Ich bin mir sicher, ihr bekommt das auf die Reihe, ob mit oder ohne Navy.
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#107582 Welches GPS sollen wir im Herbst kaufen und wo?
Geschrieben
Butterfly
on 06.06.12 - 18:34
Ich bin mir sicher, ihr bekommt das auf die Reihe, ob mit oder ohne Navy.
#106988 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 10.05.12 - 20:06
Nach dem Frühstück im Hotel beluden wir wieder mal unser Auto und machten uns zeitig auf den Weg nach Gettysburg, um ein wenig in die amerikanische Geschichte einzutauchen. In der Nacht hatte es geregnet und im Licht der Morgensonne sah alles so sauber, richtig „frisch gewaschen“ aus.
Auf dem Weg nach Gettysburg kamen wir an einer Baustelle vorbei. Während bei uns am Anfang und Ende der Baustelle eine Ampel den Verkehr regelt, stehen hier Personen, die ein Schild mit „Stop“ oder „Slow“ hochhalten! Die Verständigung mit dem „Ampelkollegen“ erfolgt per Funkgerät. Auf diesem Abschnitt fielen mir auch die modernen Briefkästen auf, die die Form eines Außenbordmotors haben.
Ziemlich früh kamen wir in Gettysburg an, doch auch andere waren schon unterwegs. Mit Bussen wurden die Menschen zu den ehemaligen Schlachtfeldern des amerikanischen Bürgerkriegs gebracht. Wir kamen „mittendrin“ an und informierten uns an einer Tafel. Während wir versuchten, uns an dem Plan zu orientieren, sprachen wir natürlich deutsch miteinander. Ein anderer Besucher sprach uns daraufhin an. Er war sichtbar überrascht, dass deutsche Touristen die historischen Stätten in Amerika besuchten. Und auch er war natürlich schon in Deutschland gewesen und schwärmte von dem schönen Aufenthalt.
So, jetzt wussten wir wo das Visitor-Center war und dorthin begaben wir uns. Der Weg führte durch Gettysburg, ein nettes Städtchen, das wir aber nicht weiter besichtigten. Im Visitor-Center holten wir uns einen Plan und begannen mit der Rundfahrt.
Die Fahrt ist chronologisch entsprechend dem Schlachtgeschehen angelegt. An besonderen Stellen sind Aussichtstürme und Gedenkstätten errichtet. Das damalige Geschehen kann man in der Broschüre nachlesen. Für eine ausgiebige Besichtigung wird ungefähr ein Tag empfohlen. So lange wollten wir uns nicht Zeit nehmen und soooo spannend fanden wir es auch nicht. Wir fuhren die Strecke ab und hielten an Punkten, die wir für interessant fanden. Es ist ein bedrückendes Gefühl, wenn man an den Schlachtfeldern steht und nachliest, wie viele Menschen hier starben oder verwundet wurden. Mittlerweile musste man auch klug planen, denn es waren Omnibusse unterwegs, die mit den Besuchern die Schlachtfelder abfuhren, und so ließen wir ab und zu einen überfüllten Punkt aus, damit wir den nächsten wieder in Ruhe anschauen konnten.
Gegen Mittag waren wir wieder am Ausgangspunkt, d.h. dem Visitor-Center angekommen und nahmen den nächsten Punkt auf unserem Tagesplan in Angriff. Wir wollten zu den Amish People im Lancaster County und dann weiter nach Philadelphia. Und so ging die Fahrt wieder durch die schöne Landschaft und unmerklich änderte sich das Bild, bis uns auf einmal auffiel, dass vermehrt statt Autos Pferdekutschen unterwegs waren. Wir waren bei den Amish People angekommen.
Die „Amischen“ lehnen moderne Errungenschaften ab bzw. akzeptieren sie erst nach längerer Zeit. So nutzen sie z.B. keine Autos sondern fahren mit Pferdekutschen, die aber über elektrische Beleuchtung und Blinker verfügen. Wir sahen Bauern, die mit Pferdegespannen die Felder bearbeiteten. Wir sahen einen Mann, der in einem größeren Garten ein Pferd vor den Rasenmäher gespannt hatte. Das lustigste Erlebnis war aber, als wir an einem Drive-through-Schalter eine Pferdekutsche stehen sahen. Man erkennt die Amischen an der Kleidung. Frauen tragen über den Kleidern eine Schürze und ein Häubchen, Männer tragen Bart, einen Strohhut und Hosenträger.
In Lancaster besuchten wir eine „Museums-Farm“ der Amish People. Auch ein Schulgebäude mit dem typischen einen Klassenzimmer für alle Altersstufen ist vorhanden. Bei der Farm machten wir eine Führung mit und hatten einfach wieder das Problem, dass wir nur die Hälfte der Erklärungen verstanden. Doch die Guides hatten vorgesorgt und es gab auch schriftliche Informationen in verschiedenen Sprachen.
Nach einer kurzen Mittagspause bei Starbuck’s - hier kauften auch amische Frauen mit Kindern eine Erfrischung – fuhren wir weiter nach Intercourse. Dort sollte man das Leben der Amish-People noch besser nachvollziehen können. Intercourse entpuppte sich als ein Dorf, das für die Touristen hergerichtet ist. Nicht nur Ausländer waren dort, auch viele amerikanische Touris konnte man sehen. Im Dorf gab es viele Läden, in denen die Produkte der Amish People vermarktet wurden. Es gab auch die Möglichkeit, den Frauen bei der Herstellung von Relish und Marmelade zuzuschauen und es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie ohne die moderne Technik gearbeitet wurde. Die einheitlich gekleideten Frauen und Mädchen hätten sich gut zum fotografieren geeignet, doch ein großes Schild bat darum, keine Fotos zu machen. Fotos lassen sich nicht mit der Religion der Amish People vereinbaren.
In Intercourse konnte man auch eine Kutschfahrt mitmachen, und so stiegen wir in einen „Pferdeomnibus“ -es hatten ca. 12 Personen Platz- und fuhren eine Runde durchs Land. Wir waren die einzigen Ausländer unter 10 amerikanischen Damen, die aus allen Teilen des Landes kamen. Der Kutscher fragte in die Runde, woher jeder käme und als er Germany hörte, sagte er, er habe als Kind auch Deutsch gelernt, kann es aber nicht mehr gut sprechen. Die meisten Damen der Reisegruppe waren auch schon in Deutschland bzw. Europa und es ergab sich ein munteres Gespräch, wer von den Damen wo gewesen ist und welche Orte wir bereits besucht hatten.
Am Spätnachmittag ging es nach Philadelphia weiter. Wir hatten per Internet ein Motel auf der New Jersey-Seite gebucht. Je näher wir nach Philadelphia kamen umso größer, breiter und vielbefahrener wurde der Highway.
Wir kämpften uns durch den Verkehr und suchten unser Motel. Das Navi gab uns dann, als wir mitten auf dem Highway waren, den Hinweis: Sie haben ihr Ziel erreicht! Danke Navi, aber wo genau ist es? Wir sahen dann das Motel auf der linken Seite, doch wir hatten keine Möglichkeit, abzubiegen. Also ging es weiter bis zur nächsten Wendemöglichkeit und dann wieder zurück. Irgendwie schafften wir es auch die nächsten Male nicht auf einem besseren Weg zum Motel zu kommen, doch nach dem 3. Mal wussten wir schon, wie lange es zum Wendepunkt ist!
Das Motel war, sagen wir mal „zweckmässig“. Nicht besonders toll aber auch nicht abstoßend. Es war sauber, das Zimmer war auch geräumig und wir wollten ja nur übernachten. Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten mussten wir noch mal raus ins Unbekannte, denn der Magen meldete sich und wollte noch was haben. Also liessen wir das Navi nach einem Applebee’s suchen (habe ich schon erwähnt, dass diese Kette in diesem Jahr unser Favorit war!?!?) und fuhren dorthin.
Es war ziemlich viel los, doch wir bekamen noch einen Platz. Es wäre gemütlich gewesen, wenn nicht irgendjemand beschlossen hätte, die Raumtemperatur bis kurz vor den Gefrierpunkt runterzufahren! Die Klimaanlage kühlte gnadenlos runter, sodass wir auf einen Kaffee als Abschluss verzichteten und schnell wieder ins Freie (und Warme!) wollten. Wahrscheinlich ist das Geschäftstaktik, denn wenn man friert isst man schneller und die Plätze können nochmal vergeben werden.
In diesem Applebee’s hatten wir ein Erlebnis, das nicht so oft passiert. Wir hatten bestellt, das Essen wurde serviert, aber ich bekam nicht das, das ich bestellt hatte. Ich sagte das der Bedienung und wartete halt, bis mein Essen kam. Die Überraschung war, es wurde mein Gericht serviert und die Bedienung, die die Bestellung aufgenommen hatte kam und entschuldigte sich ausdrücklich für das Versehen und brachte unaufgefordert noch 2 Getränke als Entschuldigung mit. Wäre das in Deutschland passiert hätte man sehr wahrscheinlich nur ein kurzes „Entschuldigung“ wenn überhaupt, gehört.
Gesättigt und müde von dem langen Tag fuhren wir wieder zum Motel zurück. Es ging durch Wohnviertel von Philadelphia und plötzlich sahen wir im Scheinwerferlicht auf der Straße, mehr auf unserer Straßenseite, einen Pfosten stehen. Na bravo, welcher Knallkopf bringt so einen Pfosten an, dass man nicht mehr gut vorbeifahren kann! Wenn, dann gehört der in die Mitte! So dachten wir und fuhren näher ran. Und da stellte sich der Pfosten als Geier raus! Ein riesiger Geier stand mitten in der Nacht mitten in Philadelphia auf der Straße! Schade, dass es für ein Foto zu dunkel war. Wir fuhren langsam an dem Tier vorbei und versuchten, ohne Umwege zum Motel zu kommen.
#106923 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 08.05.12 - 19:32
So langsam mussten wir wieder Richtung Süden fahren und unsere heutige Etappe führte uns vom Erie-See im Norden Amerikas nach Pittsburgh.
Auf dem Weg nach Pittsburgh lag ein Outlet-Center, dem wir natürlich einen Besuch abstatteten. Doch zuerst gab es im Hotel das übliche amerikanische Frühstücksbuffet, an dem wir uns stärkten. Das Wetter war auch besser, die Wolken nur noch hellgrau und kein Regen. So gegen 10 Uhr waren wir dann in Grove City beim Outlet Center. Der riesige Parkplatz war noch fast leer und wir konnten in aller Ruhe losgehen und Schnäppchen suchen.
Ohne Zeitdruck gingen wir die einzelnen Blöcke ab und schauten uns die Geschäfte an. Bei dem einen oder anderen
Zum ersten Mal sahen wir in einem Outlet-Center auch einen Heimwerkerladen. Mein Mann sah eine Maschine, die in Deutschland wesentlich teuerer ist und liebäugelte damit. Zuerst diskutierten wir, ob unser Koffer das Gewicht noch vertrug oder ob wir Zusatzgebühren zahlen müssten, die das Ganze ja auch verteuert hätten. Dann fiel mir die abweichende Netzspannung ein und so verdarb ich meinem Mann den Spaß an einer günstigen Maschine (siehe Lichterkette in Albany!).
Gegen Mittag – das Auto enthielt einige Tüten mehr, der Geldbeutel war dagegen einiges schlanker geworden – stärkten wir uns für die Weiterfahrt nach Pittsburgh. Ganz entspannt fuhren wir auf dem Highway dahin und hatten einen gigantischen ersten Blick auf die Shilouette der Stadt.
Dann war nichts mehr entspannt! Auf der mehrspurigen Autobahn fuhren wir den Anweisungen des Navi nach, mussten durch einen Tunnel, hatten keinen Empfang mehr und mussten uns kurz nach dem Tunnel entscheiden, ob wir geradeaus weiterfahren oder abbiegen sollten! Für was man sich auch entscheidet, es ist immer falsch. Nach einer Irrfahrt durch die weniger schönen Gewerbegebiete von Pittsburgh trafen wir an unserem Motel (Extended Stay Pittsburgh Carnegie – war in Ordnung) ein. Wir bezogen das Zimmer, machten uns frisch und dann suchten wir die Duquesne Incline.
Das ist eine Standseilbahn, die auf den Mt. Washington führt. Diesmal hatten wir Glück und fanden schnell dorthin. Wir gingen auf der Höhe entlang und hatten einen wunderschönen Blick auf das „Golden Triangle“ von Pittsburgh. Die Bergstation der Incline hat Museumscharakter und wir erhielten einen Einblick in die Geschichte der Incline. Eine Fahrt erschien uns nicht besonders erstrebenswert, da an der Talstation nichts Sehenswertes ist und so blieben wir oben und genossen das Panorama.
Da noch Zeit war wollten wir in die City von Pittsburgh fahren. Wieder mussten wir durch den Tunnel und dann standen wir im Abendverkehr in der Stadt und suchten einen Parkplatz. Endlich ergatterten wir einen, doch die Parkuhr war gefräßig und wollte mehrere Quarter für eine kurze Parkdauer. Natürlich hatten wir nicht genügend Kleingeld und so reichte die Parkzeit nur für einen sehr kurzen Trip in der Stadt.
Auf dem Rückweg ins Hotel suchten wir gleich nach einem Lokal für’s Abendessen und fanden auch unsere diesmalige Lieblingskette (Applebee’s) wieder. Beim letzten USA-Urlaub waren wir Denny’s-Fans! Das Wetter war besser als am Vortag, es regnete nicht und nachmittags konnte man auch ohne Jacke gehen.
#106854 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 06.05.12 - 12:47
Ein Blick aus dem Fenster zeigte uns, dass gestern eindeutig der schönere Tag gewesen war. Grauer Himmel und viele Wolken waren zu sehen als wir morgens das Hotel verließen. Das Hotel bot im Restaurant zwar Frühstück an, doch die Speisekarte war uns zu kalorienreich. Wir gingen lieber zu „Tim Hortons“ und holten uns dort Kaffee, Muffins und einen Cream-Cheese-Bagel! Dann schauten wir nochmal zu den Fällen, bummelten ein wenig im Ort herum und starteten am späten Vormittag zu unserem nächsten Ziel: Erie, Pennsylvania.
Zügig fuhren wir auf dem Highway dahin und als wir durch eine Ortschaft fuhren meinte mein Mann, warum fahren die denn so langsam – man darf doch viel schneller! Und als nächstes kam: O Gott, in Kanada gibt’s ja km/h und nicht m/h! Nach einer Woche Autofahren in den USA waren wir an die m/h gewöhnt und düsten halt anstatt mit 50 km/h mit 50 m/h ein bisschen schneller als erlaubt durch die Gegend! Es hat uns keiner erwischt und auf den folgenden km hielten auch wir uns an die „richtige“ Geschwindigkeit!
Bei Buffalo mussten wir wieder in die USA einreisen. An der Grenze war nicht viel los. Ein Auto wurde gerade abgefertigt und wir stellten uns dahinter an. Der Beamte war darüber gar nicht erfreut und sehr deutlich zeigte er uns, dass wir an einer bestimmten Linie 5 m weiter hinten warten sollten. Da hatten wir ja einen guten Eindruck gemacht! Nach kurzer Zeit durften wir dann vorfahren und dem Beamten unsere Reisepässe vorlegen. Er studierte die Dinger von vorne und von hinten und dann verblüffte er uns indem er sagte: You are from Germany? Wir bejahten natürlich. Sein nächster Satz war: „You are missing the Octoberfest!“ Die Eröffnung des Oktoberfestes war an dem Wochenende gewesen und wird auch an der kanadisch-amerikanischen Grenze zur Kenntnis genommen!
Wieder in den USA fuhren wir gemütlich den Highway entlang. Das Wetter war nun sehr unfreundlich geworden. Dunkle Wolken und ein stürmisches Lüftchen veranlassten uns, das Auto nicht zu verlassen. Nach einiger Zeit verließen wir den Highway um näher an den See heranzukommen. Laut Straßenkarte müsste auch in Seenähe eine Straße verlaufen und die wollten wir suchen. Auf einsamen Straßen kamen wir dann auch an den See heran. Besonders beeindruckend war das ganze nicht. Der Hafen lag meilenweit von irgendeinem Ort entfernt und es gab wirklich nur den Hafen mit ein paar Booten und sonst nichts. Na gut, dann fahren wir halt wieder zurück.
Wir waren jetzt im Bundesstaat Pennsylvania!
Auf dem weiteren Weg kamen wir wieder durch die typischen amerikanischen Dörfer, die man halt auch aus den Fernsehserien kennt. Je näher wir an Erie herankamen umso schlechter wurde das Wetter und als wir Erie erreichten, fing es an zu regnen. Trotzdem fuhren wir noch Richtung See, um eventuell noch einen Spaziergang machen zu können. Doch daraus wurde nichts. Der Wind steigerte sich zu einem Sturm und aus dem Regen wurde ein Regenguss – nicht wirklich verlockend. Also suchten wir unser Motel (es war das „La Quinta“ in Erie, ganz in Ordnung), schleppten die Koffer durch den strömenden Regen und begaben uns auf’s Zimmer. Wir stellten fest, dass es in dem Hotel einen Pool und einen Fitness-Raum gab. Und so tobten wir uns dort aus nachdem der Regen unsere sonstigen Pläne über den Haufen geworfen hatte.
Als wir uns entschlossen, in den Fitness-Raum und den Pool zu gehen, hatten wir nicht daran gedacht, dass wir unsere Koffer umgepackt hatten. Zuerst hatte jeder seinen Koffer und so mussten jeden Tag 2 Koffer und die sonstigen Taschen auf’s Zimmer gebracht werden. Das wollten wir ändern und so packten wir einen Koffer mit den Sachen, die wir benötigten und ließen den anderen im Auto. In diesem Koffer befanden sich jetzt unsere Badesachen - und das hieß: raus, im strömenden Regen zum Auto laufen und im Koffer nach den Badesachen kramen. Aber auch dieses Hindernis überwanden wir und wir verbrachten den Rest des Tages ganz entspannt. Außerdem buchten wir noch die restlichen 3 Übernachtungen, die noch offen waren. Ein Hoch auf’s Internet!
Am Abend ging es zu Applebee’s, wo wir uns ein Steak bzw. Nudeln mit Hühnchen schmecken ließen. Ein Tässchen Kaffee aus der Kaffeemaschine am Zimmer rundete den Tag ab und mit der Hoffnung auf besseres Wetter gingen wir ins Bett.
Das "La Quinta Inn" in Erie, PA
#106852 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 06.05.12 - 11:30
Wir packten ziemlich früh zusammen; erstens wollten wir schnell raus aus diesem Zimmer, zweitens wollten wir früh an den Niagara-Fällen sein, die heute unser Ziel waren. Die Sonne schien bereits, aber es war noch ziemlich frisch an diesem Morgen.
Doch zuerst gab es Frühstück. Das Frühstücksbuffet bestand aus Kaffee, ein paar Donuts, einigen Äpfeln und Bananen, Milch und Orangensaft aus dem Tetrapak bzw. Kanister und Müsli aus der Pappschachtel. Das Ganz „dekorativ“ auf einem Tisch in Schreibtischgröße angerichtet. Doch Hunger verzeiht manches und etwas gestärkt verließen wir die gastliche Stätte. Wir „fütterten“ auch unser Auto und fuhren dann zum Taughannock Falls State Park, der nicht weit von Ithaca entfernt ist.
Auf dem Weg dorthin ergaben sich immer wieder tolle Ausblicke auf den Lake Cayuga. Die Sonne schien, der Himmel war blau, das Wasser glitzerte – es sah aus wie auf den Kitschpostkarten – einfach schön. Als wir auf den Parkplatz beim Taughannock Falls State Park fuhren, war das Kassenhäuschen noch nicht besetzt – ja, was nun? Zum Glück sahen wir einen Ranger , bei dem wir uns erkundigten. Und so erfuhren wir, dass man, wenn man „zu früh“ dran ist, nichts bezahlen braucht. D.h. wer vor den offiziellen Öffnungszeiten kommt – wenn das Kassenhäuschen noch nicht besetzt ist – der kann ohne zu bezahlen parken. Auch beim Verlassen des Parkplatzes braucht man nicht bezahlen.
Wir stellten unser Auto ab und erkundeten die Gegend. Der Weg zum Taughannock Fall führt ohne große Anstrengung durch eine Schlucht. Immer wieder sieht man das Flussbett und die Felsformationen, die das Wasser geschaffen hat. Zu unserem Erstaunen begegneten uns doch schon einige Frühaufsteher. Nach ca. 30 Min. erreichten wir den Wasserfall, der mit 66 m Fallhöhe sogar etwas höher als die Niagarafälle ist. Aber dem Taughannock Fall fehlen natürlich die Wassermassen der Niagarafälle. Auf dem gleichen Weg gingen wir wieder zurück zu unserem Auto. Am Parkplatz war jetzt schon mehr los und auch das Kassenhäuschen war jetzt besetzt!
Für uns hieß es jetzt „auf zu den Niagarafällen“. Ca. 3 Stunden Fahrt lagen vor uns. Eine Zeitlang fuhren wir auf der Landstraße, dann ging es auf den Highway. Am späten Vormittag meldete sich der Hunger und wir hielten an einer Raststätte an. Hier entdeckte ich meine Liebe zur Cream-Cheese-Bagels! Für’s Mittagessen war es uns noch zu früh und so holten wir uns nur einen Kaffee, Muffins und eben einen Cream-Cheese-Bagel. Dieser Bagel war soooo gut und wenn ich künftig die Möglichkeit hatte aß ich einen. Den besten Bagel gab es bei Tim Hortons. Die Läden von Tim Hortons entdeckte ich aber nur im Norden der USA bzw. bei den Niagara-Fällen in Kanada. Wahrscheinlich war er deshalb so gut, weil der Bagel frisch getoastet und dann von den Angestellten mit Philadelphia-Frischkäse bestrichen wurde. Kaufte ich anderswo einen Cream-Cheese-Bagel musste ich ihn selbst bestreichen! So gestärkt ging es weiter zu letzten Etappe und über die Rainbow-Bridge verließen wir die USA und reisten in Kanada ein.
Das Hotel (Ramada Inn) fanden wir schnell, wir schleppten die Koffer auf das Zimmer, machten uns kurz frisch und dann gingen wir auch schon wieder, um die Niagara Fälle zu sehen. Irgendwie stellte ich mir die Fälle immer in der Wildnis vor, doch wir waren noch nicht lange unterwegs als wir Getöse hörten und durch die Bäume hindurch Wasser sahen. Die Fälle waren mitten in der Stadt – unglaublich! Der erste Blick auf die Falls ist einfach unbeschreiblich. Da steht man in der Stadt auf der Straße und blickt auf die Wassermassen, die tosend ca. 60 Meter herunterstürzen. Von der kanadischen Seite aus hat man den Blick auf den Wasserfall hin, von der amerikanischen Seite aus sieht man ihn hinunterstürzen. Keine Ahnung, welche Ansicht schöner oder spektakulärer ist. Das Wetter war super, wir hatten wieder blauen Himmel und es war so warm, dass man ohne Jacke gehen konnte. Den ganzen Nachmittag über sahen wir auch über der aufgewirbelten Gischt einen wunderschönen Regenbogen stehen.
Von der Promenade aus sahen wir den Skylon-Tower; ein Turm, von dem aus man einen schönen Blick auf die gesamten Fälle haben würde. Der Weg zur Aussichtsplattform war für mich mit einem Hindernis versehen – man musste mit einem gläsernen Aufzug auf der Außenseite des Turmes hinauffahren – das geht gar nicht! Ich muss zugeben, die Aussicht wäre sicherlich fantastisch, doch lieber laufe ich innen 500 Stufen rauf, als außen bequem im Glasaufzug zu stehen!
Wir verzichteten also auf den schönen Ausblick und gingen langsam die Straße entlang und schauten die American Falls und die Horseshoe Falls aus allen Blickwinkeln an. Dann beschlossen wir mit der „Maid of the Mist“ zu fahren. Die Zeit war günstig, die Warteschlange relativ kurz. Wir kauften die Tickets (Gott sei Dank wird die Kreditkarte überall akzeptiert!) und fuhren mit dem Aufzug nach unten ans Ufer. Dort wurden wir mit einem müllsackähnlichen Regenmantel ausgestattet und dann warteten wir mit vielen anderen blau gekleideten Männlein, Weiblein und Kindern auf das nächste Boot. Und dann ging es los. Die Fahrt ging ganz nahe an die Fälle heran, die Gischt nebelte uns ein. Foto machen ging gar nicht, vor lauter Wassernebel sah man nämlich nichts und die Kamera wollten wir der Nässe auch nicht aussetzen. Alle und alles triefte – und trotzdem war es schön.
Wieder an Land gingen wir die Promenade zurück zu den Horseshoe-Falls. Der Wind wehte jetzt die Gischt auf die Straße zu und so wunderten wir uns nicht über Menschen, die noch die Regenmäntel der Schifffahrt übergezogen hatten. Wir konnten uns nicht von den Fällen trennen, doch langsam wurde es Abend und der Hunger kam. Direkt an der Promenade, mit Blick auf die Fälle, entdeckten wir ein Restaurant. Da trotz der guten Lage auch die Preise akzeptabel waren gingen wir hinein und bekamen auf der Terrasse einen Platz. Wunderbar, da zu dieser Zeit noch die Sonne schien und die Temperatur erträglich war. Doch nach einer halben Stunde sah es anders aus – Sonne weg, keine Wärme mehr und ein kühles Lüftchen wehte! Wie schön wäre es jetzt drinnen gewesen! Wir zogen die Jacken an und ließen uns trotzdem das Essen schmecken. Es gab ein Philly-Cheese-Steak und einen Burger, der sehr scharf gewürzt war. Nachdem jeder die Hälfte gegessen hatte tauschten wir die Teller; dem einen war das Steak zu fad, der anderen war der Burger zu scharf!
Wir hatten gelesen, dass die Fälle in der Dunkelheit angestrahlt werden und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Da wir im Restaurant einen Platz in der „ersten Reihe“ hatten wollten wir uns die beleuchteten Fälle von dort aus ansehen. Wir tranken also noch einen Kaffee, ließen die Tassen nochmal nachfüllen – und sahen immer noch keine beleuchteten Fälle. Also bezahlten wir und gingen zurück zur Promenade. Es wurde dunkel, die Zeit verging, aber die Fälle wurden nicht beleuchtet. Da wir nicht die ganze Nacht warten wollten beschlossen wir, nur noch bis 20.30 zu warten und dann zum Hotel zurückzukehren. Und siehe da – pünktlich um 20.30 wurden die Strahler eingeschaltet. Wir schossen noch einige Fotos und gingen dann zum Hotel zurück.
Mein absolutes Lieblingsfotos von den Niagara-Fällen!
#106785 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 02.05.12 - 19:44
Auch heute war der Himmel wieder blau und die Sonne schien. Also ab zum Frühstück, dann Koffer holen, auschecken und weiter geht’s im Plan. Wir wollten zu den Finger Lakes, nach Ithaca. Doch zuvor ging es noch zur Howe Caverns – einer Höhle, die ca. 45 m unter der Erde liegt.
Von Albany aus ist die Höhle in knapp einer Stunde zu erreichen. Wir waren früh dran da wir an diesem Tag noch einiges vorhatten, und kamen kurz nach 9 Uhr auf dem Parkplatz an. Außer unserem Auto waren vielleicht noch 5 Fahrzeuge zu sehen – irgendwie seltsam. Wir stiegen aus und gingen zum Eingang. Es war offen – schon mal ein Lichtblick. An der Kasse war keine Menschenschlange, wir konnten ohne Wartezeit unsere Tickets kaufen. Die nächste Führung begann auch bald und wir warteten, ob noch mehr Frühaufsteher kommen würden. Wie uns der Mann an der Kasse sagte, war keine Saison mehr, im Sommer war viel mehr Betrieb.
So, die Führung begann und außer uns waren noch 2 amerikanische Paare dabei. Myranda, unser Guide, fuhr mit uns im Aufzug nach unten und begann ihren Vortrag.
Da wurde es ein bisschen peinlich, denn wir verstanden nicht alles und wenn die anderen lachten, konnten wir nicht mitlachen. Da es aussah, als ob wir uns nicht für den Vortrag interessierten, erklärte ich Myranda, dass wir deutsche Touristen sind und nicht alles verstehen. Und wieder kam die Reaktion, die wir schon öfter erlebt hatten. Sie freute sich über „German visitors“ und erklärte uns, dass sie deutsche Verwandte hat und ihre Mutter aus Berlin stammt. Sie sprach auch ein bisschen Deutsch (ihr Deutsch war besser als mein Englisch
In der Höhle gibt es einen kleinen Fluß auf dem man mit einem Boot fahren kann. Dort wurde uns auch die totale Finsternis demonstriert – Licht aus und man sah die Hand nicht mehr vor den Augen. In der Höhle gibt es auch einen „Altar“ an dem sogar Hochzeiten gefeiert werden. Ich könnte mir was schöneres vorstellen, als in 45 m Tiefe zu heiraten – aber Geschmäcker sind verschieden.
Myranda erklärte auch, dass der Hurrikane „Irene“, der an der Küste Schäden anrichtete, auch in der Höhle Auswirkungen hatte. Der Wasserstand des Flüsschens stieg, sodass die Höhle einige Zeit nicht zugänglich war. Als wir nach der Führung wieder ans Tageslicht kamen, war auch schon etwas mehr Betrieb. Wir sahen uns das Gelände noch ein bisschen an und fuhren dann weiter nach Ithaca zum Buttermilk State Park.
Die Fahrt auf der Interstate war wie immer entspannt. Es war nicht viel Verkehr, keiner drängelte, alle fuhren ruhig und zügig dahin. Wir überholten die typischen amerikanischen Wohnmobile die einen Mittelklassewagen nachzogen und genossen die herbstliche Landschaft, in der schon der Anflug des Indian Summer zu sehen war.
Am frühen Nachmittag kamen wir in Ithaca an und fuhren weiter zum Buttermilk State Park, der am Stadtrand liegt. Wir kamen am oberen Eingang an, entrichteten die Parkgebühr und machten ein kleines Picknick. Das Picknick war wirklich klein, denn es gab nur Kekse, Bananen und Äpfel! Dann entschieden wir uns für den Trail am Wasser entlang und gingen flussabwärts. Der Weg ist schön angelegt, es ist mehr ein Spaziergang als eine Wanderung. Es geht am Wasser entlang und das Flüsschen bildet immer wieder kleinere Wasserfälle. Am Ende des Weges war dann der Buttermilk Fall, ein größerer Wasserfall. Am Fuß des Wasserfalls ist eine Aussichtsplattform angelegt, von der man einen schönen Blick auf das Wässerchen hat. Es fand sich auch immer wieder jemand, der ein Foto von uns beiden gemacht hat.
Nach dem ausgiebigen Genießen des Wasserfalls gingen wir das letzte Stück hinab zum dortigen Parkplatz am unteren Eingang und hofften auf ein Cafe oder wenigstens einen Kiosk – Fehlanzeige. Das habe ich öfter festgestellt – in Deutschland gibt es bei den Sehenswürdigkeiten zumindest einen Kiosk, in den USA keinen Kiosk, dafür immer Toiletten! Für den Rückweg hatten wir die Möglichkeit am „Rim“ also oben an der Schluchtkante entlangzugehen oder denselben Weg zurückzugehen. Da mir die vielen Wasserfälle gut gefallen hatten, gingen wir den gleichen Weg zurück und sahen das Ganze nochmal aus einem anderen Blickwinkel.
Die Wanderung bzw. der Spaziergang hatte nicht zulange gedauert (ca. 1,5 Std.) und so hatten wir noch Zeit in Ithaca nach der Cascadilla Gorge zu suchen. Dank Navi wurde sie auch gefunden und wir schauten uns auch dieses Flüsschen mit seinen Wasserfällen an. Leider war der Weg nach einiger Zeit gesperrt und wir mussten wieder zurückgehen.
Und nun begann das Abenteuer – unser gebuchtes Motel hatte ja abgesagt, wir hatten eine Ersatzadresse. Zu dieser Adresse fuhren wir und als wir das Haus sahen, waren wir fürchterlich enttäuscht. Das Büro war ein winziges Kabuff, die indische Inhaberin sprach genausogut Englisch wie wir. Das Zimmer, das wir erhielten war zwar sauber, aber anfreunden konnten wir uns nicht damit. Es war schon Abend und wie es aussah war in Ithaca alles belegt, also blieben wir und ärgerten uns ein wenig.
Wir mussten noch auf „Futtersuche“ gehen und bei dieser Gelegenheit suchten wir auch das Motel, das wir eigentlich gebucht hatten. Dieses Motel hätte zwar auch nicht 4 Sterne gehabt, aber es war um Welten besser als unser Ersatzquartier. Das würde noch Ärger geben für das Buchungsportal, bei dem wir das Motel (3 Monate vor Reiseantritt!) gebucht hatten! Nachdem wir wieder in Deutschland waren gingen einige Mails hin und her, und zu guter Letzt erhielten wir –nachdem uns zuerst eine kostenlose Übernachtung angeboten worden war- die Hälfte des Übernachtungspreises zurück.
Auf unserer Fahrt durch Ithaca kamen wir auch noch an den Lake Cayuga, an dem wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erlebten.
Und wieder hätte ich mich gerne in ein Restaurant am See gesetzt und den Abend bei einem Glas Wein ausklingen lassen, doch am See war nichts. Vielleicht suchen wir ja auch an den falschen Stellen, wer weiß! Ein kurzer Bummel durch die Stadt rundete den Abend aus und dann fuhren wir zum Ersatzmotel zurück. Essen gab es übrigens bei Arby’s (Fastfood und auch nur, weil ich dringend für „kleine Mädchen“ musste!).
Nach einem bewölkten Tagesstart in Albany hatten wir für den Rest des Tages Sonnenschein, aber es war nicht besonders warm!
#106759 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 30.04.12 - 19:07
Der Blick aus dem Fenster zeigte uns einen blauen Himmel und Sonne. Und doch trauten wir dem schönen Schein nicht und, wie erwartet, war es ziemlich kalt. Doch zuerst gab es Frühstück. Am typisch amerikanischen Buffet erwarteten uns Kaffee, Orangensaft, Rühreier, Würstchen, Obst, Donuts, Toastbrot, Marmelade, Joghurt usw. Es fehlte also nichts für ein gemütliches Frühstück.
Dann machten wir uns auf in die Adirondack Mountains. Wir wollten auf dem Highway bis Ticonderoga fahren, uns dort das Fort anschauen und über den Lake George zurück nach Albany. Die Fahrt auf dem Highway war ganz entspannt. Die Landschaft entspricht in etwa dem deutschen Mittelgebirge, ausgiebig Wälder, soweit das Auge reicht. Auf einmal entdeckten wir vor uns ein Haus, auf großer Fahrt. Verwundert betrachteten wir den Tieflader, der eine Haushälfte geladen hatte. Nachdem wir dieses Gefährt überholt hatten, sahen wir den 2. Teil des Hauses, der schon einige Km weiter vorne war. Umzug auf amerikanisch – eigentlich eine gute Sache, wenn man keine Schränke ausräumen und keine Möbel schleppen muss!
Nachdem wir den Highway verlassen hatten fuhren wir auf Nebenstraßen nach Ticonderoga. Es war wieder eine wunderschöne Landschaft, Wälder, Wiesen, Flüsse, Seen – und das bei blauem Himmel und Sonne. Auf der Fahrt kamen wir mehrmals an Friedhöfen vorbei, die ohne Zaun oder sonstige Abgrenzung neben der Straße lagen. Im Örtchen Ticonderoga fiel uns besonders der Stadtpark auf, durch den ein Flüsschen mit Wasserfall führte. Alles sah sehr gepflegt aus.
Etwas außerhalb des Ortes ist das Fort Ticonderoga. Auf der Zufahrt sieht man schon militärische Erinnerungsstücke. Zur damaligen Zeit war das Fort an einer strategisch wichtigen Stelle zwischen dem Lake Champlain und dem Lake George. Es beherrschte an seinem Standort die Handelsrouten zwischen dem englisch kontrollierten Tal des Hudson und dem von Frankreich beherrschten Sankt-Lorenz-Strom.
Das Fort ist nicht besonders groß und beherbergt ein Museum. Die Zeit wurde ein bisschen zurückgedreht, als Männer, die in zeitgenössische Uniformen gekleidet waren, Schusswaffen vorgeführten. An einem Tisch konnte man die Standardausrüstung eines damaligen Soldaten betrachten. Bei unserer Ankunft war der Parkplatz nur spärlich besetzt, als wir wieder wegfuhren war schon mehr los.
Wir fuhren gemächlich weiter und genossen die schöne Landschaft. In einem kleinen Ort gönnten wir unserm Mazda ein paar Liter Benzin. Als wir am Lake George ankamen war es auch wärmer. Der Ort sah touristisch erschlossen aus (viele Cafes, Andenkenläden usw.) aber es war nicht viel los. Anscheinend ist Mitte September keine Saison mehr. Mehr oder weniger alleine gingen wir durch den Ort und ein bisschen am See entlang. Wir setzten uns an einen sonnigen Platz auf der Terrasse eines Cafes und bestellten Kaffee und Cheesecake. Den Cheesecake mussten wir mit einer normalen Gabel essen, Kuchengabeln gibt es anscheinend nicht.
Am Spätnachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Albany. Wir fuhren noch zur Colonie Center Mall, denn ich wollte unbedingt in die Cheesecake Factory. Die Torten sind ein Wahnsinn – so hoch und so sahnig! Leider war die Zeit nicht besonders günstig, eine Torte wollte ich nicht essen und zum Abendessen war es noch zu früh! Also begnügten wir uns damit, die Torten anzuschauen (Fotos haben wir leider nicht gemacht). Dann bummelten wir noch durch die Mall und erstanden einige unbedingt nötige Kleinigkeiten. In einem Laden für Weihnachtssachen wollte ich gerne eine wunderschöne und ganz billige Lichterkette mitnehmen. Doch dann holte mich die Realität in Form meines Mannes ein, der trocken bemerkte: Die schließt Du nur einmal an unser Stromnetz an, dann haut es die Birnchen raus! Na gut, dann blieb sie halt in den USA.
Auf dem Weg zu unserem Hotel kurvten wir noch ein wenig in Albany herum und fuhren dann nochmal zu Denny’s zum Abendessen.
Das Holiday Inn Express in Greenbush war ganz in Ordnung. Saubere, große Zimmer, freundliches Personal, ein schöner Pool (den wir leider nicht genutzt haben) und ein Frühstücksbuffet, das auch in Ordnung war. Typisch amerikanisch, aber deshalb verreist man ja!
#106758 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 30.04.12 - 18:55
Es war nicht unser bester Tag, darum gibt's auch nicht viele Fotos!
Heute übernahmen wir unser Auto um unsere Rundfahrt zu beginnen. Unser erstes Ziel war Albany, die Hauptstadt des Bundesstaates New York.
Um nicht mitten in New York losfahren zu müssen, hatten wir uns entschieden, zum Flughafen Newark zurückzukehren und dort das Auto abzuholen. Wir buchten also ein Shuttle vom Hotel zum Flughafen. Als Abfahrtszeit wurde uns 8.40 genannt – wir waren da mit Sack und Pack – wer nicht da kam, war das Shuttle-Taxi. Während wir warteten, beobachteten wir den New Yorker Verkehr und auch den Portier, der gekonnt auf 2 Finger pfeifen und damit Taxis herbeirufen konnte. Schließlich kam auch unser Shuttle und wir quetschten uns in die hintere Reihe eines Großraumtaxis und waren froh, nicht selbst in diesem Gewühl fahren zu müssen.
Am Flughafen mussten wir mit unserem Gepäck erst quer durch den Flughafen latschen, eine Treppe hoch, auf den Air-Train warten, um das ganze Gelände rumfahren und dann waren wir auch schon beim Autoverleih. Innerhalb kürzester Zeit waren wir im vorübergehenden Besitz eines weißen Mazda 5 mit Schiebetüren hinten. Die gefielen mir besonders gut! Am Schalter stellte sich heraus, dass der Mitarbeiter vor langer Zeit mal in Deutschland war. Wie immer, wenn wir ins Gespräch mit Amerikanern kamen, stellten wir eine positive Reaktion auf unsere Aussage „we are from Germany“ fest.
Nachdem wir das Gelände des Autovermieters verlassen hatten wurde es ernst. Aufmerksam folgten wir den Anweisungen des Navi’s, wurden aber doch stutzig, als wir zum zweiten Mal am selben Friedhof vorbeifuhren und auch zum 2. Mal eine Mautstelle passierten und 35 ct. zahlen mussten. Kurz gesagt – es gab Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Navi - und nein, es lag nicht an dem Gerät! Jetzt kann ich gar nicht mehr verstehen, warum wir nicht die richtige Ausfahrt fanden, wir nutzen ja auch zuhause das Navi, aber an diesem Tag war einfach der Wurm drin! Nachdem wir also einige Zeit mit Umwege fahren vertrödelt hatten und es auch zu regnen anfing, änderten wir unseren Plan und fuhren nicht über Tarrytown nach Albany.
Nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ fuhren wir mehr oder weniger auf Nebenstraßen Richtung Albany. Uns gefiel es, die typischen Häuschen in den Vororten zu sehen und in einem Örtchen namens Wahmah unterbrachen wir unsere (Irr)Fahrt um uns zu stärken. Bei Starbucks gab es einen Kaffee mit Kuchen und im Walmart deckten wir uns mit Proviant für die kommenden Tage ein. Es gab Kekse, Äpfel, Süßigkeiten, eine Familienpackung Erdnüsse und 12 l Wasser (war ein Sonderangebot!).
Blick auf Albany vom Highway aus
Blick auf Albany vom Hotel aus
Am Spätnachmittag kamen wir in Albany an und ließen uns vom Navi zum Holiday Inn Express in Greenbush leiten. In New York waren wir bei schönem Wetter und warmen 22 Grad gestartet, als wir beim Hotel aus dem Auto ausstiegen hatten wir kurze Hosen an und noch 8 Grad Celsius! Im Eiltempo legten wir den Weg zum Eingang zurück. Wir bekamen ein schönes großes Zimmer im 1. Stock. Das kostenlose Internet haben wir auch gleich ausgenutzt. Abendessen gab es bei Denny’s, der nur 5 Auto-Min. entfernt vom Hotel war.
Spät am Abend erreichte uns noch eine beunruhigende Nachricht aus Deutschland. Unser Sohn rief uns an und teilte uns mit, dass wir in Ithaca ein anderes Hotel bekommen würden. Naja, es war nicht zu ändern, am Samstag würden wir mehr wissen.
#106724 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 26.04.12 - 19:10
Unser letzter Tag in New York. Heute stand der Central Park auf dem Programm. Doch zuvor gab es noch ein schönes Frühstück bei Applebee’s. Dann gingen wir Richtung Central Park zum Fahrradverleih. Mit dem New York Pass kann man sich für 3 Stunden kostenlos ein Fahrrad ausleihen, das wollten wir nutzen. Die Warteschlange vor dem Verleih war für die frühe Stunde schon ganz schön lang, aber es ging schnell voran und bald hatten wir unsere Räder in der Hand. Es waren gute Räder, für die wir je 300 $ Kaution stellen mussten! Also passten wir gut darauf auf.
Wir begaben uns für ein paar Meter in den Großstadtverkehr, zum Glück war der Central Park nicht mehr weit weg und am Columbus Circle bogen wir auch schon in den Park ein. Die meisten Nebenwege sind für Radfahrer gesperrt, doch das störte nicht, denn man kann ja auch mal schieben. Und so fuhren wir gemütlich auf dem Hauptweg los und schauten uns die Gegend an. Es ist beeindruckend, wie schnell man von der Hektik und dem Lärm der Großstadt weg ist und genauso beeindruckend, wenn man mitten auf einer Wiese steht und rundum Gras und Bäume sieht und im Hintergrund die Hochhäuser der Stadt aufragen.
Unser Weg führte uns am Kennedy Reservoir vorbei und auf einmal sahen wir das Guggenheim Museum auf der rechten Seite. Das Guggenheim Museum wollte ich gerne ansehen, Eintritt war mit dem New York Pass abgedeckt, aber: die Fahrräder hatten keine Schlösser dran! Einfach stehen lassen wollten wir sie nicht, also bewachte mein Mann die Räder und ich begab mich ins Museum um die berühmte Rotunde anzusehen. Ich muss gestehen, die ausgestellten Bilder interessieren mich nicht so, die sah ich mir nur im Vorbeigehen an. Und ich habe auch ein Problem, den Wert der Bilder zu würdigen, sooo toll fand ich die auch nicht – aber das ist Geschmackssache.
Ich sah also das Guggenheim Museum bzw. die Rotunde an und dann radelten wir weiter bis ans obere Ende des Central Parks. Hier war ein kleiner See – wie geschaffen für eine Pause – und bei einem kühlen Getränk setzten wir uns auf eine Bank und genossen die Sonne und die Wärme. Danach ging es wieder weiter und langsam fuhren wir wieder zurück. Wir gingen nochmal zum Kennedy Reservoir, schauten im Strawberry Field „Imagine“ (zur Erinnerung an John Lennon) an und gaben dann die Räder wieder zurück.
Für den heutigen Tag hatten wir uns noch einen Besuch des Flugzeugträgers „Intrepid“ vorgenommen. Wir marschierten also vom Central Park zum Hudson River um zum Flugzeugträger zu gelangen. So ein Flugzeugträger ist gigantisch groß und man schafft es gar nicht, alles anzusehen. Wir haben uns nur einen groben Überblick verschafft, zu mehr reichte die Zeit nicht und sooo kriegsschiffbegeistert sind wir auch nicht.
So setzten wir uns nach einiger Zeit in den Schatten unter der Concorde und genossen den schönen Nachmittag. Der Pier, an dem die Hafenrundfahrten der Circle Line starten, liegt fast neben der „Intrepid“. Wir gingen hinüber und mussten nicht lange warten bis die 2-Stunden-Rundfahrt begann. Wir fuhren den Hudson River entlang, kamen an der Freiheitsstatue vorbei und fuhren den East-River ein Stück hinauf. Immer wieder boten sich schöne Blicke auf die Shilouette von Manhattan. Mit an Bord war auch ein Reiseführer, der einiges erklärte. Wir genossen es, nicht laufen zu müssen und doch was von der Stadt zu sehen. Die Hafenrundfahrt würde ich jederzeit wieder machen.
Am Spätnachmittag kehrten wir wieder in unser Hotel zurück. Wieder sahen wir die typischen amerikanischen Häuser, die auch aus Krimis so bekannt sind. Fasziniert haben wir auch die Parkhäuser angeschaut, wo die Autos mit Aufzügen raufgebracht werden. Wir konnten uns nicht vorstellen, wie man da jemals wieder zu seinem Auto kommt und waren froh, dass wir keines dabeihatten.
Im Hotel wurde geduscht, kurz ausgeruht und weiter ging es. Heute gingen wir ins Planet Hollywood zum Abendessen. Dann schlenderten wir den Broadway entlang und schauten uns nochmal ausgiebig um. Zum Abschluss gingen wir noch ins Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds und trafen einige bekannte Persönlichkeiten. Das Wachsfigurenkabinett war ganz nett, müsste ich aber 36 $ Eintritt bezahlen, könnte ich auch darauf verzichten! Bei uns war es im NY-Pass enthalten, also kann man die Besichtigung schon machen.
Wir haben den Präsidenten und die First Lady getroffen!
Ein Kaffee rundete den Abend ab und wir kehrten ein letztes Mal in unser Hotel zurück. Das Milford Plaza würde ich jederzeit wieder buchen. Die günstige Lage wiegt die kleinen Zimmer bei weitem auf.
#106682 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 23.04.12 - 18:53
schön, dass sich so viele (kaffeetrinkende) Mitfahrer gefunden haben
Tag 2
Beim Blick aus dem Fenster sahen wir einen bedeckten Himmel, also wurde die lange Hose angezogen und vorsichtshalber eine Jacke mitgenommen.
Zuerst gingen wir zum „Planet Hollywood“, wo wir frühstücken wollten (mit New York Pass gab es 10 $ Rabatt – das musste genutzt werden!). Da bei den angebotenen Frühstücksgedecken auch die darin enthaltenen Kalorien angegeben waren, machte das Aussuchen nicht so viel Spaß! Irgendwie konnten wir keine kalorienarme und doch gut schmeckende Kombination entdecken und so ignorierten wir die Kalorien und stärkten uns mit einem amerikanischen Frühstück (Rührei, Speck, Würstchen, Kartoffeln, Obstsalat, Toast, Marmelade, Butter und Kaffee). Um 9 Uhr morgens hatten wir die Kalorien eines Tages verputzt, aber es hat geschmeckt!
Dann machten wir uns auf zum Empire State Building. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Bryant Park vorbei. Ein kleiner, feiner Park mitten in New York, der mit vielen Sitzgelegenheiten zum Ausruhen einlädt. Gleich an der Ecke ist auch die Public Library, ein beeindruckender Bau. Vorerst sahen wir ihn nur von außen an, wir wollten zeitig am Empire State Building sein.
New York Public Library
Es zahlte sich aus, dass wir früh dran waren, denn noch war nicht viel los und wir konnten zügig durchgehen – bis zum Sicherheitscheck! Beim Durchleuchten meiner Tasche ging irgendwo ein Blinklicht an und Fragen wurden gestellt – bis mir einfiel in meiner „Notausrüstung“ in den Tiefen meiner Tasche befindet sich auch ein klitzekleines Taschenmesser! Also wurde das Taschenmesser rausgekramt und hinterlegt und weiter ging es. Mit dem Aufzug ging es rauf zur Aussichtsplattform. Bevor man auf die Aussichtsplattform kommt, kann man sich auf Bildern ansehen, wie das Empire State Building gebaut wurde.
Eingangshalle des Empire State Buildings
Der Blick, der sich einem bietet, wenn man aus der Tür tritt ist einfach atemberaubend. Man hat den Blick auf New York schon oft gesehen, doch wenn man selbst an dieser Stelle steht und auf die Häuserschluchten schaut, das ist schon was Besonderes. Es war schon viel los, aber man bekam immer wieder einen guten Platz um die Aussicht zu genießen und um Fotos zu schießen. Langsam gingen wir die 4 Seiten ab und genossen den Ausblick. Wir konnten uns gar nicht trennen, doch irgendwann wurde es doch Zeit, das Empire State Building wieder zu verlassen.
Inzwischen wurde aus dem bewölkten Tag ein sonniger, schwüler Tag und wir beschlossen, zum Hotel zurückzugehen und Ballast (= Jacken) abzuwerfen und kurze Hosen anzuziehen. Auf dem Rückweg zum Hotel deckten wir uns noch mit Wasser und Obst ein und schauten uns die Public Library von innen an. Im Hotel zogen wir uns um, stärkten uns mit Wasser, Obst und Keksen und gingen wieder auf Tour.
Jetzt gingen wir zum Chrysler Center. Hier ist nur die Lobby öffentlich zugänglich. Dann spazierten wir zur Central Station weiter. In der großen Halle bewunderten wir die Decke und natürlich war auch hier eine riesige amerikanische Fahne aufgehängt. Weiter ging es zum UN-Gebäude, wo wir auch einen schönen Blick auf den East-River hatten. Die Besichtigung im UN-Gebäude ließen wir ausfallen, wir hatten keine Lust mehr auf eine erneute Sicherheitskontrolle! Wir sahen uns also von außen die Fahnen, die Weltkugel und die anderen Skulpturen an. Gegenüber des UN-Gebäudes sahen wir auch das „Deutsche Haus“. Nachdem es so schön warm war, gönnten wir uns einen geeisten Kaffee und machten eine Pause in einem kleinen schattigen Park.
Nach der Pause ging es wieder Richtung 5th Avenue. Wir gingen quer durch die Stadt und sahen die typischen amerikanischen Häuser mit außenliegender Feuertreppe oder Häuser mit winzigen Vorgärten und natürlich immer wieder Hochhäuser. Auf dem Weg zur 5th Avenue warfen wir auch einen Blick in ein Nobelhotel und stellten fest, dass dies nicht unsere Preisklasse ist. Wir bummelten die 5th Avenue entlang, schauten die Geschäfte an, machten einen Abstecher zur St. Patricks Cathedral und bemerkten dann einen „Abercrombie“-Laden.
Da wir in Bezug auf Mitbringsel für zuhause strengste Vorgaben hatten (nehmt was von Abercrombie) trabten wir also auf die andere Straßenseite zum Eingang hin. Was wir nicht gesehen hatten war, dass da bereits eine Menschenschlange auf Einlass wartete! Nach einer kurzen Diskussion –warten oder gehen- entschieden wir uns für’s warten und stellten uns hinten an. Die Schlange bewegte sich schnell und nach 10 Min. konnten wir ins Geschäft rein. Wir waren von den Söhnen schon vorgewarnt, die laute Musik konnte uns also nicht überraschen. Aber die mangelnde Beleuchtung! Im Halbdunkel gingen wir an den Regalen entlang, die Preisschilder und Größenangaben konnten wir nur mit Taschenlampe (!) lesen, doch zu guter Letzt fanden wir für jeden was und zogen vollbepackt und erleichtert (auch die Kreditkarte) von dannen.
Dann ging es auf der 5th Avenue weiter und schließlich kamen wir an der Grand Army Plaza an. Hier mussten wir natürlich in den Apple Store und in das Spielwarengeschäft. Dann schlenderten wir wieder zurück und schauten noch in den Trump Tower hinein. Man wundert sich, was den Menschen alles einfällt um sich bzw. Bauwerke von anderen abzugrenzen. Die Wand, an der das Wasser herunterrieselt, ist schon einen Besuch wert.
Langsam wurde es Zeit zum Rockefeller Center zu gehen, denn von dort aus wollten wir den Sonnenuntergang beobachten. Zuerst standen wir an der Mauer und schauten auf die Fläche, wo im Winter die Eislaufbahn ist. Jetzt war da ein Cafe mit viel Betrieb. Dann sahen wir uns an, wo der große Weihnachtsbaum aufgestellt wird und anschließend gingen wir zum Aufzug, um auf die Aussichtsplattform zu fahren.
Sehr viele Menschen hatten die gleiche Idee, und so war die Warteschlange schon ziemlich lang. Doch für New York Pass Inhaber gab es einen extra Eingang. Hier war nicht viel los und so waren wir – unter den bösen Blicken der anderen – schnell auf der anderen Seite der Schranke. Vom Rockefeller Center aus hat man ebenfalls einen wundervollen Blick auf die Stadt. Und man kann auch das Empire State Building sehen. Wieder gingen wir von einer Seite auf die andere und genossen die Ausblicke. Immer mehr Menschen kamen auf die Plattform, und als die Sonne unterging konnte man sich kaum mehr rühren. Es war wunderschön anzusehen, wie bei der fortschreitenden Dämmerung immer mehr Lichter angingen, bis es schließlich dunkel war und tausende von Lichtpünktchen die Stadt erleuchtet haben. Das Empire State Building ist ebenfalls ein imposanter Anblick, wenn die Spitze oben in rotes und blaues Licht getaucht ist.
Auch ein schöner Tag geht mal zu Ende und wir verließen das Rockefeller Center und trabten zurück zum Hotel. Als Abendessen gab es ein Sandwich von Subway und in der Nähe unseres Hotels entdeckten wir ein Cafe, wo wir noch einen Kaffee tranken und einen Muffin verspeisten.
#106655 New York und die Mid-Atlantic-Staaten 2011
Geschrieben
Butterfly
on 22.04.12 - 16:26
Nun wage ich mich auch an einen Reisebericht und lade Euch herzlich zur Mitfahrt ein. Da wir Wasser- und Kaffeetrinker sind müsst Ihr andere Getränke selbst mitbringen!
Und los geht's!
Am 11.09.2011, also genau 10 Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York starteten wir in unseren 3. Amerika-Urlaub. Nach 2 Aufenthalten im Südwesten war unser Ziel dieses Mal die Ostküste mit New York, anschließend ging es zu den Niagara-Fällen und über Philadelphia nach Washington und von da aus wieder nach Deutschland zurück.
Unsere Reiseroute
Das geschichtsträchtige Abflugdatum beunruhigte uns nicht besonders; ereigneten sich doch im Vorfeld auch schon 2 Naturkatastrophen in unserem Reisegebiet
- Zum ersten gab es Mitte August ein Erdbeben im Gebiet von Washington DC. Dadurch wurde u.a. das Washington Monument beschädigt, das wir dann nur von außen besichtigen konnten.
- Zum zweiten setzte Ende August der Hurrican „Irene“ die Ostküste mit New York unter Wasser, richtete aber zum Glück keine größeren Schäden an. Dass kurz vor unserem Abflug in Pennsylvania Unwetter waren und Überflutungen verursachten, nahmen wir schon fast nicht mehr wahr.
Wir gaben also die Koffer auf, bummelten noch etwas im Flughafen herum, gönnten uns noch einen Kaffee und brachten dann die Sicherheitschecks hinter uns. Und dann begann das Warten aufs Boarding. Doch auch diese Zeit ging vorüber und pünktlich ging es dann los. Ca. 6500 km lagen vor uns. Der Flug verlief ohne Probleme und wir landeten pünktlich in Newark. Wir flogen mit Lufthansa, das Essen war genießbar und am Ende des Fluges wusste der Purser das wir unseren Kaffee schwarz trinken! In Newark dämmerte es schon und der Himmel war bewölkt.
Von zuhause aus wurde unser Flug verfolgt!
Wir waren in Newark, im Bundesstaat New Jersey.
Dann ging es weiter zur Immigration. Wir freuten uns schon, weil nur eine Person vor uns am Schalter war, doch dieser Mann hatte Probleme bei der Einreise und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis wir endlich dran waren. Der Officer war nett und als ich auf seine Aufforderung zur Abgabe der Fingerabdrücke „left hand please“ prompt die rechte Hand hob hörte ich –mit einem Grinsen seinerseits- die Aufforderung auf Deutsch: linke Hand, linker Daumen usw.
Also war auch diese Hürde geschafft. Wir mussten nur noch auf unser Gepäck warten und dann ein Taxi suchen. Das Taxi, das uns nach New York bringen sollte, war ein älteres bis uraltes Modell. So wie es aussah wohnte der Fahrer auf den Vordersitzen, doch der Fahrgastraum war aufgeräumt und sauber. In ca. 30 Min. brachte er uns zu unserem Hotel „Milford Plaza at Times Square“. Auf der Fahrt hatten wir das Glück, die Laser-Spots zu sehen, die anlässlich des 10. Jahrestages der Anschläge auf das WTC in den (leider bedeckten) Himmel strahlten.
Wir bezogen also erstmal unser Zimmer. Die Eingangshalle des Milford Plaza war sehr beeindruckend. Unser Zimmer im 14. Stock etwas weniger. Es war sehr klein und auch abgewohnt (aber sauber) und wir hatten kaum Platz für uns und das Gepäck. Da wir aber nicht vorhatten, viel Zeit im Zimmer zu verbringen störte uns das nicht. Wie wir in den nächsten Tagen feststellen sollten liegt das Milford supergünstig, und das wog das kleine Zimmer bei weitem auf.
Nachdem der Abend noch jung war (wir waren so gegen 21 Uhr im Hotel) gingen wir auf Erkundungstour und sahen am Abend den Times-Square und sogar das beleuchtete Empire State Building. Außerdem holten wir uns im Planet Hollywood unseren New York Pass ab. Irgendwann reichte es aber doch und nach einem kurzen „Abendessen“ bei Mac Donalds fielen wir müde in die Betten.








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