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Guest Message by DevFuse
 

Hiking Southwest - 230 km zu Fuß durch den Südwesten


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69 replies to this topic

#1 zehrer

zehrer

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  • 1175 Beiträge:

Geschrieben 18.06.11 - 11:00

Der Mensch will Grenzen nicht nur dann erfahren, wenn er sie ungefragt zu erleiden hat, wenn sie ihm auferlegt werden, nein, er sucht aktiv nach Grenzen, will sich an ihnen erproben und bewähren, versucht sie zu überschreiten, hinauszuschieben [Reinhold Messner]. Mit zunehmendem Alter jedoch, wird der Sicherheitsabstand zwischen Euphorie und Angst immer größer, - bei uns jedenfalls. Nennt man das Vernunft oder zu große Sorge um das eigene Leben?

Wir standen heuer mitten im Südwesten der USA manchmal an der Schwelle zu dieser Grenzerfahrung. Wir haben uns nicht immer überwunden, sondern auch einen Rückzieher gemacht, wenn nach Stunden des Weges der Canyon noch 50 Meter senkrecht unter uns lag und nur die Überschreitung eines 30 cm breiten Absatzes den Weg zum Ziel freigemacht hätte. Natürlich fanden im Nachhinein endlose Diskussionen darüber statt, ob es das Risiko nicht doch wert gewesen wäre. Es ist müßig, - aber wir haben trotzdem Ziele erreicht, die dem ein oder anderen für immer verschlossen sein werden.

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Jetzt wird so mancher Leser denken, was das mit dem Südwesten der USA zu tun hat. Gibt es da nicht San Francisco, Las Vegas und verschiedene Viewpoints in der einzigartigen Natur, die gefahr- und fast aufwandslos bewundert werden können? Ja, keine Frage. Auch für uns waren und sind das immer wieder Ziele, die wir mit Freude ansteuern. Aber nach all den Jahren wird es zunehmend komplizierter und aufwändiger neue Highlights zu erreichen. Das bedeutet: Meilenweite Offroad-Fahrten zu den Trailheads, stundenlange Wanderungen zu aussergewöhnlichen Zielen, also hiken bis die Schuhe qualmen und Schweiß und Blut [im wahrsten Sinne des Wortes] in Strömen fliesen.

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Hiking Southwest, der naheliegendste Titel der USA-Story 2011. Das GPS hat 144,03 Wandermeilen, das entspricht über 230 Kilometer, aufgezeichnet. Schon stramm! Wir werden fünf Wochen lang Indianerheiligtümer erobern, uns durch die Fangarme des Nautilus winden, den Arch Canyon endlich bezwingen und einen neuen Bryce Canyon enddecken. Also wandert mit, im einzigartigen Südwesten der USA.

Fortsetzung folgt ... Ein bisschen müsst Ihr noch warten, denn zuerst werden die Bilder und die Wanderungen sukzessive online gestellt. Den Fortschritt könnt Ihr gut über die "Updates" verfolgen!

>>>>>>>>>>>>>>>>> Hier geht es lang!



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A taste of the spirit of America! Enjoy!





#2 Flo

Flo

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  • LocationSan Diego, CA

Geschrieben 18.06.11 - 15:40

man sieht dir die 230km an der hautfarbe an ;)
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#3 zehrer

zehrer

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Geschrieben 18.06.11 - 17:17

Das ist roter Sand ! ;-)

#4 Annika1503

Annika1503

    Sprung-Queen

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Geschrieben 18.06.11 - 19:01

Hallo,
ich bin auch schon gespannt und werde mit Sicherheit nach Updates Ausschau halten  :sgenau:

LG Annika

#5 runningheike

runningheike

    Immer wieder USA

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  • 1791 Beiträge:

Geschrieben 19.06.11 - 17:34

Hört sich spannend an. Bin dabei.
Viele Grüße
Heike Eingefügtes Bild

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#6 zehrer

zehrer

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  • 1175 Beiträge:

Geschrieben 24.06.11 - 07:24

Bilder online
So, die Bilder sind jetzt mal online und wie gesagt ist es effizient, wenn Ihr über das Menü zu den Updates geht. Wenn es Euch überhaupt interessiert. Im Detail:
Pillars of Hercules
Fire Wave aka. Rainbow Wave
Tuba Blues
Tuba Arch
Eggshell Arch
Nautilus
Edmaiers Secret
Stud Horse Point
89 Bryce
Volcano [Red Breaks]
Little Death Hollow
Little Death Hollow Arch
Little White Arch
Hells Backbone Road
Big Arrowhead Arch
Ducket Arch
Fry Canyon Arch
Recapture Pocket
The Grotto
Angel Arch [Arch Canyon]
Cathedral Arch [Arch Canyon]
San Rafael Reef
Tank Window
Sipapu Natural Bridge
Owachomo Natural Bridge
Kachina Natural Bridge
Horsecollar Ruin Arch
Delicate Arch II
Covert Arch
La Boca Arch
Crown Arch
Porthole Arch
Tubloc Arch
Two Feathers Arch
Monument Rocks
Monument Rocks Arch
Mee Canyon Trail Arch
Eagle's Eye
Window Rock [Picketwire Canyon]
Picture Window
Little Picketwire Arch
Dinosaur Tracks [Picketwire Canyon]
Window Rock Lemitas
Santa Fé
Camel Rock
De-na-zin
Snake Bridge
Boundery Butte Arch
Royal Arch [Arizona]
Ship Rock Arch Cluster
Ship Rock
Cleopatra's Needle
Gallup Hoodoos
Hope Arch [update]
Pinedale Hoodoos
Venus Needle
Window Rock [at Window Rock]
Willow Valley Arch
Tonto Natural Bridge
Pumkin Patch
Whitley Bridge
San Roque Arch
Skull Rock Arch
Matterhorn Arch
Lost Horse Mine
Candle Arch
Arch Rock [Joshua Tree]

#7 zehrer

zehrer

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  • 1175 Beiträge:

Geschrieben 25.06.11 - 08:03

Dienstag
Endlich ist es wieder soweit. Die monatelangen Planungen sind abgeschlossen und der DIN-A4-Ordner ist erneut proppenvoll. Karten, Beschreibungen und Bilder, fein säuberlich geordnet, warten auf ihren Praxiseinsatz. Das inzwischen unverzichtbare elektronische Equipment hat unvorstellbare Ausmaße angenommen, so dass im Handgepäck mehr oder weniger nur noch zwei Bücher Platz finden. Fast hilflos würden wir vor und in den Canyons stehen, wenn die GPS'e ihren Dienst quittierten.

Die Lufthansa verlangt 40 Euro für den zusätzlichen Koffer. Ein verträglicher Preis, aber wie lange noch? Und mit 23 Kilo pro Nase ist es für fünf Wochen kaum zu schaffen. Wir wollen ja nicht Zeit vor einer Waschmaschine verschwenden. Im Dallmayr noch ein kleiner Leberkäs', wir Bayern sind aber auch heimatverbunden, und dann ab in die Sicherheitskontrollen. Volles Programm sozusagen, - so gründlich waren sie selten. Aber mein Feuerzeug interessiert erneut niemanden. Auch gut. Aber im Koffer wäre Ersatz gewesen.

Elfeinhalb Stunden eingepfercht in der Holzklasse; ich hasse es! An schlafen ist im Sitzen nicht zu denken und als wir nordamerikanisches Festland erreichen, mutieren meine Füße zu leblosen Anhängseln. Nur im Stehen läßt sich der restliche Flug ertragen. Gruppenbildung im Flieger ist nicht mehr erlaubt, wie wenn Terroristen sich vorher noch zu einem Arbeitkreis treffen würden. Ich denke kurz an die Italiener, die diese Regel nie durchhalten würden. Na ja, ich unterstütze alle Maßnahmen, die das Fliegen sicherer machen. Und mit den umliegenden, respektive sitzenden Zeitgenossen würde ich eh keine Gruppe bilden wollen. Ab und zu riecht es etwas streng nach dem Essen. Saubären!

18.30 Uhr Ortszeit; herzlich willkommen in Los Angeles. Ohne das grüne Formular und nur mit der Zollerklärung bewaffnet, stürmen wir die Einreise. Verlangt der doch tatsächlich eine Kopie des ESTA-Antrages; gut, dass ich ihn noch ausgedruckt habe. Und dann die Koffer. Der Gepäckwagen geht in die Knie und ich feue mich, dass endlich etwas Schweiß aus den Poren kommt. In Windeseile durch die Zoll-Kontrolle und dann nichts wie raus in die frische Luft. Die erste Zigarette auf us-amerikanischem Boden relativiert diese Frische. So soll es sein, der Urlaub hat begonnen!

Bei Hertz ging es recht zügig, aber es ist, da es keine Choice-Line gibt, doch immer ein klein wenig spannend, welches Auto man zugeteilt bekommt. Als wir auf dem Parkplatz sind, donnern die Jets direkt über unseren nagelneuen - zwei Meilen waren drauf - Mitsubishi Endeavor. Allrad, gute Bodenfreiheit, natürlich nagelneue Reifen, was will man mehr. Während einer weiteren Zigarette wird das Auto-GPS angeworfen und es führt uns nach nur 11 Meilen Fahrt zum Hotel. Das Double Tree in Santa Monica ist zwar schon etwas betagt, aber die Suite ist geräumig, zwei große Betten warten auf unsere, inzwischen doch sehr mitgenommen Körper und viele Handtücher beseitigen die Spuren der Dusche.

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Zum Abschluß noch ein Bier an der Hotelbar. Das Radler, in Amerika heißt es "Shanty", und das Heinicken zischten nur so. Wenn man sich nach einem so langen Flug in das Bett legt, ist das wie im Paradies!

Fortsetzung folgt ... Ein bisschen wird sich die Bearbeitung verzögern, denn - nachdem die Bilder online sind - werden die Wanderungen vorrangig bearbeitet. Den Fortschritt könnt Ihr gut über die "Updates" verfolgen!

#8 zehrer

zehrer

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Geschrieben 25.06.11 - 12:00

Mittwoch
Das Paradies entfleucht kurz nach 4 Uhr Ortszeit und die Kaffeemaschine gurgelt als Begleitmusik zum Zähneputzen. Um 5.20 Uhr sitzen wir im Auto, das der Valet-Parker gleich mal mit einer Schramme markiert hat. So ein Depp, er hat's am Trinkgeld gemerkt.

Als wir kurz vor 6 Uhr schon einige Meilen auf der 101er hinter uns gebracht haben, geht über Kalifornien die Sonne auf. Die Temperaturen sind noch angenehm und es verspricht ein toller Tag zu werden. Erst als wir die ersten Tanken passieren und die Benzinpreise bestaunen, verzerrt sich das Gesicht, - aber nur ein bißchen. In Oxnard gehört uns der Wal Mart bzw. nach der Kasse ein Megaträger Arrowhead Wasser, ein paar Eistee und Mountain Dews. Steht doch da an der Ausfahrt tatsächlich ein iHOP und obwohl ich mir nach dem Flug geschworen hatte, dass heute das Essen etwas reduziert wird, schmeckten die ersten Eier hervorragend.

Nach dieser Stärkung wartet der erste Trail im Norden Santa Barbaras auf uns. Bereits vor zwei Jahren haben wir die Wanderung zum San Roque Arch abgebrochen, weil wir uns verlaufen haben und der nasse Himmel es nicht gut mit uns meinte. Der Weg führt hinab in den Canyon, auf dem wir vereinzelte Jogger treffen. Am Bach teilt sich der Weg und wir nehmen den Arrojo Burro Trail bergauf. Kurz entlang an einer geteerten Straße verabschiedet sich der Wald und der Blick öffnet sich über die Stadt hinweg hin zum Ozean. Schön ist es hier und eine Wanderung nahe der Küste hat was. Hier oben leben Leute, die sich wohl ein wenig Kohle verdient haben. Die San Roque Ranch ist eine Nobelvilla, mit fantastischer Aussicht versteht sich. Gleich hinter der Ranch, wenn es wieder in die Wildnis geht, ist der Arch schon auszumachen, aber nur, wenn man genau weiß wo er ist. Wir keuchen erst mal weiter gen Himmel, das Jetlag im Nacken, und als das GPS die Nähe signalisiert, irren wir noch ziemlich umher, bis das Arch-geschulte Auge von Monika den Steinbogen auf der andern Seite des Canyons entdeckt. Wir schlagen uns querfeldein zu einem guten Aussichtspunkt durch. Wie gesagt, das eigentlich Highlight der Wanderung ist der Blick auf die Stadt und den Ozean. Den Steinbogen nehmen wir trotzdem und selbstverständlich gerne mit.

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Nach 3 Stunden und 6 Meilen erreichen wir wieder unser Auto und es ist schon fast eine Zeremonie, wenn der Cooler geöffnet wird und der eiskalte Eistee den Weg in den Magen findet. Wanderstiefel aus und rein in die Flip-Flops, ist das die Krönung der Glückseeligkeit? In diesem Monment mit Sicherheit! Und es ist wieder da, unser USA-Feeling!

Nach der verdienten Dusche machen wir uns auf in die 3rd Street, trinken im Freien ein Bierchen und kurbeln die US-Wirtschaft durch ein paar Einkäufe an. Die gesamte Promenade entlang darf jetzt nicht mehr geraucht werden und so verschwinden die Süchtlinge in den Seitenstraßen. Wie die Junkies stehen sie zusammen, aber ist das nicht die Grundlage aller Kommunikation?

Das Abendessen im Ocean Seafood, Blick auf's Meer, Weinflasche zur Linken, war traumhaft. Um 20 Uhr ging nicht die Sonne unter, aber wir!

Fortsetzung folgt ... Ein bisschen wird sich die Bearbeitung verzögern, denn - nachdem die Bilder online sind - werden die Wanderungen vorrangig bearbeitet. Den Fortschritt könnt Ihr gut über die "Updates" verfolgen!

#9 zehrer

zehrer

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Geschrieben 28.06.11 - 11:51

Donnerstag
Nach achteinhalb Stunden seeligen Schlafs sitzen wir um 20 vor 6 im Auto: Heading East! Ontario, eine der vielen Vorstädte von Los Angeles beherbergt neben der Interstate 10 einen Denny's. Ei, Ei, - scrambled! Der Kaffee ist so schlecht, wie wir ihn kennen, also keine Aufregung.

Als die noch schneebedeckten San Bernadino Mountains an uns vorüber ziehen und die Wahnsinns-Stadt endlich sein Ende nimmt, steuern wir die durch die St. Andreas Falte gebildeten Hügel an. Dank der vielen Niederschläge in den vergangenen Monaten hat die Sonne es noch nicht geschafft, das Grün ganz durch Gelb oder Braun zu ersetzen. Vorbei an den Windrädern im Tal und auf den Anhöhen der Desert Cities geht es nach White Water nördlich, bis wir nach 165 Meilen den Joshua Tree Nationalpark bei Twentynine-Palms erreichen. 15 Dollar knöpfen sie uns ab. Das hat man doch irgendwann für den Grand Canyon bezahlt, oder?

Die unverwechselbare Wüstenlandschaft mit ihren kugel- und kegelförmigen Steinbrocken wird nur durch die gut geteerte Straße durch den Nationalpark unterbrochen. Mit den Flip-Flops machen wir uns auf den Weg zum Skull Rock Arch, - ist ja ganz nett. Und nachdem wir sehr gut in der Zeit liegen, entscheiden wir, einen kleineren Hike in Angriff zu nehmen. Die Geisterstädte- und Minensucher Sandra und Klaus waren unser Leitmotiv, als der Trail zur "Lost Horse Mine" in Angriff genommen wird.

Immer begleitet von Joshuas und blühenden Parry's Nolina Kakteen, führt der breite Weg sanft bergauf. Keine sportliche Herausforderung, eher ein Spaziergang. Nach knapp einer Stunde erreichen wir die Mine. Na ja, - sie ist eingezäunt, so dass man nicht mal viel sehen bzw. erkunden kann. Es ist die Landschaft, die fasziniert. Wir waren dann doch fast zwei Stunden unterwegs.

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Als nächstes wartet der Arch Rock auf uns, nichts neues, aber ein durchaus impossanter Arch, vom dem ich bislang nur Papierfotos hatte. Ganze Horden von Menschen sind leider schon vor Ort, da es ja sehr leicht und ohne große Schweißausbrüche erreicht werden kann. Als wir noch ein bißchen rumkraxeln, entdecken wir den Matterhorn-Arch, der in seiner ungewöhlichen Form durchaus eine Miniatur des schweizer Originals sein kann. Schön! Und nun ist's auch gut mit dem Touri-Feeling. Wir machen uns auf den Weg.

Wir verlassen den Park über die Box Canyon Road, vorbei an interessanten Felsen, bis zum Salton Sea. Hier entsteht die größte Tiefe der westlichen Hemisphäre. Voraussetzung, der See ist bis auf den Grund ausgetrocknet. Aber das wird dauern, so dass wir in unserem Leben sicher mit Badwater zufrieden sein müssen. Auch gut! Es wir plötzlich grün, wo vorher nur Stein- und Sandwüste war. Man glaubt sich in einem anderen Land, - aber das ist der Westen. Meilenweit bepflanzte Äcker, woher nehmen die nur das Wasser? Vielleicht gibt es irgendwo Entsalzungsanlagen und wir treffen uns doch wieder hier, um Fotos der tiefsten Stelle zu machen. Wer montiert nur das Schild in Badwater ab?

Als wir in den Anza Borrego State Park einfahren, wird aus der Auto- eine Achterbahnfahrt. Die Verwerfungen hier in der Gegend heben und senken die Straße wie es gerade kommt. Ist ja auch mal ganz nett. Um 16 Uhr erreichen wir die Megacity Borrego Springs. Gut, Escalante ist vermutlich größer, aber man hängt hier nicht so über den Zaun. Schuld sind die Golfplätze, die insbesondere im Winter gut frequentiert sind. Und dann tummeln sich hier die Offroader in den endlosen Gräben und Hügeln. Check-in im Borrego Springs Hotel. Die Rezeption im Haupthaus mutet an wie ein Saloon,- sieht echt cool aus. Aber das Restaurant hat bereits eine Sommerpause eingelegt. Bei über 40 Grad rentiert es sich wohl nicht, ein warmes Essen zuzubereiten. So sieht auch das Hotel aus, als wir unser Zimmer ansteuern. Wir sind zwar nicht die einzigen Gäste, aber mehr als 3 Autos habe ich nicht gesehen. Also doch eine Geisterstadt?

Pumkin Patch, ähm ja, noch nie gehört? Ich vorher auch nicht. Die Steinkürbise liegen mitten in der Wüste. Also erste Offroad-Fahrt - auf geht's! Wir fahren den Palm Canyon Drive zurück, im Ort haben sie sogar einen Kreisverkehr, bis zum Milemarker 34. Und danach geht es in den Sand. Diese Sandpiste ist eigentlich eine Wash, aber der letzte Niederschlag, der zu einem fliesenden Gewässer führte, ist wohl schon einige Zeit her. Es geht gut voran und nach 7,5 Meilen verwirrt uns unser GPS. Das Ziel ist rechts, die Wash führt nach links. Ok, wird schon irgendwann eine Biegung machen. Denkste! Also zurück, Auto parken und die Stiefel geschnürt. Die letzte Meile wird aber dank der noch immer brennenden Sonne und ob des Sandes durchaus herausfordernd. 18 Uhr: Es hat eine Brutshitze!

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Ja wo sind sie denn, die Kürbisse? Am Ausgang einer weiteren Wash liegen sie. Bowlingkugelgroße Steinbälle! Nichts für Fußballer. Interessant sehen sie aus, aber irgendwie haben wir uns mehr davon versprochen. Monika läßt sich zu dem Ausdruck "ganz nett" hinreißen. Ich finde sie, wie gesagt, interessant. Nett hin, interessant her, wir durchstreifen das überschaubare Gebiet bis die Sonne kurz vor dem Horizont steht. Nachts will ich nicht zurück fahren. So schaffen wir es gerade noch, den Teer bei einigermaßen Lichtverhältnissen zu erreichen.

Nächstes Problem,- wo gibt es in dem Kuhdorf noch was vernünftiges zu Kauen? Carlees ist nicht der richtige Name für dieses Lokal. Borrego Bar oder so wäre treffender Die Hiesigen sind alle da, wir mitten drin, und die Rippen sind hervorragend. Und so findet ein anstrengender Tag ein verdientes Ende.

Fortsetzung folgt ... Ein bisschen wird sich die Bearbeitung verzögern, denn - nachdem die Bilder online sind [siehe Updates!] - werden die Wanderungen vorrangig bearbeitet. Den Fortschritt könnt Ihr gut über die "Updates" verfolgen!

#10 Annika1503

Annika1503

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Geschrieben 28.06.11 - 12:03

Hallo Fritz,
ich lese auch sehr interessiert mit! Die Fotos hab ich mir schon angeschaut und bin gespannt auf den weiteren Bericht!  :sdanke:

LG Annika





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