Zum Inhalt wechseln

Welcome!


Be sure to register in order to take full advantage of all of the awesome features this forum has!



Willkommen bei USA-TALK.DE

Willkommen bei USA-TALK.DE. Wie bei den meisten Forengemeinschaften, musst du dich registrieren, um vollen Zugriff auf alle Themenbereiche im Forum zu bekommen. Keine Angst, das geht einfach und schnell. Sei Teil von USA-TALK.DE. Wir freuen uns auf dich! Mit der Registrierung kommst du in den Genuss von folgenden Features:
  • Starte neue Themen
  • Abonniere Themen und sogar ganze Unterbereiche und bekomme automatische Updates geliefert
  • Kreiere dein eigenes Profil und lerne neue Leute kennen
Guest Message by DevFuse
 

Auswandern mit Schulden


Dieses Thema wurde Archiviert. Dies bedeutet, dass du auf dieses Thema nicht antworten kannst.
19 Antworten in diesem Thema

#1 Gast_FlyAway_*

Gast_FlyAway_*
  • Guests

Geschrieben 10.01.07 - 12:35

Hallo an Alle!

Ich bin das erste Mal auf dieser Seite, und bin begeistert von den Informationen die ich hier herauslesen kann. Trotzdem habe ich eine Frage, die mich sehr beschäftigt. Hoffe ihr könnt mir dabei helfen!

Folgende Situation: Ich war selbständig, und habe leider über die letzten Jahre Schulden aufgebaut. Wahrscheinlich ging es mir wie jedem Unternehmer, daß ich das unvermeidbare nicht wahrhaben wollte. Nun ist es aber so, und ich plane einen kompletten Neubeginn. Mit 27 Jahren bin ich dafür ja nicht zu alt :rolleyes: . Mein Anligen ist nun folgendes:
Wie kann ich am geschicktesten meinen Neustart in den USA angehen, ohne vorher in Europa jahrelang auf den Schuldenerlass zu warten. Ich bin wirklich nicht jemand der anderen was wegnehmen will, aber in meiner Situation muß ich in erster Linie an mich denken und versuchen wieder auf die Beine zu kommen. Frau und Kinder habe ich nicht (was mir das Auswandern natürlich erleichtert).
Ich habe bereits eine Jobzusage aus den USA, welche nicht zeitgebunden ist. Das heißt wenn ich hier alles geregelt habe kann ich jederzeit beginnen.

Bitte helft mir mit Informationen weiter, danke!

#2 Gast_admin_*

Gast_admin_*
  • Guests

Geschrieben 10.01.07 - 12:47

Mit Schulden auswandern ist immer so ne Sache. Ich habe da eine etwas konservative Einstellung: ich würde es nicht machen. Erst mal hier die Schulden abtragen und dann weg. Wobei das einfach geschrieben ist ... wenn du Unternehmer warst werden die Schulden wohl höher liegen, als ne Privatperson hier Kredit bekommt, also größer 25000 Euro.

Wenn du drüben eine Zusage hast ist das ein wenig was anderes. Dann würde ich halt mal das ganze durchrechnen und versuchen, von den Einnahmen in den USA die Schulden in Deutschland abzubauen.

Solltest du dich in einer Privatinsolvenz befinden ist es wohl wieder was anderes. Ich weiß nicht, ob es die Auflagen dazu überhaupt erlauben ... ich habe da leider keine Erfahrung.

Nur meine 2 Cent zu deiner Frage ... vielleicht schreiben andere noch ....

#3 Iceman

Iceman

    Advanced Member

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 4.597 Beiträge

Geschrieben 10.01.07 - 12:52

Erstmal willkommen im Forum! Schön das dir dieses Forum so gut gefällt. Das freut uns.

Nicht wundern aber ich habe das Thema mal in die passende Rubrik verschoben wo es besser hin paßt.

Nun zunächst mal ist ein Jobangebot zwar nett aber leider kannst du dieses nicht so ohneweiteres annehmen. Denn die Firma muss bei den entsprechenden amerikanischen Behörden nachweisen das sie auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt keine Fachkraft findet die auch nur im Ansatz das leistet was du als Ausländer zu leisten vermagst. Erst wenn die Behörden grünes Licht geben darfst du in den USA anfangen zu arbeiten. Allerdings wissen das die wenigsten amerikanischen Firmen und werben so einfach Leute an. Also solltest du im Vorfeld erstmal klären ob ein entsprechender Antrag am laufen ist bei den Behörden bevor du deine sieben Sachen packst und Deutschland verläßt.

Dann ist noch wichtig zu wissen das du bei einer Kündigung von Seiten der amerikanischen Firma das Land verlassen mußt. Falls also einer deiner neuen amerikanischen Arbeitskollegen plötzlich das gleiche kann wie du und man dich daher nicht mehr wirklich braucht in der Firma bist du schneller wieder in Deutschland als dir lieb ist.

Jetzt zu deinen Schulden. Wenn du den deutschen Schuldnern nachweisen kannst das du weiterhin deine aufgebauten Schulden abbezahlen kannst wenn du in den USA lebst sollte es keine Probleme geben denke ich. Vorausgesetzt natürlich die Schuldner lassen sich drauf ein (einigen dürfte das Risiko zu hoch sein und verweigern da ihren Zuspruch) versteht sich. Insgesamt dürfte das aber ein ziemlich harter Anfang für dich werden wenn ein Teil des monatlichen Verdienstes in der Anfangszeit nach Deutschland geht um dort Schulden zu bezahlen. Schließlich mußt du in den USA ja auch ein Dach über dem Kopf haben und von irgendwas leben.

Aber wie gesagt: Erstmal mit der Firma klären ob die bereit sind einen Antrag bei den Behörden zu stellen das du dort überhaupt arbeiten darfst. Ohne dem geht es sowieso nicht.

Gruß

#4 Old_Cadillac

Old_Cadillac

    Moderator

  • Moderators
  • 7.680 Beiträge

Geschrieben 10.01.07 - 13:11

Hi FlyAway,

ich kann es sehr gut nachvollziehen, daß maan als Selbstständiger schnell in die Enge kommen kann. Bin auch Selbstständig, allerdings nicht am Abgrund befindlich. Den richtigen Zeitpunkt zum Absprung zu finden ist oft nicht leicht und fällt auch schwer, hatte man sich doch so viel vorgenommen und gearbeitet etc... aber das ist ja ein anderes Thema.

Im Prinzip hat Iceman ja schon alles Wichtige gesagt. Entscheidet ist, daß Dein potenzieller Arbeitgeber tatsächlich einen Antrag stellt der zum einen nicht billig ist, der viel Zeit braucht in der Bearbeitung und aufwendig ist und Du zudem den strengen Vorschriften der Einwanderungsbehörden entspricht.
Du mußt Dir auch bewusst sein, daß es sich um eine Arbeitserlaubnis handelt und nicht etwa um eine Einwanderung. D.h., feuert Dich Dein Arbeitgeber nach 6 Monaten, darfst Du wieder zurück. Nach längerem Zeitraum kann es auch möglich sein eine Greencard also eine permanente Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, ich meine nach 3 Jahren.
Bis dahin darfst Du auch nur bei deinem Arbeitgeber arbeiten und niergendwo anders.

Mit Deinen Gläubigern mußt Du das natürlich klären. Wenn es eine Bank ist, dürfte die nervös werden und wenn Du nicht ein klipp und klares Konzept hast, finden die das wohl nicht so toll, daß Du "abhaust".
Wie Iceman schon sagst, solltest Du im Vorfeld wissen : Was verdiene ich bei dem Arbeitgeber, was kostet mich der Unterhalt, was bleibt über um meine Schulden weiter abtragen zu können.

Um was für eine Arbeit handelt es sich denn, wenn ich mal fragen darf ?

Grüße

Tom
Vintage AutomobileCatch the spirit of classic cars.Klassische Automobile Thomas Borchers ., Spezialschmierstoffe für Oldtimer, Ford Model A Ersatzteile und Spezialpflegemittel.Polster Point, Zetel Das Abendteuer beginnt... Anmeldung zur Greencard Lotterie am 28.09.06 bei American Dream.Das Abenteuer ist erst mal zu Ende... leider nicht gewonnen.

#5 Netti

Netti

    Member

  • Members
  • PIPPIP
  • 331 Beiträge

Geschrieben 10.01.07 - 16:02

Hallo,
du hast keine Lust auf einen Schuldenerlass zu warten?? Heißt das, du möchtest gar nichts zurück zahlen?? Du hast keine Frau und keine Kinder, kannst und willst aber arbeiten?? Dann sei doch so flexibel und such dir in Deutschland eine Arbeit und steh zu deinen Schulden. Und ansonsten versuchs doch innerhalb der EU.
Gruß, Netti

#6 Gast_FlyAway_*

Gast_FlyAway_*
  • Guests

Geschrieben 11.01.07 - 12:13

Ich kann und will schon arbeiten, und es ist mir grundsätzlich ja auch egal wo das ist. Aber nachdem ich nun meine Selbständigkeit beendet habe und sowieso eine neue Arbeit beginnen werde ist doch dies der beste Zeitpunkt um auszuwandern. Denn ob die Arbeit in Europa oder den USA ist kann doch den Gläubigern egal sein. Ich will auch die Schulden zurückzahlen (dies kann ich ja auch aus dem Ausland machen).

Mir gehts hauptsächlich darum, ob es die Amerikanische Einwanderungsbehörde interessiert, ob ich in Europa in Konkurs ging oder nicht.

Mein Plan wäre ja, vor Gericht einen Zahlungsplan zu erwirken, und diesen dann aus dem Ausland zu bedienen. Das muß doch irgendwie gehen.

#7 Gast_admin_*

Gast_admin_*
  • Guests

Geschrieben 11.01.07 - 12:44

Mir gehts hauptsächlich darum, ob es die Amerikanische Einwanderungsbehörde interessiert, ob ich in Europa in Konkurs ging oder nicht.


Die Einwanderungsbehörde dürfte nur interessieren, ob es nicht einen geeigneten Mann auf dem US-Markt gibt. Ist das, was Iceman bereits beschrieben hat.

#8 Old_Cadillac

Old_Cadillac

    Moderator

  • Moderators
  • 7.680 Beiträge

Geschrieben 11.01.07 - 12:56

Hi FlyAway,

ich hoffe Du hast auch mein Posting gelesen ?

Na ja, also so ganz egal ist es Gläubigern nicht wo sich der Schuldner befindet. Wenn jemand im Ausland ist, ist es wesentlich schwieriger an ihn heranzukommen, insbesondere im außereuropäischen Ausland.

Wie auch immer, also wenn Du jetzt bei der Green Card Lotterie gewinnen würdest, mußt Du ein gewisses Kapital vorweisen, da machen sich Schulden nun nicht so gut. In Deinem Falle liegt es etwas anders : Du wirst dann ja einen Arbeitsplatz haben und Geld verdienen. Es ist auch die Frage in wie weit die US Behörden z.B. die Schufa checken. Wenn nicht, erfahren die ja nichts von den Schulden. Normalerweise mußt Du aber ja irgendwie etwas Geld vorweisen können für den Start. Also es sollte schon recht klar den Behörden vorliegen, daß Du dort überleben kannst.

Die US Behörden interessiert vor allen Dingen : Das Du in USA überleben kannst und nicht der Fürsorge unterliegen wirst und keine Straftaten begangen hast die noch zu vebüßen sind bzw. Anzeigen gegen dich vorliegen.

Ob es nun sinnvoll ist, einen Schuldenplan beim Gericht zu erwirken ( sowas geht ? ) weiß ich nicht. Eine außergerichtliche Einigung mit Deinen Gläubigern erscheint mir hier attraktiver.

Freche Frage... aber notwendig... gibt es ein Bankkonto was im Plus ist ? Was sind das für Schulden. Du kannst mir auch gerne eine PM senden, wenn Dir das lieber ist.

Also ich meine, wenn Du dem Konsulat schriftlich belegen kannst daß Du : Eine Vereinbahrung mit Deinen Gläubigern hast auch die Schulden vom Ausland aus zu begleichen, ein bißchen Kapital hast um in USA erst mal ne Wohnung zu haben ( das läuft ohne Kaution nämlich auch nicht, genauso wie meist Gas und Wasser und Strom ) und eben die erfolgreiche Petition deines neuen Arbeitgebers, dann müsste das eigentlich klappen.

Grüße

Tom
Vintage AutomobileCatch the spirit of classic cars.Klassische Automobile Thomas Borchers ., Spezialschmierstoffe für Oldtimer, Ford Model A Ersatzteile und Spezialpflegemittel.Polster Point, Zetel Das Abendteuer beginnt... Anmeldung zur Greencard Lotterie am 28.09.06 bei American Dream.Das Abenteuer ist erst mal zu Ende... leider nicht gewonnen.

#9 Iceman

Iceman

    Advanced Member

  • Members
  • PIPPIPPIP
  • 4.597 Beiträge

Geschrieben 11.01.07 - 14:56

Mal ehrlich:
Welcher Gläubiger bitte stundet einem die monatlichen Zahlungen zum Schuldenabbau aufgrund der Aussage das man Geld braucht für die amerikanischen Behörden und zum Leben in den ersten Wochen drüben in den USA? Das wird unter Garantie niemand machen aufgrund der Tatsache das diesen Leuten täglich Ausreden aufgetischt werden von den Schuldnern. Wenn es etwas zu kassieren gibt dann wird das auch sofort kassiert solange bis die Schulden abgebaut sind. Da wird niemand aufgrund eines Jobangebots aus den USA eine Ausnahme machen soviel ist sicher.

Hinzu kommt das gerade bei Aussagen das man das Land verlassen will fast jeder extrem misstrauisch wird dessen Forderungen noch offen sind. Es kann einem dann sehr wohl passieren das die Gläubiger ihr Geld innerhalb einer Frist komplett zurück verlangen. Spätestens dann bleibt einem nur noch der Schritt zur gerichtlichen Privatinsolvenz da einem niemand mehr Geld geben wird um die Gläubiger zu bedienen.

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen aber ich denke das 80 bis 90% der Gläubiger es nicht akzeptieren wenn der Schuldner das Land verläßt aufgrund einer Jobzusage. Wenn überhaupt dann nur mit einer Bürgschaft z.B. von den Eltern oder einer anderen Sicherheit (Grundstücke, Gebäude etc.) welche im Notfall in den Besitz der Gläubiger übergehen. Ich will dir nicht den Mut nehmen aber du solltest vielleicht vorab mal mit deinen Gläubigern reden denen du Geld schuldest ob die mitziehen werden wenn du das Land verläßt. Wenn die auf stur schalten bist du in Deutschland gebunden und mußt hier versuchen einen Job zu finden.
Hinzu kommt eben das eine Jobzusage nicht gleich ein Arbeitsvertrag bedeutet den du in der Tasche hast. Es gibt durchaus Fälle wo Leute geködert worden sind und sich dann rausstellte das überhaupt kein Job zu vergeben ist.

Jedenfalls liegen das noch einige sehr sehr große Brocken im Weg die geklärt werden müssen. Nur dann könnte es etwas werden mit dem leben und arbeiten in den USA.

Gruß

#10 hanna123

hanna123

    Member

  • Members
  • PIPPIP
  • 347 Beiträge

Geschrieben 21.01.07 - 23:59

Die Einwanderungsbehörde dürfte nur interessieren, ob es nicht einen geeigneten Mann auf dem US-Markt gibt. Ist das, was Iceman bereits beschrieben hat.


Da moechte ich auch mal meinen Senf zu geben... ;)

Bei einem non-immigrant Arbeitsvisum muss der Arbeitgeber NICHT nachweisen, dass er keinen Amerikaner fuer die Stelle findet. Man braucht dafuer allerdings normalerweise einen Studienabschluss. Meine Praktikumsfirma hat in der Vergangenheit Arbeitsvisa gesponsort (und hat es mir auch gerade angeboten :Jumpy: ), deshalb bin ich mir da sicher.
Auch das mit dem gefeuert werden, wenn nach ein paar Monaten ein passender Ami auftaucht, macht keinen Sinn. Was haette der Arbeitgeber denn davon? Er hat ja dann das Visum schon gesponsort und Geld zurueck gibt es nicht.

Was allerdings richtig ist, ist dass der Arbeitgeber fuer eine Greencard (ist kein Arbeitsvisum!) die Stelle fuer einige Zeit ausschreiben und amerikanische Bewerber interviewen muss. Und begruenden muss, warum die nicht in Frage kommen. Und wenn sich dann kein Amerikaner findet, kann der Greencard Prozess gestartet werden. Was ich so gehoert habe, dauert dieser Prozess dann aber eine Weile (mehrere Jahre?), so das der OP ja erstmal weiter in Deutschland daran arbeiten kann, seine Schulden abzubauen.

Es stimmt auch dass das Arbeitsvisum zeitlich begrenzt ist. Man bekommt es fuer drei Jahre und kann es dann nochmal um drei Jahre verlaengern. Aber das wars dann. Es ist auch richtig, dass man auf den Arbeitgeber festgelegt ist. Man kann unter bestimmten Umstaenden das Visum auch auf einen anderen Arbeitgeber uebertragen, aber der muss das dann alles nochmal neu beantragen. Und wenn man gefeuert wird, hat man normalerweise auch nur ein paar Tage, um entweder einen neuen Sponsor zu finden oder das Land zu verlassen.

Ich hab es schon oefter gelesen, dass die Bedingungen fuer Work Visa und Greencard verwechselt werden und hoffe, dass ich hier ein wenig Licht ins Visumsdunkel bringen konnte. :)






Bürgschaft & Liquidität - www.liquiditaet24.de