langsam zurück zum Wagen zu laufen. Das hier war eine reine Massenveranstaltung und man hatte nicht die Chance die Natur mal in Ruhe für sich wirken zu lassen. Sehr schade aber vielleicht war wirklich die falsche Jahreszeit zu der wir gekommen waren oder die falsche Woche.

Lower Yosemite Falls:

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Am Auto angekommen nahmen wir uns nochmal Martin's Ausarbeitung zu Hand. Überrascht stellten wir fest das unser Tagesziel heute San Francisco sein würde! Wir fragten uns was aus dem Park werden würde für den wir schließlich Eintritt gezahlt hatten. Auch hier hatte er viel zu wenig Zeit eingeplant auch wenn die Distanz nicht so groß war wie Las Vegas - Yosemite Nationalpark. Ein wenig Zeit blieb noch uns fuhren wir erstmal grob in Richtung westlicher Ausgang des Parks. Diesmal ging es aber über den Southside Drive auf der anderen Seite des Merced Rivers der neben der Straße entlang floss.

Southside Drive:

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Wir entschlossen uns den Park über den südlichen Ausgang zu verlassen auch wenn dies einen Umweg bedeutete um nach San Francisco zu kommen. Schließlich wollten wir noch was vom Park sehen und San Francisco hatte genug Hotels sodas wir keine Gefahr liefen kein Zimmer zu bekommen. Also blieben wir auf dem Southside Drive und folgten im Anschluss der Glacier Point Road um zu einem der Highlights des Yosemite Parks zu kommen: dem Glacier Point!

Zumindest hatten wir das so vor gehabt. An der entsprechenden Abfahrt angekommen Stand ein Ranger mit seinem Fahrzeug quer auf der Straße und winkte die Leute weiter. Wir hörten nur das sowohl der Camping Platz als auch der Parkplatz am Glacier Point mehr als voll sind und man nur noch mit dem Shuttle Bus hin kommt. Sehr schön! Das erklärte dann auch die überfüllten Busse die das Yosemite Valley verliesen. Also durften wir jetzt zurück fahren da der Umweg über Oakhurst viel zu groß gewesen wäre. Dennoch entschlossen wir uns weiterhin nicht den nördlichen Ausgang zu nehmen sondern über Mariposa zu fahren.

Insgesamt war dies sehr ärgerlich da der Park wirklich wunderschön war. Wir wären sehr gerne noch länger geblieben und hätten uns mehr angesehen nur kam bei diesem Massen an Menschen keine rechte Freude auf. Wenn man im Park wirklich seine Ruhe haben wollte musste man auf eine mehrtägige Tour abseits der normalen Pfade gehen. Man kam sich wirklich vor wie in einem Vergnügungspark wo man sich bei jedem Fahrgeschäft anstellen musste. Das hatte nicht mehr viel mit einem Nationalpark zu tun in dem man in Ruhe die Natur bewundert.

Aber wir waren uns sehr sicher das wir irgendwann nochmal vorbei würden in der Hoffnung das es etwas ruhiger zuging. Leider muss ich sagen das ich es bis heute nicht nochmal geschafft habe den Yosemite Park erneut zu besuchen. Eines der Dinge in Kalifornien die ich unbedingt nochmal machen muss und dann auch mit etwas mehr Zeit im Gepäck.

Wir folgten also der Wawona Road zurück ins Yosemite Valley. An einer Abweigung folgten wir dann der El Portal Road in Richtung El Portal und damit dem westlichen Ausgang des Parks. El Portal bot außer einigen Holzhäusern und einer kleinen Tankstelle nicht viel aufregendes und so führen wir zügig durch bis nach Mariposa. Inzwischen war es schon wieder kurz nach 16 Uhr und San Francisco immer noch weit entfernt. Wir mussten uns ran halten wenn wir halbwegs zeitlich in der Stadt sein wollten.

Mariposa selbst bot wieder alles was man von einer kleinen Stadt erwartet. Es gab einige – wenn auch wenige – Motels, Tankstellen und Supermärkte. Die Nähe zum Yosemite sorgte für gute Umsätze in der Stadt. Natürlich hätte man sich auch hier ein Zimmer nehmen können aber der Ausblick auf etwas mehr Zeit für San Francisco lockte uns und wir verzichteten. Auf dem Highway 49 verließen wie Mariposa so schnell wieder wie wir in den Ort rein gekommen waren.

Wir folgten dem Highway 49 bis nach Moccasin. Eine bei vielen unterschätze Straße die mitten durch das sehenswerte Gold Country von Kalifornien führt. Wer also mal eine nicht ganz alltägliche Route fahren will sollte man den Highway 49 versuchen. Noch ein Geheimtip was sehenswerte Straßen samt Landschaften angeht.

Bei Moccasin folgten wir dann wieder Martin's Anleitung und wechselten auf den Highway 120 der direkt nach Westen führte. Es war mittlerweile schon 17:30 Uhr und uns rannte erneute die Zeit davon. Und das zum zweiten Mal in Folge! Langsam fing uns Martin's Ausarbeitung an zu nerven und es fehlte nicht viel um sie schlichtweg in die Ecke zu legen. Wie konnte sich jemand der früher Reiseleiter war so verschätzen was die Fahrzeiten angeht? Wir gaben unserem schweren Crown Victroia ordentlich die Sporen um vorwärts zu kommen. Aber Trucks oder Wohnmobile machten ein zügiges fahren fast schon unmöglich.

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Irgendwann gegen 18:15 Uhr erreichten wir Oakdale. Auch wenn es bisher immer gut gegangen war was mein Englisch auf dieser Reise anging so sollte ich hier ein ziemliches Fettnäpfchen treten das ich mir selbst eingebrockt hatte. Ich werde diesen Ort und ganz speziell den McDonalds dort nie wieder betreten das habe ich mir geschworen! Aber zurück an den Anfang! Was war passiert? Nun alles fing damit dann das jeder im Wagen plötzlich Hunger bekam. Da San Francisco noch weit weg war beschlossen wir das amerikanische Fast Food in Form von McDonalds auszuprobieren. Allerdings wollten wir im Wagen essen und nicht im Restaurant. Leider hatte diese McDonalds aber keinen Drive Thru auch wenn er an einer Hauptverkehrsstraße liegt. Na ja egal! Man kann ja auch drinnen nach einer Tüte fragen wenn das Essen geliefert wurde.

Gesagt getan. Da mein Vater und mein Bruder keine Lust hatten auszusteigen musste ich zusammen mit meiner Mutter dran glauben. Also schön in die Schlange gestellt und gewartet. Dabei war ich die ganze Zeit am überlegen wie ich dem McDonalds Mann nun verklicker das er mir die Bestellung in eine Papiertüte packt. Eigentlich ja ganz simpel aber irgendwie stand ich auf dem Schlau und das gewaltig wie sich rausstellen sollte! Irgendwann waren wir an der Reihe und ich gabe die Bestellung auf die vollkommen ohne Probleme klappte.

Der McDonald Mensch legt also los und stellt die Bestellung zusammen. Ich war immer noch am überlegen wie ich das nun am besten hin bekomme mit dem Essen in der Tüte. Irgendwie kam aber nichts. Die Bestellung war irgendwann vollständig und ich bezahlte. Im Anschluss sag ich zu der Person ob er nicht eine „baggage“ für mich hätte. Die Person auf der anderen Seite des Thresen schaute mich man und tat so als wenn er mich nicht verstanden hatte. Mmh Ok das ganze nochmal: Also bitte ein „baggage“ für die Burger. Spätestens jetzt glaubte der Mitarbeiter das ich einen richtigen Sprung in der Schüssel hatte und wendete sich ab um in die Küche zu gehen.

Tja und plötzlich schoss ein Blitz von der Decke und ich wusste wieder was „Papiertüte“ auf Englisch heißt. Also den nächsten Mitarbeiter geschnappt und mein Anliegen nochmals vorgetragen. Und siehe da: Plötzlich hielt ich zwei Tüten in der Hand die ich befüllen konnte. Danach bin ich mit hochrotem Kopf aus dem McDonalds gelaufen. Mensch das war ein peinliche Nummer! Wenn ihr also mal nach Oakdale in den McDonalds kommt müsste da irgendwo ein Bild von mir an der Wand hängen mit der Überschrift „Trottel des Jahrhunderts“. ;)

Nach diesem schnellen Abendessen auf dem McDonalds Parkplatz in Oakdale musste es weiter gehen. In Oakdale teilte sich der Highway auf. Wir blieben aber weiter auf dem Highway 120 der uns hinter Manteca direkt auf die Interstate 205 brachte. Nach einigen Meilen wurde aus der Interstate 205 dann die Inaterstate 580 welche über die Bay Bridge nach San Francisco rein führte. Da der Verkehr mit jeder Minute weiter abnahm schafften wir die 95 Meilen zwischen Oakdale und San Francisco in 90 Minuten. Auf der Bay Bridge hatten wir allerdings nur größere Scheine. Martin schrieb extra das wir uns kleine Scheine aufheben sollten um die Brückengebühr zahlen zu können. Nachdem wir aber jemanden vor uns sahen der mit einem 10 Dollar Schein bezahlte und trotzdem sein Wechselgeld zurück bekam waren wir beruhigt.

Die abendliche Skyline von San Francisco war atemberaubend. Zusammen mit dem Wasser machte die Stadt schon ordentlich was her. Aber wir waren ja auf der Suche nach einen passenden Hotel für die Nacht und mussten obendrein noch irgendwo tanken da sich unsere Tanknadel bedrohlich dem „E“ für „Empty“ näherte. Wir fanden recht schnell eine Chevron Tankstelle. Das Kassenhaus war besetzt aber vollkommen verrammelt. Nur durch einen kleinen Schlitz und einer Klappe konnte man mit dem Kassierer reden. Die Tankstelle war ebenfalls recht runtergekommen und in einer Ecke lagen zwei Obdachlose die sich mit Alkohol zugezogen hatten. Ein dritter Obdachloser beobachtete uns im Wagen und rannte auf der Tankstelle auf und ab. Insgesamt war der gute erste Eindruck von der Stadt gleich doppelt und dreifach wieder weg. Das hatten wir selbst in Los Angeles nicht erlebt. Einige von uns hatten schon keine Lust mehr auf die Stadt und ehrlich gesagt kann ich das auch nachvollziehen.

Martin empfahl das Cathedral Hill Hotel auf der Van Ness Ave. das um die $100 pro Nacht kosten würde im Schnitt. Nach längerer Irrfahrt durch die Stadt aufgrund der Einbahnstraßen die es überall gab fanden wir das Hotel. Zwar war man nicht ausgebucht aber mit $180 pro Nacht sprengte es ein wenig unsere Vorstellungen. Wir fuhren weiter und bogen in die falsche Richtung ab was uns auf die Van Ness Ave. in Richtung Presidio. Hier waren zahlreiche Motelketten vorhanden wobei einige wohl nicht geöffnet hatten. Insgesamt wirkte die Straße auch nicht wirklich Vertrauens erweckend. Wir fuhren auch hier weiter und landeten mehr unfreiwillig als gewollt auf der Zufahrtsstraße zur Golden Gate Bridge. Mal eben wenden und zurück in die Stadt konnten wir jetzt nicht mehr und verließen wir San Francisco wieder. Im Wagen war es mit einem Schlag sehr still geworden. Sollte das wirklich San Francisco sein was wir das in der letzten Stunde gesehen hatten? Wenn ja war selbst das tiefste Ghetto in Los Angeles reizvoller als das was uns über San Francisco erzählt wurde!

Es war kurz vor 21 Uhr als wir an Sausalito vorbei fuhren. Die Ecke sah am Abend von der Interstate sehr schlimm aus und wenden würden wir hier unter Garantie nicht. Also weiter auf der Interstate. Irgendwann war auch wieder Oakland ausgeschildert. Wir erinnerten uns das wir auf der Hinfahrt einige nette Motels in den Vororten von Oakland gesehen hatten. Sie sollten unser Ziel werden. Und so machten wir einen netten abendlichen Ausflug über die Brücken im nördlichen Großraum San Francisco's: Zu erst die Golden Gate und dann die San Rafael Bridge ganz im Norden. Zwar war es draußen schon stockdunkel aber wir konnten diese beiden Brücken als überfahren abhaken auf unserer Liste zusammen mit der Bay Bridge!

Über die Interstate 580 kamen wir wieder durch Oakland um dann zurück nach Dublin zu fahren. Dort hatte erst 2 Wochen zuvor ein Holiday Inn Express eröffnet! Und genau dieses steuerten wir an. Der Zimmerpreis lag bei günstigen $79 pro Nacht und die Zimmer waren nicht nur nagelneu sondern auch mit edlen Möbeln und großem TV ausgestattet. Dazu gab es einen kleinen Swimmingpool und ein Deluxe Continental Breakfast. Wenige Meter weiter war ein 24 Std. Supermarkt und bis zur nächsten BART Station konnte man in weniger als 5 Minuten laufen. Und parken kostete auch nichts! Was will man bitte mehr?

Gegenüber Martin's Empfehlung sparten wir pro Nacht mal eben $100 und die anfallenden Parkgebühren setzten wir in ein Zugticket um. Da man kein Auto braucht in San Francisco war das eine sehr gute Lösung. Nebenbei bemerkt habe ich exakt dieses Hotel 2001 erneut besucht während meines San Francisco Trips da es mir eben sehr gut gefiel mit der Bahn rein zu fahren in die Stadt.

Um kurz nach 22 Uhr leerten wir unseren Wagen vollständig. Hier würden wir zwei Nächte verbringen und unsere Tour durch San Francisco starten. Und unser Mietwagen bekam auch erstmal zwei Tage Pause da wir eben mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren wollten. Nach etwas TV endete der Tag gegen 23 Uhr. Morgen würden wir San Francisco eine weitere Chance einräumen sich besser zu präsentieren.

Als nächstes schauen wir mal was wir alles so in San Francisco erlebt haben! Aber nicht mehr heute.

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das ist natuerlich immer schade, wenn man im Yosemite Park nicht genuegend Zeit hat.

Seit ihr aber dennoch auf dem Glacier Point gewesen? Das folgende Bild ist doch oben auf dem Glacier Point gemacht:

Yosemite Valley:

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Wir folgten dem Highway 49 bis nach Moccasin. Eine bei vielen unterschätze Straße die mitten durch das sehenswerte Gold Country von Kalifornien führt. Wer also mal eine nicht ganz alltägliche Route fahren will sollte man den Highway 49 versuchen. Noch ein Geheimtip was sehenswerte Straßen samt Landschaften angeht.

Ist wirklich sehenswert das Gold Country, aber passt wohl bei vielen nicht in den eiligen Zeitplan ... Um das aber so richtig zu sehen muss man die 49 noch weiter nach Norden fahren und auch die Oertchen Jamestown und Columbia besuchen ...

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