Der DJ am Pool nervt! Wir haben genug und ziehen uns auf den Balkon zurück. Die Hikerklamotten stehen bereit, denn heute wollen wir im Valley of Fire noch zwei Wanderungen machen. Durchaus motiviert machen wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg. Windy Windows, nein, keine neues Betriebssystem von Microsoft, sondern ein Arch. Die elende Dirtroad ist fast 8 Meilen lang, wir sind eine dreiviertel Stunde unterwegs. Und der Trail war leider nicht viel besser. Aber schön ist es hier, auch wenn die Farben der Felsen die uns eingekreist haben, nicht so intensiv sind, wie die Hauptattraktionen im Feuertal. Just, als unsere Füße die Trägheit von Las Vegas abgeschüttelt haben, ist der Weg durch ein enges Tal versperrt. Gigantische Felsbrocken stellen sich in den Weg. Es wäre mühsam und zeitraubend geworden. Um unser nächstes Ziel, die Fire Wave, noch rechzeitig vor Sonnenuntergang zu erreichen, brechen wir die Wanderung ab. Unser toller Mitsubishi bringt uns wohlbehalten zurück auf die Straße und ins Valley of Fire.
Die Zahlstation hatte schon geschlossen, - und wir haben natürlich nicht das passende Kleingeld dabei. Es versteht sich von selbst, dass wir mehr bezahlt haben.
Als die Sonne sich immer weiter dem Horizont nähert, beginnt das Feuer im Tal. Glühend rote Felsen leuchten uns entgegen und als wir im Gebiet der Rainbow Vista ankommen, wird aus dem Rot ein Lila, ein Gelb und ein Weiß. Es ist schon eine aussergewöhliche Lokation hier und es steht den Coyotes Buttes oder der White Pocket nicht nach.

Durch einen kleinen, sandigen Slot geht es nur 15 Minuten zur Wave. Ein versöhnlicher Abschluß. Wir sitzen in der Welle und die rot-weißen Streifen, die sich wie ausgedrückte Zahnpasta zur Krone der Welle bündeln, sind einfach nur toll. Langsam frißt der Schatten die Rainbow Wave auf. Wir genießen die Stille der Natur, nur kurz "stört" ein Holländer, und diesen krassen Gegensatz zum hektischen Las Vegas. Die Golden Hour nimmt sein Ende und wir nehmen unseren Hut.

Nein, wir wollen niemanden kennenlernen, aber der Ober im Mastro's Oceanclub meint unbedingt, dass wir wissen müssen, dass am Nachbartisch Münchner angekommen sind. Der Hammer ist, wir haben die Leute gekannt. Das Essen war nicht gut und wie schon letztes Jahr viel zu viel.
Fortsetzung folgt ...
Bilder und Beschreibungen der Wanderungen (Hikes) sind komplett online! http://www.zehrer-online.de und dann im Menü über UPDATES bzw. BILDER oder HIKES























