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KFZ-Mechatroniker in Florida


Guest Hendrik

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Guest Hendrik

Bin durch langes Internet rumstöbern hier gelandet!! Und dachte mir mall nachzufragen ob ihr eine Ahnung habt wo ich mall gucken könnte wegen Stellenangebote für KFZ-Mechaniker!!

Ich werde am 02.2008 meine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker abschliessen und würde gerne meinen Anfang in der Berufswelt in den USA machen!! Ich bin es leid das schlechte Wetter von Deutschland zu haben, und sehe jetzt schon das es nicht einfach wird einen Job in Deutschland zu finden!! Deswegen wollte ich mich auch im Ausland umsehen!!

Zur Zeit arbeite ich bei Ford Krüll in Hamburg. 75% meiner Arbeiten in der Firma sind Fehlersuche und Nachrüsten von Zusatz- Systemen was ich auch gerne weiter machen würde! Das stupiede Teiletauschen habe ich satt, weswegen ich auch in die Elektroniker Halle gewechselt habe! Natürlich bin ich auch anpassungsfähig und kann ebensogut mechanische Arbeiten machen!! Aber träumen darf jeder doch mall oder nicht ^^!!

Könnt ihr mir vieleicht weiterhelfen meinen Traum zu verwirklichen??

THX:Hendrik

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Hallo Hendrik,

leider habe ich schlechte Nachrichten für dich. An ein Arbeitsvisum in den USA zu bekommen ist nicht leicht, und du selber kannst da gar nichts machen. Das Visum muss nämlich von deinem Arbeitgeber beantragt werden, und dieser wiederum muss nachweisen, dass er für die ausgeschriebene Stelle keinen US-Bürger bekommen kann. Ich hatte das Glück, vier Jahre lang in der Tourismusbranche ein Arbeitsvisum bekommen zu haben. Hierfür musste mein Arbeitgeber zunächst beim Arbeitsministerium den Nachweis erbringen (in diesem Fall war das der Reisekatalog), dass für den Job ein deutschsprachiger Guide gesucht wurde. Dann musste per vorgeschriebenem Verfahren 4 Wochen lang die Stelle in Amerika ausgeschrieben werden (hier: in der LA Times) - die Bewerbungen gingen per Chiffre direkt ans Arbeitsministerium. Blieb diese Suche erfolgslos, gab das Arbeitsministerium grünes Licht an die Einwanderungsbehörde, erst dann konnte das Arbeitsvisum beantragt werden, welches dann zwischen 3 und 9 Monate brauchte um ausgestellt zu werden. Es gibt verschiedene Arten von Visa, Laufzeit meist zwischen 1 und 2 Jahren, seltener bis zu 5 Jahren (dieses ermöglicht dann u. U. sogar die Umwandlung in eine dauerhafte Green Card). Das alles war vor 2001, inzwischen sind die Verfahren sicherlich nicht einfacher geworden. Je nach Branche gibt es natürlich immer Ausnahmen und Erleichterungen, so kenne ich ein paar Ärzte, die es relativ problemlos geschafft haben, einen Lehrer für eine deutsche Schule, und bei etablierten Künstlern und Sportlern klappt es wohl auch ganz gut...

Ich sehe für dich also nur 4 Möglichkeiten:

1. Lass dich als KFZ-Mechatroniker z.B. von Porsche oder BMW so gut qualifizieren, dass du für den amerikanischen Markt "attraktiv" wirst

2. Heirate eine Amerikanerin

3. Nehme an der Green Card Lotterie teil (hey, wir hatten in unserer Firma mit rund 50 europäischen Tourguides quasi jedes Jahr ein, zwei Gewinner!)

4. (SCHERZ!!) Mach es wie die Mexikaner: Arbeite für 5 - 10 Jahre illegal in einem Mindestlohn-Job (Hotel-Janitor, Autowäscher...) und hoffe auf die nächste Amnestie. Die kommt nämlich regelmäßig vom Präsidenten, um die vielen "Illegal Aliens" einzubürgern, weil die ganze amerikanische Servicegesellschaft ohne diese Arbeitskräfte gar nicht existieren könnte. (SCHERZ!!)

Etwas leichter ist es in Kanada, hier hat jede Provinz ihr eigenes Einwanderungsprogramm, und auch als Handwerker hat man gute Chancen. Aber bei dir war es ja wegen dem Wetter....

Sorry, dass ich keine besseren Tipps für dich habe.

Gruß - Andreas

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Guest hanna123
4. Mach es wie die Mexikaner: Arbeite für 5 - 10 Jahre illegal in einem Mindestlohn-Job (Hotel-Janitor, Autowäscher...) und hoffe auf die nächste Amnestie. Die kommt nämlich regelmäßig vom Präsidenten, um die vielen "Illegal Aliens" einzubürgern, weil die ganze amerikanische Servicegesellschaft ohne diese Arbeitskräfte gar nicht existieren könnte.

Das ist doch nun wirklich der duemmste Tip ueberhaupt!

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Guest Michael_aus_den_USA

Nene, das ist gefährlich. Macht nicht so einen Scheiß und empfehlt illegale Aktionen.

Ich weiß, es war sicherlich als Scherz gemeint, aber es kann böse ins Auge gehen.

Hendrik, es gibt ein Visa-Programm über das Du zumindest eine legale Arbeitsmöglichkeit für 18 Monate bekommst.

Das Ganze ist im Prinzip keine Unmöglichkeit für Dich. Du kannst mir mal eine direkte Message an mich über das Forum schicken.

Ich habe Adressen von Firmen, bei denen Du es mal mit Deiner Ausbildung versuchen kannst, aber aus verständlichen Gründen möchte ich die Adressen der Firmen nicht hier posten.

Mit einem Gruß aus den USA,

Michael.

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Das ist doch nun wirklich der duemmste Tip ueberhaupt!

Entschuldigung, aber wer diesen Tipp von mir Ernst nimmt und für 5 - 10 Jahre als Autowäscher schuftet, in der Hoffnung dass irgendein Präsident mir dann eine Amnestie ausspricht, dem ist nicht mehr zu helfen!

Vielleicht hat ja der Hinweis "Scherz" gefehlt (welchen ich nun nachgetragen habe), aber es sollte nur ein wenig Hintergrundinformation sein, weil sich sicherlich so mancher Kalifornien- oder Florida-Reisende schon gefragt hat, wie die vielen Mittelamerikaner das mit dem Visum machen...

Trotzdem Danke, Hanna, so trage ich zumindest eine Auszeichnung in diesem Forum ;)

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Hallo Hendrik,

es gibt ein aktuell erschienenes Buch zum Thema:

Titel: "Leben & Arbeiten in den USA"

Autor: Wolfgang Stiem

Erscheinungsdatum: März 2007

Verlag: GD-Verlag

ISBN: 978-3-939338-24-6

Es wäre schön, wenn du mich/uns auf dem Laufenden hälst, wie und ob es mit deinen Plänen voran geht. Während meine o. g. Schilderung über die Vorgehensweise zur Beschaffung von Visa auf Tatsachen beruht, fände ich es sehr spannend zu erfahren, ob Firmen in den USA sich diese Mühe machen um deutsche Fachkräfte im Handwerk (deren fachliche Qualifikation auch in Amerika zweifellos bekannt ist!) einstellen zu können. "Meine" Branche (Tourismus) nimmt da immer eine gewisse Sonderstellung ein, die manches vereinfacht. Als ursprünglich gelernter Tischler sehe ich das ganze aber gerne auch mal aus anderer Perspektive.

Gruß - Andreas

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Guest Michael_aus_den_USA

Hi Andreas,

da gibt es schon Möglichkeiten auf ein J1-Visa zum Beispiel. Ich kenne Firmen, die eben bewußt Europäer für ihre Firmen suchen, weil insbesondere die deutsche Berufsausbildung sehr hoch anerkannt wird.

Die Chancen sind also nicht sooo schlecht. Aber es ist eben nur ein zeitlich befrißteter Aufenthalt möglich und wählerisch in welchem Staat man arbeiten möchte darf man auch nicht so sehr sein. Aber gehen tut es schon und ich gönne es jedem. Ein paar wollen nach der Dauer noch länger in den USA bleiben, andere fiebern wiederum dem Tag der Heimkehr entgegen. Eine Erweiterung des Horizonts ist es auf jeden Fall.

Mit einem Gruß aus Arizona,

Michael.

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Otzberg hatte es im letzten Jahr schon mal gepostet, und gerade lese ich im America Journal, dass es das Programm in diesem Jahr wieder gibt, für unseren Hendrik vielleicht interessant, um mal ein Jahr auszuprobieren:

(Ich zitiere Forums-Helper Otzberg für das Programm 2007, welches nun scheinbar auch wieder für 2008 aufgelegt wurde:)

Junge Berufstätige / Auszubildende aufgepasst!!!

Ein Jahr in den USA leben, studieren und arbeiten - diese spannende und einzigartige Kombination bietet das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP).

In diesem Jugendaustausch-Programm des Deutschen Bundestages und des

Amerikanischen Kongresses konnten seit 1983 bereits über 17.000 junge Leute gefördert werden, davon 20 Prozent junge Berufstätige.

Besonders angesprochen sind junge Berufstätige / Auszubildende (z.B. Handwerker, Kaufleute und Landwirte/ Winzer), die zum Zeitpunkt der Ausreise eine anerkannte, abgeschlossene Berufsausbildung haben und nach dem 31.07.1985 geboren sind.

Nähere Informationen zum Programm bitte bei der InWEnt in Bonn (ausschließlich junge Berufstätige) unter:

Zusätzliche Informationen zum Berufstätigen - PPP finden Sie auch über die Internetadresse: www.inwent.org/usappp oder www.bundestag.de/ppp

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