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Guest Message by DevFuse
 

Michael_aus_den_USA

Registriert: 01.11.03
Offline Zuletzt aktiv: 29.03.13 03:45
*****

Meine Beiträge

Im Thema:US89 südlich von Page

28.03.13 - 04:15

Hi an alle,

Es wird noch einige Monate dauern bis die US 89 wieder aufgemacht werden kann. Derzeit koennen noch nicht mal Reparaturarbeiten angefangen werden.

ABER es gibt auch eine gute Nachricht.
Derzeit laufen intensive Gespraeche darueber die N20 von Gap bis nach LeChee durchgaengig zu teeren.
Bevor nun alle begeistert aufspringen ist daran zu denken, dass auch dies Monate dauern wird bis es erledigt ist.
Ausserdem geht diese Strecke ebenfalls durch das groesste Reservat der USA. Von Zaeunen wird nicht sehr viel gehalten und es handelt sich um Weideland. Wer also die Strasse zu fahren beabsichtigt muss verstehen, dass Kuehe und Schafe ploetzlich mal auf der Strecke stehen koennen. Wer eines der Tiere anfaehrt, muss sich immer vor Augen halten, dass egal wie alt und klapperig das Tier vielleicht war, es sich um um das zigfach preisgekroente Zuchttier des Besitzers war. Also vorsichtig fahren.
Ausserdem sollte daran gedacht werden, dass man auf dieser Strecke fest mit einem Stein in der Windschutzscheibe rechnen kann solange sie noch nicht geteert ist.

Sobald es eine eindeutige Zeitangaben zur 89 bzw. zur N20 gibt, werde ich es Euch wissen lassen.
Ich rate allen Reisenden in dieser Ecke zu der Umgehungsstrecke, die wirklich nur einen kleinen Umweg darstellt, wenn man sich ueberlegt wie viele Meilen man in einem USA Urlaub zuruecklegt.

Kommt nach Page, besucht den Lake Powell, es lohnt sich.

Mit einem Gruss vom Lake Powell,
Michael

Im Thema:3 Wochen Südwesten: Was sagt ihr dazu? Bitte um Hilfe.

11.03.13 - 05:35

Hi Steirer!

Also, die Fahrzeit vom Grand Canyon Village bis nach Page (Downtown - hahaha, das ist in der Wuestenmetropole schwer zu finden) liegt derzeit bei etwa 3.5 Stunden.
Da Du aber wie bereits erwaehnt an den diversen View Points anhalten solltest, um die Aussicht zu geniessen, plane einfach mal etwas mehr Zeit ein.
Die Umleitung, die erwaehnt wurde, wird sicherlich noch existieren, wenn Du unterwegs bist. Allerdings frisst die nur grob 45 Minuten und geht landschaftlich sehr schoen durchs Reservat.
Fuer Touristen ist das schon okay. Fuer die Locals ist die Umleitung elendig nervender.
Uebrigens, wenn Du der Umleitung folgst, kommst Du auf der 98 nach Page. Kurz vor Page steht ein grottenhaessliches Kohlekraftwerk der Navajos (Navajo Generating Station), das man schon Meilen vorher erkennen kann. Wenn Ihr dann endlich an den Schornsteinen angekommen seid, habt Ihr den Antelope Canyon rechts und links von der 98 direkt hinter der NGS (Kohlekraftwerk). Lower Antelope Canyon liegt nach Page fahrend auf der rechten Seite, Upper Antelope Canyon entsprechend auf der linken Seite.
Wenn Ihr mit dem Antelope Canyon fertig seid, koennt Ihr von dort weiter auf der 98 (bis es einfach nicht mehr weitergeht) fahren und an der T-Kreuzung links (in Richtung Flagstaff) abbiegen. Dann kommt Ihr nach einem ganz kurzen Stueck zum Horseshoe Bend. Liegt auf der rechten Seite und ist ausgeschildert. Plant gegen Sonnenuntergang da zu sein. Dann ist das Licht zum Fotografieren zwar fies, aber die Stimmung dafuer romantisch. Wenn Du mit Frau oder Freundin unterwegs bist, ueberrasche sie dort mit einem Open-Air Picknick direkt an der Kante. Damit punktet man enorm! :nummer1:
Wenn Du wenigstens mal die Fuesse oder womoeglich den gesamten Koerper in den Lake Powell tauchen moechtest, ist das keineswegs verkehrt. Wenn Du von der 98 zum Lower Antelope Canyon rechts abbiegst, folge einfach der Strasse bis es nicht mehr geht. Am Eingang den National Park Pass vorlegen und schon ist der Eintritt frei. Solltest Du dort zufaellig eine deutschsprachige Familie mit zwei Hunden sehen, freundlich winken und zum Essen einladen. Es handelt sich um den Schreiber dieser Zeilen. :yeah:

Wenn Du einen Helicopterflug am South Rim (Flughafen ist in Tusayan direkt am Ortseingang wenn man von Sueden kommt) machen moechtest, rate ich Dir auf jeden Fall die lange Tour mit einem EC-130 von Papillon bzw. Grand Canyon Helicopters zu machen. Du kannst Dir Infos ueber die unterschiedlichen Fluege auf www.GrandCanyon.com anschauen. Manchmal kannst Du dort auch preiswerter buchen als wenn Du vor Ort am Counter stehst.
Heisser Tipp: Gar nicht erst den Rucksack mit allen erdenklichen Sachen mit zum Hubschrauberflug mitnehmen. Denn in den Helicopter darf er nicht und abgeben am Counter ist zwar moeglich, verzoegert aber den Flug. Daher einfach den Rucksack im Auto oder Hotel lassen und direkt zum Flug mit Kamera in der Hand gehen. Kamera nicht vergessen, es lohnt sich.
Nehmt den langen Flug, der bis zum North Rim geht. Dann fliegt man auch unterhalb der Kante und der Flug ist um einiges sehenswerter.
Der Flug mit dem EC-130 kostet etwas mehr, ist es aber absolut wert. Wenn das Kleingeld ausreicht, buche vordere Sitze. Kostet nochmal etwas mehr, aber dann kannst Du wirklich absolut alles und ungestoert sehen. Ausserdem kannst Du der Pilotin oder dem Piloten bei der Arbeit zuschauen. Und wenn Du beim Start hoch in den Tower schaust, siehst Du wo ich im Februar ein paar Tage verbringen durfte/musste. :smalleyes:
Sollte es aus irgendeinem Grund mit dem Flug am Grand Canyon nicht klappen, schau' mal am Page "Not-so-International" Airport vorbei. Dort werden auch Hubschrauberfluege und Flugzeug-Rundfluege angeboten. Interessant ist der Flug mit dem Helicopter auf den Tower Butte. Dort landet der Helicopter und man bekommt das Astronauten-Gefuehl. Dort oben laeuft man, wo erst eine Hand voll Fuesse (hoert sich komisch an) lang gelaufen sind. Zwei von den Fuessen waren meine.

Wenn ich mich zwischen Bryce Canyon und Zion NP entscheiden muesste, wuerde ich den Zion NP immer vorziehen. Aber wenn Ihr das erste Mal in dieser Gegend seid, macht beide Parks.
Der Zion hat mir beim ersten Mal gar nicht sooo dolle gefallen, aber je oefter ich dort war, desto besser hat er mir gefallen. Und fuer den Zion NP lasse ich den Bryce Canyon NP links liegen. Aber ich war auch schon mehrfach im Bryce Canyon und vermutlich habe ich mir eine Ueberdosis roter Felsnadeln geholt.
Im Zion NP ist nur das Virgin River Valley, wo sich auch die Zion Lodge befindet, gesperrt. Allerdings sind die Shuttle-Busse wirklich eine sehr gute Alternative. Ich kann mich noch daran erinnern wie man beim Gateway to the Narrows Trailhead rumkreuzen musste, um endlich einen Parkplatz zu ergattern. Die Busse sind daher wirklich eine sehr gute Sache.


Los Angeles koennt Ihr ruhig um einen Tag streichen und versucht Los Angeles nicht mit oeffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen. Das wird dann ganz schnell mal ein Abenteuerurlaub der besonderen Art. Da lernt man Leute kennen, die will man gar nicht kennenlernen.

Death Valley im Juli - Ganz ehrlich ist keine gute Idee. Es wird schon am Lake Powell bzw. in Page im Juli mit Temperaturen jenseits der 40 Grad Celcius zu rechnen sein. Im Death Valley hast Du diese Temperaturen noch fast nachts. Leider habe ich nicht die Fotos der Strassenschilder des Death Valleys auf meiner Platte, ansonsten wuerde ich jetzt das Schild mit der Bitte die Klimaanlage auszuschalten posten. Der Hintergrund dafuer ist, dass die Motoren und die Automatikgetriebe gerne aufgrund der abartigen Hitze und der teilweise steilen Bergstrecken den Geist aufgeben. Abschleppen ist dort sau teuer, wie uebrigens auch der Sprit und selbst die einfachsten Lebensmittel. Mit anderen Worten, fahrt im Juli dran vorbei. Es ist zwar schade, aber Ihr werdet sicherlich nochmal in den Suedwesten der USA kommen.

So, nun habe ich Dich vermutlich mit meinen Infos restlos ueberzeugt oder verwirrt. Damit musst Du nun leben. :winki:

Wenn Du oder jemand anderes noch Fragen hat, einfach melden.

Mit einem Gruss vom Lake Powell,
Michael

Im Thema:16 Tage im Westen - Bewertung meiner Route

26.02.13 - 00:36

Hi Nina,
Macht die Tour trotzdem. Ihr braucht ja nicht so viel hiken zu gehen.
Die USA sind sehr behindertengerecht.
Ihr werdet vor Ort in den Hotels und Motels Zimmer im Erdgeschoss bekommen, wenn er im Gipsbein an der Reception steht.
Die Amerikaner sind sehr hilfsbereit und wesentlich freundlicher zu Menschen mit egal was fuer einer Behinderung (temporaer oder permanent).
Also, wegen eines Gipsbeins wuerde ich die Tour nicht canceln.
Mit einem Gruss aus der Wueste,
Michael

Im Thema:Neu aus Hessen

25.02.13 - 02:33

Hi Emanuel,

ich wurde in Fulda in die Schule geschickt. Es war kostenlos und voellig umsonst, zumindest was den Englischunterricht betrifft. :unsure:

Danach habe ich in Bembel-City aka Frankfurt am Main studiert.
Wie kann man nur freiwillig Ebbelwoi trinken?!?!

Mit einem Gruss vom Lake Powell an alle Hessen und alle, die es gerne waeren :) ,
Michael

Im Thema:US89 südlich von Page

22.02.13 - 18:35

Beitrag anzeigencrossroads_ak sagte am 22.02.13 - 08:06 :

Oh, das stimmt sicher. Womit ich meinen Hinweis, dass man vom Grand Canyon via 89A und Kanab zum Zion gelangen kann, ohne durch Page zu fahren, zurückziehe ;-)
Die offizielle Umleitung ist mit 45 geteerten Meilen ja auch nicht soo tragisch und in gut 45 Minuten gut zu bewältigen.


...oder "Race to Dakar", allerdings ohne Ewan.
Long Way Round ist mit Abstand meine Lieblings-Doku, obwohl ich gar kein Motorradfahrer bin. Der Enthusiasmus der beiden schon bei den Vorbereitungen ist ansteckend, und die Tour selber macht Fernweh. Seit dem will ich unbedingt man in die Mongolei...
Long Way Down kann meiner Meinung nach nicht mithalten, der zweite Trip, diesmal durch Afrika, ist nciht so mitreißend. Außerdem, was soll das, dass Ewan streckenweise seine Frau mitnimmt... tsss.
In Race to Dakar erfüllt Charley sich schliesslich seinen Traum, einmal bei der Dakar mitzufahren - diese Doku, vom selben Team produziert wie die beiden anderen, ist wieder so richtig mitreißend.

Sorry für's OT...

Stimmt absolut. Long Way Round ist Kult. Habe auch das Buch und ein Freund von mir hat die DVDs. Bei Long Way Down wundert sich jeder ueber Ewan's Frau mit Namen Eve. Ich glaube, sie ist durch die Dokumentation erst richtig unbeliebt geworden ;-)
Uebrigens gibt es eine weitere interessante Dokumentation mit Charley B. alleine: "By any means"
Ebenfalls empfehlenswert.
So, jetzt war ich auch voellig Off Topic, aber es geht in den Dokumentationen ja auch ums Reisen. ;-)