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Hatchcanyon

Once upon a time in the West

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Green River dient heute als Watering Hole für Trucker und andere Reisende auf der Interstate 70. Auch der Greyhound macht hier einen Biobrake.

 

Gegründet wurde die Siedlung - nur eine Handvoll Familien - aber schon früh als reine Agrarsiedlung mit dem Namen Blake oder Blake City. Es war warm, man hatte Wasser vom Green River. Und man baute eine primitive Fähre. Ein Abtransport von Produkten war anfangs kaum möglich, da es keine leistungsfähigen Transportmittel gab. Also versorgte man sich selbst.

Dann erschien eines Tages (1880)  ein Landvermesser. Sein Auftrag war es, eine Route für die Eisenbahn von Grand Junction nach Salt Lake City zu finden. Nicht gerade ein leichtes Leben! Kein Dach über dem Kopf, ziemlich auf sich allein gestellt. Da traf es sich gut, dass ihm die Gamage - Familie am Green River eine Schlafgelegenheit und Verpflegung bot. Gegen Bezahlung natürlich. Allemal viel besser, als in dieser Ödnis aus Mancos Shale zu campieren.

 

Hier musste die Route in jedem Fall vorbei kommen, denn es war die einzige Stelle weit und breit, wo ein Brückenschlag ohne allzu grosse Schwierigkeiten möglich schien. Joseph Gamage hatte offene Augen und Ohren und erwarb ein grosses Stück augenscheinlich wertlosem, weil unfruchtbarem Land auf der Westseite des Rivers.

 

Die Kalkulation ging auf. Schnell und sehr gewinnbringend! Hinter der Flussbrücke entstand das Depot mit der Möglichkeit, die Dampflokomotiven mit Wasser und Kohle zu versorgen. Ein Rangierbahnhof und Lokschuppen wurden errichtet. Daneben baute man ein Hotel - Palmer House -, das der Verpflegung der Reisenden auf der langen Strecke diente. Alles auf dem Grund und Boden, den Gamage für wenig Geld erworben hatte. 40 acres (ca. 16 Hektar) - jetzt weitaus wertvoller! - verkaufte er der Rio Grande and Western Railroad.

 

Gut für die Ansiedlung, jetzt konnte man Früchte abtransportieren. Die Bevölkerungzahl nahm zu. Man lebte hauptsächlich von Melonen. Noch vor ein paar Jahren konnte man etwas ausgeblichene Schilder mit der Aufschrift "Watermelon Capital of the World". Den selbst verliehenen Titel muss man sich aber mit anderen teilen. Im September feiert man ein Melon Festival.

 

Ob Sergio Leone die Geschichte kannte?

 

Das Hotel existiert längst nicht mehr, Dampflokomotiven muss man auch nicht mehr versorgen. Aber die Train Station ist nach wie vor in Betrieb, dient auch als Bahnhof für Moab. Ein Taxishuttle bindet an.

 

Gruss

 

Rolf

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Eine typische Goldgräber-Erfolgsstory....nur ohne Gold. Das waren Zeiten.

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