Jump to content

Lade Dir unsere App auf Dein Handy.

Deine Vorteile: mobiler Zugang zum Forum / Push-Nachrichten / Bilderupload vom Handy / Nutzung der Sprachassistenten


         

Archived

This topic is now archived and is closed to further replies.

Guest FFB/LL

Colorado

Recommended Posts

Guest FFB/LL

Servus,

Wir planen im Mai unsere 1. USA-Reise und wollen auf dem Colorado River eine Rafting-Tagestour buchen.

Wir wollen keine Soft-Tour unternehmen, sonder echt was erleben.

Wer kann uns Informationen geben über:

- Angebote

- Erfahrungen,

- Ein.- und Austiegsstationen,

- Kosten,

- Schwierigkeitsgrade,

- Adressen (Internet),

- welche Touren sind zu empfehlen und warum,

- Kleidung, etc.

Die Greenhorns sagen schon mal Danke im voraus.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Greenhorns,

der Colorado ist sicherlich einer der bekanntesten Rafting-Flüsse Nordamerikas, wenngleich es mit dem Dolores River, Stanislaus River, American River, Fraser River, New River, Gauley River, und, und, und zahlreiche Flüsse gibt, die teilweise „besser“ für Rafting geeignet sind, insbesondere was Day-Trips angeht. Der Colorado ist entweder zu zahm oder zu abgelegen... aber einen wirklich guten Daytrip gibt es im Westwater Canyon. Dazu später mehr. Der Spass fängt erst bei Class III und Class IV so richtig an... Class V darf offiziell auf kommerziellen Trips nur angeboten werden, wenn jemand bereits Erfahrung mitbringt, was natürlich nur schwer zu belegen ist. Je nach Wasserstand können die Klassen jedoch bei einem Rapid stark variieren, ein Class III bei Normalwasser kann bei Hochwasser (Spring Runoff, Schneeschmelzwasser, welches am Colorado z. B. in Utah in der Regel zwischen Mitte Mai und Mitte Juli ankommt) schon mal zu einem Class I glattgebügelt werden, oder sich auch zu einem Class V auftürmen. Im Grand Canyon gibt es übrigens eine weitere, in 10 Stufen eingeteilte Klassifizierung. Die Mutter aller Trips ist sicherlich jene von Lees Ferry durch den Grand Canyon, und zwar ohne Motorkraft, wofür jedoch rund 15 Tage veranschlagt werden. Mit Motor geht es dann in 5-6 Tagen, widerspricht meiner Meinung nach aber der Idee des Raftings, insbesondere im Grand Canyon. Der bekannteste Tagestrip auf dem Colorado ist der Fisher Towers Trip, 13 Meilen parallel zum Arches NP. Dieser bietet tolle Landschaft aber „nur“ leichte Stromschnellen, die man gar nicht als solche bezeichnen kann. Schön ist der Trip trotzdem, und man kann sich morgens für einen Trip am gleichen Tag bei den Anbietern anmelden.

Lange Zeit nur als Zweitages-Tour angeboten, weil logistisch etwas aufwändiger, ist der Westwater Canyon Trip, der zumindest 2008 auch wieder als Tagestour angeboten wird. Allerdings ist eine Vorreservierung hier notwendig. Wenn man die Zeit aufbringen kann, kann man diesen Trip auch als 2- oder 3-Tagesvariante buchen, was sich sicherlich lohnt. Der Westwater Canyon Trip beginnt in Colorado und führt über die Grenze nach Utah in Richtung Fisher Towers und bietet Class III und IV Rapids.

Anbieter gibt es in Moab zuhauf. Aus persönlicher Erfahrung kann ich Sheri Griffith (am südlichen Ortsausgang) und Canyon Voyages (am Nordrand des Ortskerns) wärmstens empfehlen. Tag-A-Long sind ebenfalls etabliert und ältester und größter Outfitter in Moab, während sich Tex’s Riverways auf die Vermietung und Shuttleservice spezialisiert hat, wenn man zum Beispiel alleine durch den Labyrinth und Stillwater Canyon des Green River paddeln möchte. Interessant ist noch das eingesetzte Boot – auf dem Westwater Canyon kommen in der Regel Oar Rafts zum Einsatz, bei denen der Guide in der Mitte thront und das Raft alleine mit zwei langen Rudern (Oars) navigiert. Ca. 10 „Passagiere“ und Ausrüstung haben hier Platz. Je nach Teilnehmerzahl du Fitnesslevel einer Gruppe kommt eventuell zusätzlich noch ein Paddle Raft zum Einsatz – hier sitzen sechs Passagiere auf den Tubes und müssen mit anpacken – der Guide sitz hinten rechts, hat wie die anderen nur ein kleines, kurzes Paddel und gibt Anweisungen, wie alle gemeinsam das Raft durch den Fluss navigieren können.

Zur Kleidung: Teva’s, also die moderne Variante der Sandale, sind ein Muss. ausserdem Badeshorts (die Herren, bitte keine knappen Badehöschen, die „Speedos“ sind in Amerika äusserst verpönt) und wenn möglich ein schnell trocknendes Funktionsshirt, besser als ein Baumwoll T-Shirt. Ein Halteriemen für die Sonnenbrille kann auch nicht schaden, und eventuell eine Einwegkamera für Schnappschüsse und Sonnencreme sowie eine Kopfbedeckung. Ein Bandana bleibt besser auf dem Kopf als eine Basecap...

So, nun seid ihr schon gar keine Greenhorns mehr... viel Spass bei der weiteren Planung

Gruß – Andreas.

Share this post


Link to post
Share on other sites
Guest FFB/LL

Hallo Andreas,

Erst mal danke für die schnelle und sehr ausführliche Antwort auf die vielen Fragen und sorry für die späte Reaktion.

Wir haben uns inzwischen über den Westwater Canyon Trip etwas genauer informiert - hört sich nicht schlecht an!

Wir sind auch auf eine 1 Tagestour zwischen Diamond Creec und Peach Springs gestoßen, die von Hualupai River Runners

angeboten wird. Die Tour hört sich auch nicht schlecht an, beinhaltet auch eine Wanderung zu Wasserfällen und einen Hubschrauberflug.

Sie ist aber auch teurer und es wäre auch interessant zu wissen ob der höhere Preis gerechtvertigt ist und ob der Hubschrauber

über den Canyon fliegt oder nur die kürzeste Strecke zum Ausgangspunkt. Weiß du darüber vielleicht mehr.

Auch ist uns noch schleierhaft ob auf den beiden Strecken das "Grand Canyon Feeling", also die hohen Steilwände, begleiet,

oder sind wir hier noch gar nicht bzw. nicht mehr im G.C und das Erlebnis gibt`s sowieso nur auf der Mehrtagestour ab Lees Ferry.

Tja, das haben wir uns schon gedacht - fünf Fragen werden beantwortet...und zehn Neue gibt`s.

Aber du hast recht. Greenhorns sind wir nun nicht mehr!

Gruß - Ernstl

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Ernstl,

der Westwatercanyon hat freilich noch nichts mit dem Grand Canyon zu tun, vorher duchfliesst der Colorado erst noch den Cataract Canyon, Glen Canyon (abgesoffen im Lake Powell) und den Marble Canyon, um die wichtigsten zu nennen. Auch die Landschaft ist recht anders, das Tal weiter und die Felswände nicht so hoch und durchgängig wie die Inner Gorge des Grand Canyon. Dafür ist der Grand Canyon eben auch der Grand Canyon. Die Hualapai und ihr Trip ab Diamond Creek kann da in der Tat mit mehr Grand-Canyon-Feeling aufwarten - so haben sie auch geschickt ihre Destination "Grand Canyon West" getauft. Der Nationalpark umfasst allerdings hier nur noch den Nordrand des Canyons, am Südrand hört der NP bereits rund 50 Meilen Luftlinie flussaufwärts auf. Ob man bei diesem Trip also wirklich "durch" den Grand Canyon raftet, ist auslegungssache...

Nun kommt leider wieder ein Problem ins Spiel, welches hier im Forum bereits vielfach und lang diskutiert wurde - die Hualapai betreiben auch den Sky Walk und ihr Schwesterstamm, die Havasupai, laden in den gleichnaigen Seitencanyon mit tollen Wasserfällen ein. Beide Stämme haben jedoch eins gemeinsam: Sie sind erstens sehr geschäftstüchtig und haben zweitens das Wort Kundenservice nicht erfunden. Ich denke, über 90% jener, die schon dort waren sind sich einig, die Stämme verfügen über einmalige Resourcen und nutzen dies - recht schmalos - aus. Was ihr gutes Recht ist, und ich würde nach zwei Besuchen trotzdem wieder in den sauren Apfel beißen und die Havasu-Fälle besuchen. Mangels Alternativen. Diese gibt es in Sachen Rafting aber sehr wohl. Hier würde ich einen liebevoll vorbereiteten Trip durch den Westwater Canyon allemal einem womöglich mit wenig emotionen dahingeschluderten Trip durch den "Grand Canyon" vorziehen. Leider bestätigt zumindest ein von drei Reviews auf Tripadvisor.com (Suchbegriff Hualapai River Runners) diese meine Befürchtung. Zu den Kosten - aktuell verlangen die River Runners $ 245,- für den Trip inkl. Sandwich und Softdrinks, plus $ 79,- "Transportation Fee", also effektiv $324,- pro Person, während man bei Canyon Voyages in Moab für den Westwater Tagestrip $ 145,- pro Person verlangt - inkl. Softdrinks, tollem Lunchbuffet und natürlich ohne zusätzliche Trasportation Fee. Geniale T-Shirts gibts im Laden in Moab obendrein zu kaufen.

Wer aber nur einen Tag Zeit hat und am Grand Canyon Feeling nicht vorbeikommt, sollte sich vielleicht leiber auf das Hualapai Abenteuer einlassen - oder wie ich warten auf eine Gelegenheit, den GC in 15 Tagen komplett zu durchqueren...

Übrigens noch ein kleines Detail - der Westwatercanyon wird in den bereits bneschriebene Oar- und Paddlerafts befahren, während man duch den Gradn Canyon West per Motorraft lärmt...

Die Rapids scheinen im Westwater Canyon etwas größer zu sein als bei den Hualapai, ist aber sicherlich auch Wasserstands-abhängig.

Gruß - Andreas

Share this post


Link to post
Share on other sites
Guest FFB/LL

Servus Andreas,

so langsam kommt Klarheit in die Sache.

Mit Hilfe deiner Ausführungen, besseren Karten und Wikipedia hab ich es endlich geschaft mir einen besseres Bild über unser Vorhaben und

den geographischen Gegebenheiten zu verschaffen.

Deine Überlegungen sind plausibel und du hast es ganz gut auf den Punkt gebracht welche Entscheidungen wir fällen müssen.

Ich hab mir inzwischen auch die 2-5 Tagestour im Cataract Canyon angeschaut. Er kommt unseren Vorstellungen

zwar sehr nah, aber so richtig interessant ist die Tour wohl erst ab dem Mittelstück und soviele Tage stehen uns dann doch nicht zur Verfügung.

Bei unserer Reiseplanung war uns von vornherein klar, daß wir in 4 Wochen eh nur einen Bruchteil davon zu sehen bekommen, was

der Südwesten der USA zu bieten hat und der Vorschlag die 15 Tagetour durch den Grand Canyon bei einem weiterem Besuch mit einzuplanen gefällt mir sehr gut.

Jetzt hab ich aber noch eine ganz andere Frage an dich. Du hast in Bezug auf die Hualapai.- und Havasupai-Diskusssion deine Trips zu den Havasu-Fällen erwähnt. Das scheint ja nicht so ganz einfach zu sein. Da auch wir uns überlegen diesen Havasu-Canyon-Trip zu unternehmen,

wäre es gut zu wissen was uns da erwartet Könntest du uns zu diesem, so wie es scheint doch sehr eindrucksvollem Gebiet, ein paar deiner Reiseerfahrungen vermitteln?

Gruß Ernstl

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Ernstl,

gerne teile ich meine Erfahrungen aus 2 Touren zu den Havasupai, die allerdings schon 1999 und 2000 stattgefunden haben. Sie sind mir aber noch sehr gut in Erinnerung, da ich sie beim ersten Mal als Guide einer anspruchsvollen 8-köpfigen Wandergruppe und beim zweiten Mal als Guide einer 26-köpfigen Jugendgruppe organisiert habe. Laut Website (www.havasupaitribe.com) scheint sich seit damals auch nicht viel geändert zu haben.

Zunächst zum Zeitaufwand: 2 ½ Tage sollte man dafür ansetzen – am ersten Tag erfolgt die Anreise zum Trailhead am Hualapai Hilltop. Von Peach Springs aus sind es 65 Meilen auf der der Indian Route 18, für die man rund 90 Minuten einplanen sollte. Achtung, keine Tankstellen, man sollte also für gut 130 Meilen Sprit im Tank haben. Auch die auf vielen Karten eingezeichneten Querverbindungen über’s Coconino Plateau sollte man meiden – 4WD-Strecken ohne verlässliche Hinweisschilder. Am Hilltop sollte man gegen 10:00 Uhr ankommen, entsprechend früh muss man morgens losfahren und seine vorherige Übernachtung bereits in der Nähe einplanen (Peach Springs, Seligman oder Kingman). Zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr reiten die Packpferde ab Hilltop nach unten, wenn man also einen Teil seiner Ausrüstung nach unten bringen lassen möchte, muss man um 10:00 Uhr am Hilltop sein (auch wenn die Indianerguides mit ihren Pferden teilweise erheblich verspätet ankommen bzw. wieder wegreiten...) Ich war wie gesagt zweimal mit Gruppen dort, und wir hatten 2 bzw. 4 Packpferde vorgebucht. Diese haben Zelte, Plastikfolien, Thermarest-Matten, einen Gaskocher, eine Kühlbox und eine Gearbox mit Gaskartuschen, Wasserfilter, Konserven, etc. nach unten befördert. Jeder hatte dann noch einen Tagesrucksack mit Schlafsack, Wasser und persönlichen Sachen dabei. Pferde und Campingplatz oder Lodge müssen vorgebucht werden, die Preise entnehmt ihr der vorgenannten Website. Diese Leistungen müssen auch angezahlt werden. Hinzu kommen unten im Tal eine Eintrittsgebühr, eine Umwelt-Gebühr und Steuern – da kommt ganz schön was zusammen. Zwei Personen mit Zeltplatz für 2 Übernachtungen zahlen 2x35,- Eintritt, 4x17,- Camping, 2x5,- Umwelt und bei einem Packpferd rauf und runter 1x150,-, macht zusammen $ 298,- bzw. ohne Pferd $ 148,-, allerdings wird der Aufenthalt bei zwei Nächten mit dem, was man so schleppen kann, dann doch recht primitiv. Da wir schon allein hundsschwere Zelte dabei hatten, war ein Pferd für uns Pflicht... Die Lodge kostet bis 4 Personen $ 145,- pro Nacht, wären also ohne Pferd bei 2 Personen und 2 Nächten inkl. Gebühren $ 370,-. Alles zuzüglich 10% Steuern!

Vom Hilltop Parking zum Dorf Supai sind es 8 Meilen / 12,8 Kilometer! Die Lodge befindet sich im Dorf Supai, wo sich auch der Hubschrauberlandeplatz (Hauptsächlich Tagesgäste aus Vegas und vom South Rim), ein kleiner Imbiss (gute Navajo Tacos zu erschwinglichen Preisen und das einzige Wasserklosett, wenn man Campinggast ist) und ein kleiner General Store (sehr teuer) befinden. Der Campground befindet sich am Fusse der Havasu Falls, bzw. zwischen Nahvasu Falls und Moones Falls, noch mal 2 Meilen / 3,2 Kilometer vom Dorf entfernt. Wenn man campiert, hat man also 16 Kilometer Fussmarsch zu bewältigen. Vom Parkplatz geht es zunächst in relativ steilen Serpentinen in den Canyon hinab, nach ca. 1.5 Meilen überquert man eine kleine Ebene , bevor man in einen inneren Canyon hineinläuft, der sanft abfällt und oft Schatten bietet. Sehr, sehr schön... dieser Canyon mündet ca. 2 Meilen vor Supai in den Havasu Canyon, wo der Havasu Creek fließt. Diesem Bach folgt man ins Dorf. Links beim Helipad ist das Visitor Office, wo die Gebühren bezahlt werden (auch für den Campingplatz). Im Dorf biegt man hinter dem General Store nach rechts zu Lodge ab, oder nach links, wo man dem Creek noch zwei weitere Meilen folgt, vorbei an den Navajo Falls, zu den Havasu Falls und hinunter zum Campingplatz. Hatte es in den tagen zuvor keinen Gewitterregen, begrüßen einen spätestens hier die blaugrünen Wasser des Havasu Creek. Am Campingplatz unbedingt einen der höher gelegenen Plätze aussuchen, bei eine Gewitter oben auf dem Coconino Plateau kann der Creek schnell ansteigen. Leider verfärbt sich dann das schöne blaue Wasser einen Tag lang braun... Die sanitären Anlagen, sprich Donnerbalken, waren 1999 und 2000 indiskutabel, zumindest für einen Platz, für den man $ 17,- pro Person pro Nacht zahlt, aber was solls... Eine kleine Quelle gibt es an der linken Canyonwand, das Wasser sollte man aber behandeln und danach ggf. mit etwas Eisteepulver o. ä. aufpeppen. Nachts wird es hier – auch wegen der relativen Enge des Canyons – stockdunkel, und auf dem Campingplatz tummeln sich viele Mäuse... das nur am Rande. Den Layover-Tag am Creek kann man dann gestalten wie man möchte – flussabwärts wartet, nur eine Meile entfernt, der nächste spektakuläre Wasserfall, der Mooney Fall. Hier kann man sich an Stricken entlang nach unten hangeln, und wenn man das geschafft hat, theoretisch unten lang bis zum Colorado River wandern (noch mal 8 Meilen vom Campground). Man kann aber auch den ganzen Tag unter den Havasu Falls in den Travertin-Pools baden... herrlich!

Nach der zweiten Nacht würde ich ein frühes Aufbrechen empfehlen – je nach Hitze. Wenn man gegen 4 Uhr losläuft, spannend in der Dunkelheit, kommt man noch vor der großen Morgenhitze zum schweren Anstieg unmittelbar vor dem Hilltop. Hat man ein Packpferd gebucht, legt man seine Ausrüstung mit den Tags (sozusagen die „Tickets für das Packpferd) einfach am Campingplatzausgang ab, dort wird es dann gegen 7 Uhr morgens aufgeladen und sollte den Hilltop zwischen 10 und 12 Uhr erreichen.

Für die Wanderung sollte man je 3-4 Stunden veranschlagen.

Negativ beeinflussen können das Erlebnis folgende Faktoren: oft unfreundliche erscheinende oder unmotivierte Indianerguides, Pack-und Reitpferde in schlechtem Zustand, streunende Hunde (kann sein, sie begleiten einen auf dem ganzen Weg vom Hilltop ins Tal...), ein sehr „unaufgeräumtes“ Dorf, grober Umgang mit der eigenen Ausrüstung (Packpferde), schlechte bis nicht vorhandene sanitäre Anlagen.

Wie bereits erwähnt, gehören die Havasu Falls trotzdem zu einem der absoluten Highlights des Südwestens, trotz oder gerade wegen des relativ großen logistischen Aufwands.

Gruß - Andreas

Share this post


Link to post
Share on other sites
Guest FFB/LL

Servus Andreas,

Wow, ausführliche Beschreibung - Danke :D

Wenn`s geht werden wir diesen Trip unternehmen, denn die negativen Faktoren stoßen uns nicht ab.

Auf unserer Tour vom 14. bis 28. Mai (L.V. Zion - Bryce - Capitol Reef - Natural Bridges - Arches-Canyon Lands -

Mesa Verde - Monument Valley - Page - Grand Canyon) ist der Havasu Canyon Trip quasi der Puffer zum Schluß.

Du schreibst, daß der Campingplatz gebucht werden muß. Reicht das einige Tage vorher, oder ist das zu spät?

Ansonsten bleiben bei deiner Beschreibung keine Fragen offen.

Da du dich in diesem Gebiet allem Anschein nach hervorragend auskennst, noch eine Frage zu einer ganz

anderen Möglichkeit , die sich an mehreren Stationen unserer Rundreise (s. o.) anbietet, nämlich das erkunden

der Nationalparks per Pferd.

In vielen Homepages heißt es, daß auch ungeübte Reiter keine Probleme haben. Wir sind Ungeübte (da sind wir

wieder bei den Greenhorns), aber auf einem Quaterhorse (und zwar nur auf einem Quaterhorse) könnten wir uns

das ganz gut vorstellen.

Wir überlegen uns schon in der Heimat ein paar Reitstunden zu nehmen.

Hast du Erfahrung, ob es für uns wirklich ratsam ist und in welchem unserer Ziele es sich lohnt?

Wir sind gespannt auf deine Meinung.

Gruß Ernstl

PS: Zu unseren ursprünglichen Thema Rafting: Wir haben uns inzwischen für eine 1tagesTour im Westwatercanyon entschieden.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Ernstl,

Du schreibst, daß der Campingplatz gebucht werden muß. Reicht das einige Tage vorher, oder ist das zu spät?

Ansonsten bleiben bei deiner Beschreibung keine Fragen offen.

Das KÖNNTE definitiv zu spät sein - ruft einfach mal an, zumindest die beiden Mitarbeiter im Res.-Office waren immer sehr kompetent und freundlich.

Da du dich in diesem Gebiet allem Anschein nach hervorragend auskennst, noch eine Frage zu einer ganz

anderen Möglichkeit , die sich an mehreren Stationen unserer Rundreise (s. o.) anbietet, nämlich das erkunden

der Nationalparks per Pferd.

In vielen Homepages heißt es, daß auch ungeübte Reiter keine Probleme haben. Wir sind Ungeübte (da sind wir

wieder bei den Greenhorns), aber auf einem Quaterhorse (und zwar nur auf einem Quaterhorse) könnten wir uns

das ganz gut vorstellen.

Wir überlegen uns schon in der Heimat ein paar Reitstunden zu nehmen.

Hast du Erfahrung, ob es für uns wirklich ratsam ist und in welchem unserer Ziele es sich lohnt?

Ich kenne es nur vom Monument Valley, und dort lohnt es sich absolut! Ich finde es total genial, dort zu reiten. Ich habe mehrmals einen Overnight-Ride gemacht, abends drei Stunden ins Tal reiten und am nächsten Morgen zwei Stunden wieder raus (die Pferde wollen heim, da geht es schneller). Ich war diesbezüglich auch ein Greenhorn, aber wahrscheinlich Naturtalent... ich bekam jedenfalls schon bei meinem dritten Besuch ein richtig "schnelles" Pferd... tatsächlich werden Pferde für jede Könnensstufe angeboten, aber die Anfängerpferde sind meist lahme, alte Gäule, die man gar nicht in Schwung bekommt, Von daher schadet es bestimmt nicht, und trägt zur Spasssteigerung bei, wenn ihr vorab einen Schnupperkurs o. ä. belegt... denkt aber daran, dass dort natürlich Western-Style geritten wird, dass heisst u. a. die Sättel haben einen Knauf und die Steigbügel sind bei weitem nicht so hoch wie beim englischen Stil.

PS: Zu unseren ursprünglichen Thema Rafting: Wir haben uns inzwischen für eine 1tagesTour im Westwatercanyon entschieden.

Ich denke, dass ist eine sehr gute Entscheidung

Gruß - Andreas

Share this post


Link to post
Share on other sites
Guest horst_w

Hallo!

Darf ich mich hier bitte kurz anhängen?

Gibt es eigentlich auch die Möglichkeit _im_ Canyonlands NP zu raften?

Insbesondere würde mich eine Eintagestour am Colorado interessieren.

Gruß,

Horst

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Horst,

die große Schwierigkeit ist, aus den Canyonlands wieder herauszukommen. Ab Moab flussabwärts geht es zunächst sehr gemächlich zu, was den großen Aufwand, wieder flussaufwärts hinauszukommen nicht rechtfertigt. Der Cataract Canyon im Canyonlands NP hat dann, unterhalb des Zusammenflusses mit dem Green River, wirklich gute Rapids zu bieten, ist per Tagestrip jedoch nur mit einem Jetboat zu erreichen, wurde mal angeboten, ich finde zurzeit jedoch keinen, der es anbietet. Sheri Griffith hat 3 bis 6-Tages-Versionen mit Motorraft im Programm, und eine 10-Tages-Tour mit Ruder-Raft.

Die beste Tagesvariante ist wie bereits ausgeführt Fisher Towers für Calm Water und Westwater Canyon für White Water, bei beiden kommt richtiges Canyonlands Feeling auf...

Gruß - Andreas

Share this post


Link to post
Share on other sites
Guest Evala

Viel Spaß in Supai! Wir waren in 2005 dort und es war einfach super, hatten insgesamt 3 Nächte auf dem Campingplatz und sind beide Strecken gelaufen, ca. 8 Stunden vom Hualapai Hilltop bis zum Campground. Auf dem Rückweg haben Mulis das Gepäck geschleppt. Einen Tag sind wir ins Dorf gelaufen und haben im "Diner" gegessen und etwas eingekauft, ansonsten haben wir gebadet und NICHTS getan, außer die wunderbare Natur bewundert - das war herrlich!!!

Ich bereue es noch jetzt, dass wir nicht über die Mooney Falls zu den Beaver Falls gelaufen sind - also müssen wir wohl noch mal hin!

Das Dorf war nicht sehr sauber, aber die Natives waren okay, besonders im Office waren sie sehr freundlich!

Share this post


Link to post
Share on other sites

Anzeige:





×
×
  • Create New...